GEMEINDE · OBERÖSTERREICH

St. Konrad

Kleine Siedlungen an der B 120, eine eigenständige Gemeindegeschichte und örtliche Lebensmittelverarbeitung prägen den Ort.

GEMEINDEKENNZIFFER40716
Kirche in St. Konrad
Kirche in St. Konrad · Foto: Isiwal · „St Konrad Pfarrkirche“ · Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0 at · Für regionalinfo.at verkleinert und als AVIF komprimiert; kein zusätzlicher Zuschnitt. Weitergabe unter derselben Bildlizenz.
Einwohner
1 172
01.01.2026
Fläche
19,27 km²
Bevölkerungsdichte
60,8
Einwohner je km²
PLZ des Gemeindeamtes
4817
Keine vollständige PLZ-Liste

Datenquelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026 · aufbereitet für regionalinfo.at.

ST. KONRAD KENNENLERNEN

St. Konrad zwischen Laudachtal und Almtal

St. Konrad liegt im Hochtal zwischen Traunsee und Almtal, wo der Kotbach bei Kranichsteg in die Laudach mündet. Am 1. Jänner 2026 zählte die Gemeinde 1.172 Einwohnerinnen und Einwohner. Das Gebiet umfasst 19,27 Quadratkilometer; die Gemeinde gehört zum Bezirk Gmunden.

Drei Ortschaften im Talzug

Die Gemeinde besteht aus Edt, St. Konrad und Steg sowie den Katastralgemeinden Edt, Mühldorf II und St. Konrad. Hauptort und Ortschaft sind nicht deckungsgleich: Das Dorf St. Konrad greift in die Katastralgemeinde Edt hinüber; beide Siedlungsteile sind weitgehend zusammengewachsen. Zur Ortschaft zählen auch die Rotten Pühret und Häusern sowie Einzelhöfe an den Talhängen. Das Gemeindegebiet ist 5,6 Kilometer von Nord nach Süd und 6,5 Kilometer von West nach Ost ausgedehnt. Wald bedeckt 61 Prozent der Fläche, landwirtschaftlich genutzt werden 32 Prozent. Die Laudach begleitet die westliche Gemeindegrenze; durch den mittleren Talzug führt die B 120 als Verbindung zwischen Gmunden und Scharnstein.

Fleischverarbeitung und Feinkost

Die Arbeitsstättenzählung 2024 erfasste 121 Arbeitsstätten und 284 Beschäftigungsverhältnisse am Arbeitsort; 78,9 Prozent der aktiv Erwerbstätigen mit Wohnort St. Konrad pendelten aus. Ein prägender örtlicher Produktionsbetrieb ist Almtalerfleisch in Ort 63: Rund 25 Beschäftigte zerlegen Rind-, Kalb- und Schweinefleisch, vakuumieren die Zuschnitte und bereiten Bestellungen für Großhandel und Gastronomie vor. In Steg 20 führt Johann Pöll & Co. den Kranichsteg. Dort liegt der Schwerpunkt heute auf Fleischerei und Feinkost, darunter Geschenkboxen mit hausgemachten Köstlichkeiten. Das Gasthaus nimmt private Feiern an; als regelmäßiges Angebot nennt der Betrieb die donnerstägliche Kesselheiße.

Vom Kirchspiel zur selbstständigen Gemeinde

Die Konradi-Kapelle wurde 1785 zur Pfarrkirche; damit begann laut Gemeindefestschrift die Selbstständigkeit der Pfarre. Politisch verlief die Entwicklung weniger geradlinig: Eine eigene Gemeinde bestand zunächst von 1848 bis 1862, danach gehörte St. Konrad wieder zu Viechtwang. 1885 setzte ein neues Komitee die Forderung nach Selbstständigkeit in Gang. Das Landesgesetz von 1900 erhob St. Konrad erneut zur Gemeinde; 1902 wurde auch das große Forstgebiet Mühldorf II zugeordnet. Diese Schritte erklären, warum eine ländlich geprägte Gemeinde heute drei Katastralgemeinden umfasst. Ein Urbar des Stifts Kremsmünster von 1299 nennt Wastlgut, Hubingergut und Mühlleiten; nur Letzteres entspricht den heutigen Steffl- und Loidlmühlen. Die Kirche im Dorfkern bewahrt einen spätgotischen zweijochigen Chor mit Rippengewölbe und eine Sakristeitür aus dieser Bauzeit. 1910 erhielt sie einen Turm mit achtseitigem Spitzhelm; zugleich wurden Langhaus und Sakristei erweitert. Für den Zubau verwendete man Flyschsandstein aus der Umgebung. Eine mechanische Orgel mit neun Registern kam 1999 hinzu.

Betreuung und Wege im Nahraum

Schule und Kindergarten liegen beide an der Adresse Ort 7. Die Volksschule endet nicht zwingend mit dem Vormittagsunterricht: Die Gemeinde bietet an Schultagen Nachmittagsbetreuung, montags bis mittwochs bis 16 Uhr, donnerstags bis 15.30 Uhr und freitags bis 13.30 Uhr. Auch im Kindergarten wird ab 13 Uhr eine kommunale Betreuung angeboten. Dort reicht die Öffnungszeit montags und dienstags bis 15.30 Uhr, mittwochs und donnerstags bis 16 Uhr und freitags bis 14.30 Uhr. Für einen kurzen Weg zu Fuß beginnt der kommunale Kreutweg in der Ortsmitte. Er führt über Moaring, Forststraßen und Waldwege zum Mittereck, weiter über Spitz und Brandstattmühle und zurück. Die Gemeinde gibt ihn mit 8,8 Kilometern und 280 Höhenmetern an; entlang der Strecke sind mehrere Bachläufe Teil des Wegverlaufs.

Quellen und Belege

Stand der Angaben: 12.10.2026

GEOGRAFIE

St. Konrad auf der Karte

Gemeindegebiet · Stand 01.01.2026

Rot: aus amtlichen Gemeindegrenzen abgeleitet und für die Anzeige vereinfacht. Kartenhintergrund: basemap.at. Quellen und Methodik

GEMEINDE IN ZAHLEN

Einwohner im Zeitvergleich

StichtagEinwohner
31.10.2011 · Registerzählung1 082
31.10.2021 · Registerzählung1 159
01.01.2026 · Bevölkerungsstand1 172

Die Abstände zwischen den Stichtagen sind unterschiedlich. Quelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026.

Gebäude · 31.10.2021
368
NUTS-3-Region
Traunviertel (AT315)

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