SÖLL KENNENLERNEN
Söll im offenen Talkessel des Sölllandls
Im Zentrum von Söll steht die Pfarrkirche auf einem kleinen Schotterkegel, sichtbar über dem Talboden. Die Gemeinde im Bezirk Kufstein liegt zwischen Wildem Kaiser, Pölven und Hoher Salve und zählt 3.784 Einwohnerinnen und Einwohner (1. Jänner 2026) auf 45,97 km².
Landschaft und Ortskern
Söll liegt in einem Talkessel des Sölllandls, an der Übergangszone zwischen den nördlichen Kalkalpen und den Schiefergebirgen der Kitzbüheler Alpen. Der Wilde Kaiser erhebt sich nördlich, der Pölven westlich; in Richtung Hohe Salve öffnen sich südlich sanftere Almflächen. Das Gemeindegebiet umfasst neben dem Dorf auch Weiler und verstreute Höfe. Der Kirchenhügel setzt einen Mittelpunkt im Gelände. Vom Dorf führen Wege hinauf zur Hohen Salve und in die Seitentäler. Die B178 verbindet Söll mit Wörgl und St. Johann in Tirol.
Tourismus und Arbeit
Die Arbeitsstättenzählung erfasste 2024 in Söll 461 Arbeitsstätten und 1.754 Beschäftigungsverhältnisse am Arbeitsort. Von den aktiv Erwerbstätigen mit Wohnsitz in der Gemeinde pendelten 59,5 Prozent aus. Vor Ort versorgen Beherbergungsbetriebe und Gastronomie die Gäste. Die Bergbahnen bringen sie im Sommer zu Wanderwegen und im Winter zu Skipisten; Betrieb und Wartung der Anlagen sind Teil des örtlichen Angebots. Daneben verkaufen Landwirtschaft, Handel und Dienstleistungsbetriebe Waren und Leistungen an Einheimische wie Besucher. Die Verbindung von Bergbahnen, Unterkünften und Dorfgeschäften zeigt, dass der Fremdenverkehr viele Tätigkeiten berührt, ohne die gesamte Wirtschaft Sölls zu beschreiben.
Kirche und Wandel
Die Siedlungsgeschichte reicht weit zurück; schriftlich erscheint Söll als „Sel“ im Jahr 1217. Die Pfarrkirche Peter und Paul prägt bis heute das Ortsbild. Das heutige spätbarocke Bauwerk entstand in den 1760er Jahren und wurde 1771 geweiht. Es ersetzte mehrere ältere Kirchenbauten am selben markanten Standort. Die Gemeinde beschreibt den Kirchenhügel als Mittelpunkt des Talbodens. Seit den 1950er Jahren entwickelte sich der Fremdenverkehr zu einer wichtigen wirtschaftlichen Grundlage; 1959 wurde die Liftgesellschaft gegründet und eine erste Bahn Richtung Hohe Salve gebaut. Damit veränderte sich der Ort von einem landwirtschaftlich geprägten Dorf auch zu einem Ausgangspunkt für Bergsport und Urlaub. Am Kirchenhügel ist dieser Wandel zwischen historischer Dorfmitte und touristisch erschlossenem Umland ablesbar.
Wege, Kirche und See
Die Pfarrkirche Söll steht im Dorfzentrum und ist als sakraler Bau mit spätbarocker Architektur ein gut erreichbarer Besuchsort. Die Gemeinde nennt sie das Wahrzeichen des Ortes und beschreibt ihre Geschichte vom frühen Holzkirchlein bis zum heutigen Bau. Als zweites Ziel bietet sich der Ahornsee an, eine Badeanlage am Ortsrand mit Liegewiese und Beachvolleyball. Im Sommer bietet die Gondelbahn Hochsöll Zugang zu den Wegen und Angeboten am Berg; Hexenwasser ist ein saisonaler Erlebnisbereich an der Mittelstation. Der Ahornsee liegt in Gehweite des Dorfes; die Bergbahn führt von einer anderen Ausgangsstelle bergwärts. Badebetrieb und Bahnfahrten sind saisonal, ihre aktuellen Zeiten sollten Besucher vorab prüfen.
Quellen und Belege
- STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026
- Söll (Tirol) – Wikipedia, feste Artikelversion · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Versionsgeschichte
- Pfarrkirche Söll
- Zahlen und Fakten – Gemeinde Söll
- Tourismus und Vermietung – Allgemeine Information
- Statistik Austria – Arbeitsstättenzählung 2024
- Bergbahn Söll – Gemeinde Söll
Stand der Angaben: 15.10.2026
