ST. MARTIN AM TENNENGEBIRGE KENNENLERNEN
St. Martin am Tennengebirge – am Übergang zweier Täler
St. Martin am Tennengebirge liegt auf einer Passhöhe, an der Wasser in zwei Richtungen abfließt: zur Lammer und zum Fritzbach. Die Gemeinde im Bezirk St. Johann im Pongau hat 1.830 Einwohner (Stand 1. Jänner 2026) und 46,80 Quadratkilometer Fläche. Der Ort auf 949 Metern Seehöhe verbindet das Ennspongauer Seitental mit dem Lammertal. Tennengebirge, Stuhlgebirge und die niedrigeren Grasberge rahmen den Siedlungsraum; dadurch prägen Höhenlage und Straßenverbindung den Alltag ebenso wie die touristischen Angebote.
Wasserscheide und Verbindungsstraße
Das Gemeindezentrum liegt südlich der Wasserscheide zwischen Lammer und Fritzbach. Die Passhöhe auf 967 Metern markiert den Übergang: Nördlich geht es in Richtung Lammertal, südlich ins Fritztal. Die B166, die Pass-Gschütt-Straße, führt durch den Ort weiter nach Abtenau und Golling beziehungsweise Richtung Rußbach und Gosau. Das Gemeindegebiet reicht vom Haslangerbach auf 818 Metern bis zum Fritzerkogel auf 2.363 Metern.
Ein Dorfkern mit langer Pfarrgeschichte
Die Pfarrkirche wird 1170 erstmals erwähnt; die heutige Kirche entstand 1421 bis 1432 als gotischer Bau. Der Name St. Martin leitet sich vom Kirchenpatron ab, während die Gemeinde im Lauf der Jahrhunderte unterschiedliche Namenszusätze führte. Erst 1971 setzte sich die heutige Bezeichnung am Tennengebirge durch. Das Zentrum bündelt Pfarrkirche, Gemeindeamt, Schule und örtliche Dienste. Wer von dort hinausgeht, gelangt rasch an die Straße, die den Pass überquert, oder auf Wege, die in die umliegenden Höhen führen.
Tourismus, Landwirtschaft und lokale Arbeit
2024 verzeichnete die Arbeitsstättenzählung in St. Martin 210 Arbeitsstätten und 465 Beschäftigte in Arbeitsstätten. 68,1 Prozent der Arbeitsstätten lagen im tertiären Sektor; 72,0 Prozent der aktiv Erwerbstätigen am Wohnort pendelten aus. Die Auspendelquote zeigt, wie stark die Erwerbswege über die Gemeindegrenze hinausreichen. Ein örtliches Beispiel ist die Martino Freizeit GmbH, die gemeinsam von Gemeinde und Tourismusverband getragen wird. Sie betreibt den Seepark und die Skilifte Knabl- und Ostermais und damit Einrichtungen, in denen Einheimische und Gäste Freizeit verbringen. Ein zweites Beispiel ist der von der Gemeinde gelistete Bauernladen „echt guat“ im Dorfzentrum: Dort werden Lebensmittel wie Käse, Wurst und Eier verkauft.
Freizeitangebot für den Ort und seine Gäste
Der Seepark ist als biologischer Badesee mit Regenerationsbereich angelegt. Zum Gelände gehören ein Erholungspark, Wasserrutsche, Trampolin, Spielbereich und Beachvolleyballplatz. Der See liegt damit als sommerliches Ziel unmittelbar beim Ort, während Wanderwege weiter in die Berge führen. Im Winter erschließen Knabl- und Ostermaislift die Hänge; anders als der Badesee sind sie an Schnee und Liftbetrieb gebunden.
Ein kleiner Ort mit regionalen Verbindungen
Das Dorf hat mit Schule, Gemeindeamt und Postpartner wichtige Alltagsdienste im Zentrum. Die Gemeinde dokumentiert außerdem den schrittweisen Ausbau eines Geh- und Radwegs entlang der B166. Gerade an der Straße über die Wasserscheide ist das für kurze Wege zu Fuß und mit dem Rad relevant. Jenseits des Zentrums liegen die Siedlungen in zwei Katastralgemeinden, St. Martin und Lammertal; die Höfe und Wege verteilen sich über den Tal- und Hangraum.
Quellen und Belege
- STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026
- St. Martin am Tennengebirge – Wikipedia, feste Artikelversion · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Versionsgeschichte
- Gemeinde St. Martin am Tennengebirge - Aktivdorf - Startseite - Unser St. Martin - Wissenswertes - Geschichte
- Arbeitsstättenzählung 2024 – Gemeindeergebnisse
- Seepark St. Martin/Tgb.
- Martino Freizeit GmbH
- Zahlen und Fakten St. Martin am Tennengebirge
- echt guat – Bauernladen, Metzgerei und Imbiss
Stand der Angaben: 13.10.2026
