SCHWENDT KENNENLERNEN
Schwendt: Dorf am Fuß des Kaisergebirges
Schwendt liegt im Kohlental am Rand des Kaisergebirges und gehört zum Kaiserwinkl. Die Gemeinde im Bezirk Kitzbühel zählte am 1. Jänner 2026 923 Einwohner und umfasst 30,85 Quadratkilometer.
Im Kohlental zwischen Dorf und Bergen
Der Kohlenbach durchfließt Schwendt im Kohlental, einem Tal am Rand des Kaisergebirges. Zum Gemeindegebiet gehören Höfe am Talboden und an den Hängen; Landwirtschaftsflächen und Wald liegen nah beieinander. Mit Kössen, Walchsee und Rettenschöss gehört Schwendt zur Ferienregion Kaiserwinkl. Kössen ist auch für Wege und Besorgungen im Alltag ein naher Bezugspunkt. Der Ortsname erinnert an Rodungen: „schwenden“ bedeutet roden. Zwei Äxte im Wappen greifen diese Herkunft auf. Heute beschreibt die Gemeinde den Ort als bäuerlich geprägten Tourismusort. Die offene Kulturlandschaft um die Höfe und die Wege in die Berge geben dieser Beschreibung einen konkreten räumlichen Zusammenhang.
Arbeit im Ort und im Kaiserwinkl
Die Arbeitsstättenzählung erfasste 2024 in Schwendt 83 Arbeitsstätten und 180 Beschäftigungsverhältnisse am Arbeitsort. Landwirtschaft hat im Ort Gewicht; daneben arbeiten ein Sägewerk, Tischlerei und Zimmerei, Gasthäuser sowie Fischteiche mit Gastronomie. Holz wird hier verarbeitet, Gebäude werden gebaut und Gäste bewirtet. Die Kaiserwinkl Fischteiche liegen an der Kohlentalstraße und verbinden ein örtliches Freizeitangebot mit Bewirtung. Zugleich pendelten 76,6 Prozent der aktiv Erwerbstätigen mit Wohnsitz in Schwendt zur Arbeit aus. Viele Arbeitswege führen deshalb über die Gemeindegrenze hinaus, während kleine Betriebe und Höfe im Tal wirtschaftlich sichtbar bleiben.
Passroute, Bergbau und Pfarrkirche
Schwendt lag an einer alten Verbindung über den Pass Klobenstein nach Kössen und weiter in Richtung Bayern. Die Gemeinde nennt den Ort einen früheren kleinen Handelsplatz; im Mittelalter wurden in der Umgebung Blei und Eisen gewonnen. Der Bergbau endete gegen Ende des 19. Jahrhunderts. An der Herrenhauswand liegen Reste einer Höhlenburg mit Balkenauflagen und einem früheren Torfundament. Im Dorf erinnern die Pfarrkirche zum heiligen Ägidius und die Bichlkapelle an das religiöse Leben. Passroute, Rohstoffnutzung und Landwirtschaft prägten die Entwicklung des Ortes, bevor Gästeverkehr und heutiges Handwerk hinzukamen.
Dorfleben und Ausflüge
Im heutigen Schwendt sind Vereinsleben und Ausflüge eng mit dem Dorf verbunden. Musikkapelle, Feuerwehr und Kameradschaft tragen Veranstaltungen im Jahreslauf. Am Ortskern liegen Kirche und Gasthaus; von dort führen Wege zu den Höfen und in die Kaiserwinkler Berglandschaft. Für Besucher bietet sich eine Wanderung an, die im Ort beginnt und den Blick auf die landwirtschaftlich genutzten Flächen öffnet. Die Bichlkapelle bildet neben der Pfarrkirche einen weiteren kleinen Sakralort. Anders als die historischen Reste an der Herrenhauswand liegen diese Ziele im bewohnten Dorf und seiner näheren Umgebung. Schwendt lässt sich dadurch zu Fuß als Siedlung mit Dorfkern, Höfen und Bergzugängen erkunden. Vereine und Gastronomie halten auch außerhalb der Wandersaison Treffpunkte im Ort bereit. Der Kontrast zwischen kleinem Ortskern und offener Tallandschaft bleibt dabei unmittelbar erlebbar.
Quellen und Belege
- STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026
- Schwendt – Wikipedia, feste Artikelversion · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Versionsgeschichte
- Schwendt - GEM2GO WEB - Startseite
- Schwendt - GEM2GO WEB - Startseite - Unser Schwendt - Wissenswertes - Gemeindechronik
- STATISTIK AUSTRIA – Arbeitsstättenzählung 2024
- Wirtschaft A-Z – Gemeinde Schwendt
- Kaiserwinkl Fischteiche – Gemeinde Schwendt
- municipal-3
- Bundesdenkmalamt – Denkmalliste Tirol, Bichlkapelle Schwendt
Stand der Angaben: 15.10.2026
