SCHEIBLINGKIRCHEN-THERNBERG KENNENLERNEN
Scheiblingkirchen-Thernberg: Wege durch das Pittental
Scheiblingkirchen-Thernberg ist eine Marktgemeinde im Bezirk Neunkirchen. Zum Stichtag 1. Jänner 2026 lebten hier 1.933 Menschen; die Gemeindefläche beträgt 37,83 Quadratkilometer. Fünf Ortschaften gehören dazu: Gleißenfeld, Reitersberg, Scheiblingkirchen, Thernberg und Witzelsberg. Die vier Katastralgemeinden heißen Gleißenfeld, Reitersberg, Scheiblingkirchen und Thernberg. Der Name verbindet somit zwei zentrale Orte, während das Gebiet in mehrere Siedlungsräume gegliedert ist. Diese Unterschiede sind auch für Besucher hilfreich: Pfarrkirchen, historische Gebäude und Wanderwege verteilen sich über die Gemeinde und ihre Nachbarschaft.
Im Schlattental und Pittental
Die Marktgemeinde liegt in der Buckligen Welt. Die Gemeindeseite ordnet Thernberg dem Schlattental und Scheiblingkirchen dem Pittental zu; der Gsollberg erreicht 790 Meter. Zum Naturraum gehört der Naturpark Türkensturz. Die Gemeinde beschreibt die Felswand, die künstliche Ruine auf dem Felsen und ein Wanderwegenetz mit Rastplätzen und Aussichtspunkten. Im angrenzenden Pittental verbinden die Meilensteinwege Scheiblingkirchen-Thernberg mit Seebenstein. Kalkklippen, Wiesen mit Altbaumbestand, Höhlen und Buchen-Eichen-Mischwald werden als Besonderheiten dieser Routen genannt.
Zwei Gemeinden werden eine
Die Gemeindechronik hält fest, dass Scheiblingkirchen-Thernberg in seiner heutigen Form seit dem 1. Jänner 1971 besteht. Damals wurde die vorherige Gemeinde Thernberg Scheiblingkirchen eingegliedert. Der Doppelname bewahrt die beiden früheren Gemeindeorte, während die heutige Verwaltung alle fünf Ortschaften umfasst. Die fünf Ortschaften und vier Katastralgemeinden bilden eine weitere Gliederungsebene; die Namen der Verwaltungseinheiten stimmen dabei nicht vollständig mit dem Gemeindenamen überein.
Kirchen und Mesnerhaus
Die Pfarrkirche in Scheiblingkirchen wurde laut Gemeindechronik 1149 errichtet und dem heiligen Rupert sowie der heiligen Magdalena geweiht. Eine weitere Pfarrkirche befindet sich in Thernberg; ihr Patrozinium ist Maria von der Unbefleckten Empfängnis. Im ehemaligen Mesnerhaus in Thernberg richtete die Marktgemeinde eine Erzherzog-Johann-Dokumentation ein. Die örtlichen Bauwerke verbinden damit Pfarrgeschichte und die Erinnerung an Erzherzog Johann, der das Schloss Thernberg 1807 erwarb. Die Scheiblingkirchner Kirche ist eine Rundkirche; bei einer Renovierung 1996 wurden Fresken aus dem 15. und 16. Jahrhundert freigelegt. Ihre starken Mauern, versteckten Stiegen und Schießscharten erinnern an die frühere Wehrfunktion. In Thernberg erinnert die Ruine auf dem Berg an den alten Burgort; das Mesnerhaus bewahrt die Dokumentation zu Erzherzog Johann. Die Gemeinde verweist auf die ungewöhnliche Rundform des Gotteshauses.
Meilensteine im Pittental
Die Marktgemeinde beschreibt die Meilensteinwege als mehrere Rundwanderungen unterschiedlicher Länge zwischen Scheiblingkirchen-Thernberg und Seebenstein. Sie führen zur Burg Seebenstein, zur Ruine Türkensturz und zum Aussichtspunkt Annenruh. Auf den Wegen liegen außerdem Kalkklippen, Wiesen mit Altbaumbestand, Höhlen und ein Buchen-Eichen-Mischwald. Die Gemeinde stellt damit ein konkretes Netz aus Siedlungsorten, Bauwerken und Naturpunkten vor; die einzelnen Routen sind unterschiedlich lang. Die Gemeinde hebt außerdem seltene Pflanzen- und Tierarten sowie weite Ausblicke hervor. Für Familien und Gelegenheitswanderer sind die Rundwege ebenso gedacht wie für Naturinteressierte; sie lassen sich mit weiteren Wegen der Region kombinieren oder verlängern.
Quellen und Belege
Stand der Angaben: 09.10.2026
