MARKTGEMEINDE · STEIERMARK

Sankt Michael in Obersteiermark

Verkehrsknoten, Marktort und geschichtlicher Übergang im Liesingtal

GEMEINDEKENNZIFFER61113
Winterlicher Blick vom Flaterberg auf Sankt Michael in Obersteiermark
Winterlicher Blick vom Flaterberg auf Sankt Michael in Obersteiermark · Foto: David Bauer · „St. Michael in Obersteiermark Panorama“ · Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0 · Für regionalinfo.at verkleinert und als AVIF komprimiert; kein zusätzlicher Zuschnitt. Weitergabe unter derselben Bildlizenz.
Einwohner
2 999
01.01.2026
Fläche
56,09 km²
Bevölkerungsdichte
53,5
Einwohner je km²
PLZ des Gemeindeamtes
8770
Keine vollständige PLZ-Liste

Datenquelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026 · aufbereitet für regionalinfo.at.

SANKT MICHAEL IN OBERSTEIERMARK KENNENLERNEN

Sankt Michael – Markt an zwei Tälern

Sankt Michael in Obersteiermark liegt dort, wo sich das Liesingtal dem Murtal öffnet. Die Marktgemeinde im Bezirk Leoben zählt 2.999 Einwohner und umfasst 56,09 Quadratkilometer. Zum Gemeindegebiet gehören neben dem Markt mehrere Streusiedlungen in Seitenlagen, darunter Vorder- und Hinterlainsach. Die Verbindung von Talachsen prägt den Ort bis heute: Der Bahnhof bindet die Region an das Bahnnetz an, während die A 9 und die Straßenverbindungen durch das Liesingtal den Verkehr bündeln. Sankt Michael ist damit zugleich Wohnort, regionaler Versorgungsplatz und ein wichtiger Durchgangspunkt in der Obersteiermark.

Marktort im Talraum

Der Ortskern liegt im breiteren Talboden, während die Gemeinde mit mehreren Ortschaften in Seitentäler und Hänge ausgreift. Im Norden und Süden wechseln Siedlungsbereiche mit bewaldeten Höhen; an der Mur bei Auwald liegt der tiefste Punkt des Gemeindegebiets. Die Lage an der Kreuzung von Murtal und Liesingtal erklärt die frühe Bedeutung des Ortes als Übergang und Rastplatz. Heute ist diese Funktion besonders am Bahnhof spürbar: St. Michael ist ein Bahnknoten mit Zug-, S-Bahn- und Busverbindungen. Am Bahnhof gibt es einen rund um die Uhr zugänglichen Warteraum und weitere Mobilitätsangebote.

Geschichte zwischen Kirche und Verkehr

Die Walpurgiskirche in Brunn gehört zu den ältesten Sakralbauten der Steiermark. Sie wird in der lokalen Überlieferung mit einer Gründung im 11. Jahrhundert verbunden und ist durch ihre gotischen Glasfenster bekannt. Im Ortskern entwickelte sich über Jahrhunderte ein Markt- und Pfarrleben. Eine zweite Zäsur brachte der Ausbau der Eisenbahn: Mit dem Bahnhof an der Rudolfsbahn erhielt St. Michael im 19. Jahrhundert eine neue Verbindung zu den Industrie- und Verwaltungsorten des Murtals. Später kamen Autobahn und überregionale Straßen hinzu.

Arbeit, Versorgung und Pendeln

Für 2024 zählte Statistik Austria in der Marktgemeinde 192 Arbeitsstätten und 1.184 Beschäftigte in Arbeitsstätten. 82,6 Prozent der Beschäftigungsverhältnisse lagen im tertiären Sektor; zugleich pendelten 81,0 Prozent der aktiv Erwerbstätigen mit Wohnort Sankt Michael aus. Der Bahnhof, öffentliche Dienste, Handel und regionale Versorgung bilden Tätigkeitsfelder, die zur Funktion als Knotenort passen. Die Mayer Recycling GmbH hat ihren Standort in Murfeld 1 und arbeitet in der Abfall-, Umwelt- und Ressourcenwirtschaft. Es gewinnt Ersatzbrennstoffe und Sekundärrohstoffe zurück. Damit ist neben dem Verkehrsknoten auch Kreislaufwirtschaft eine konkret belegte örtliche Tätigkeit. Die Arbeitsstättenstatistik zählt Beschäftigungsverhältnisse am Arbeitsort; der hohe Auspendleranteil zeigt zugleich die enge Verbindung mit Arbeitsplätzen außerhalb der Gemeinde.

Ortsleben und Besuch

Der Marktort bündelt Einrichtungen für die sieben Ortschaften der Gemeinde. Das Volkshaus dient als Veranstaltungsort; Schulen, kommunale Dienste und Sportangebote prägen den Alltag. Die Pfarrkirche im Zentrum und die Walpurgiskirche in Brunn machen die religiöse Geschichte an zwei unterschiedlichen Orten sichtbar. Für Besucher ist die Walpurgiskirche ein gut belegtes Ziel: Sie steht im Ortsteil Brunn und kann von außen als historisches Bauwerk besucht werden. Vom Bahnhof sind die Orte des Murtals und Liesingtals mit Bahn und Bus erreichbar; die Walpurgiskirche liegt dagegen außerhalb des Zentrums in Brunn.

Quellen und Belege

Stand der Angaben: 14.10.2026

GEOGRAFIE

Sankt Michael in Obersteiermark auf der Karte

Gemeindegebiet · Stand 01.01.2026

Rot: aus amtlichen Gemeindegrenzen abgeleitet und für die Anzeige vereinfacht. Kartenhintergrund: basemap.at. Quellen und Methodik

GEMEINDE IN ZAHLEN

Einwohner im Zeitvergleich

StichtagEinwohner
31.10.2011 · Registerzählung3 079
31.10.2021 · Registerzählung3 075
01.01.2026 · Bevölkerungsstand2 999

Die Abstände zwischen den Stichtagen sind unterschiedlich. Quelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026.

Gebäude · 31.10.2021
870
NUTS-3-Region
Östliche Obersteiermark (AT223)

VOR ORT ENTDECKEN

Besonderheiten & Ausflugsziele

ÜBER DIE GEMEINDEGRENZE HINAUS

Nachbargemeinden von Sankt Michael in Obersteiermark

Nachbarschaft aus gemeinsamen Grenzabschnitten der amtlichen Geometrien abgeleitet. Reine Berührungspunkte und ausländische Gemeinden sind nicht enthalten.