GEMEINDE · STEIERMARK

Sankt Martin am Wöllmißberg

Eine kleine Gemeinde, deren Alltag von Landwirtschaft, Höhenlage und Teigitschtal geprägt wird.

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Sankt Martin am Wöllmißberg mit Blick in die Hügellandschaft
Sankt Martin am Wöllmißberg mit Blick in die Hügellandschaft · Foto: Christian Pirkl · „Sankt Martin am Wöllmißberg 294A4963“ · Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0 · Für regionalinfo.at verkleinert und als AVIF komprimiert; kein zusätzlicher Zuschnitt. Weitergabe unter derselben Bildlizenz.
Einwohner
770
01.01.2026
Fläche
25,58 km²
Bevölkerungsdichte
30,1
Einwohner je km²
PLZ des Gemeindeamtes
8580
Keine vollständige PLZ-Liste

Datenquelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026 · aufbereitet für regionalinfo.at.

SANKT MARTIN AM WÖLLMISSBERG KENNENLERNEN

Sankt Martin am Wöllmißberg: Höfe, Wald und Wege

Sankt Martin am Wöllmißberg liegt auf rund 704 Metern Höhe südlich von Köflach und Voitsberg. Die Gemeinde umfasst 25,58 Quadratkilometer und zählt 770 Einwohner (Stand 1. Jänner 2026). Drei Ortschaften verteilen sich zwischen Gößnitzbach und Teigitsch; Wald und Wiesen prägen einen großen Teil des Gebiets. Die Höhenlage und die weit auseinanderliegenden Siedlungen geben dem Alltag einen anderen Rhythmus als im Tal: Wege, Hoflagen und die Verbindung zu den Nachbarorten sind wichtige Bezugspunkte. Zugleich macht die Landschaft die Gemeinde zu einem Ausgangspunkt für Wanderungen.

Zwischen Wald und Teigitsch

Der Wöllmißberg bildet den zentralen Höhenzug zwischen den Wasserläufen. Am südlichen Gemeinderand liegt ein Teil des Schusterbauerkogels. Die Täler der Teigitsch und des Gößnitzbachs stehen in enger Beziehung zur Energiegeschichte der Region: An der Teigitsch entstanden Stauseen und Wasserkraftwerke, darunter das Kraftwerk Arnstein bei der Langmannsperre. Die Gemeinde selbst wird heute vor allem durch Forst- und Milchwirtschaft geprägt. Kleinere Gewerbe- und Tourismusbetriebe ergänzen diese Tätigkeiten. Die Autobahn A2 verläuft durch das Gebiet; sie verbindet die Höhenlage mit regionalen Zentren, verändert aber auch das Landschaftsbild.

Wirtschaft und Arbeitswege

Die Arbeitsstättenzählung 2024 zählt in Sankt Martin 90 Arbeitsstätten und 152 Beschäftigte in Arbeitsstätten. 51,1 Prozent der Arbeitsstätten und 34,9 Prozent der Beschäftigten entfallen auf den primären Sektor. Der sekundäre Sektor stellt weitere 34,2 Prozent der Beschäftigten. 78,5 Prozent der aktiv Erwerbstätigen mit Wohnort in der Gemeinde pendeln aus. Die Gemeinde nennt Forst- und Milchwirtschaft als tragende lokale Tätigkeiten. Hinzu kommt Wasserkraft: Das Speicherkraftwerk St. Martin liegt im Gemeindegebiet und ist seit 1965 in Betrieb; seine Engpassleistung beträgt 9,8 Megawatt. Es ist Teil der Teigitsch-Kraftwerksgruppe und erzeugt Strom aus gespeichertem Wasser. Die Werte der Beschäftigtenstatistik messen Arbeitsstätten am Standort, nicht die Zahl der Bewohner, die dort wohnen oder auspendeln.

Spuren im Dorf

Das Wöllmißberger Heimatmuseum ist im früheren Schulhaus untergebracht. Seine Sammlung umfasst rund 650 Gegenstände und zeigt bäuerliches Handwerk, Wohnen und Arbeiten sowie den Bau der Kraftwerksgruppe im Teigitschtal. Historische Fotografien und Gebrauchsgegenstände machen sichtbar, wie stark Alltag und Erwerb früher an Landwirtschaft und Infrastruktur gebunden waren. Das Museum ist ein lokaler Erinnerungsort, kein allgemeines Freilichtmuseum; einen Besuch sollten Interessierte mit der Gemeinde abstimmen. Im Ort erinnert außerdem ein Denkmal an den Schriftsteller Anton Wildgans, der 1925 hier mit seinem Epos „Kirbisch“ begann.

Wege und gemeinschaftliches Leben

Der Hans-Kloepfer-Rundwanderweg führt durch das Gemeindegebiet. Freiwillige pflegen die Wege und erneuern Markierungen; nach Hochwasserschäden mussten einzelne Abschnitte umgeleitet und Brücken repariert werden. Die Gemeinde arbeitet mit Edelschrott und Hirschegg-Pack im Tourismusverband Steirische Rucksackdörfer zusammen. Wandern erschließt damit nicht nur die Hänge, sondern verbindet die kleine Gemeinde mit einem größeren regionalen Wegenetz. Volksschule, Kindergarten, Vereine und Kulturangebote tragen das örtliche Gemeinschaftsleben. Heimatmuseum und Wildgans-Denkmal ergänzen die Naturwege um kulturelle Anlaufpunkte zwischen Alltagsgeschichte und Literatur.

Quellen und Belege

Stand der Angaben: 14.10.2026

GEOGRAFIE

Sankt Martin am Wöllmißberg auf der Karte

Gemeindegebiet · Stand 01.01.2026

Rot: aus amtlichen Gemeindegrenzen abgeleitet und für die Anzeige vereinfacht. Kartenhintergrund: basemap.at. Quellen und Methodik

GEMEINDE IN ZAHLEN

Einwohner im Zeitvergleich

StichtagEinwohner
31.10.2011 · Registerzählung831
31.10.2021 · Registerzählung804
01.01.2026 · Bevölkerungsstand770

Die Abstände zwischen den Stichtagen sind unterschiedlich. Quelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026.

Gebäude · 31.10.2021
337
NUTS-3-Region
West- und Südsteiermark (AT225)

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Besonderheiten & Ausflugsziele

ÜBER DIE GEMEINDEGRENZE HINAUS

Nachbargemeinden von Sankt Martin am Wöllmißberg

Nachbarschaft aus gemeinsamen Grenzabschnitten der amtlichen Geometrien abgeleitet. Reine Berührungspunkte und ausländische Gemeinden sind nicht enthalten.