SANKT MAREIN IM MÜRZTAL KENNENLERNEN
Am Fuß der Fischbacher Alpen
Sankt Marein im Mürztal liegt nordöstlich von Kapfenberg am Übergang vom Mürztal in die bewaldeten Fischbacher Alpen. Die Marktgemeinde zählt 2.826 Einwohner auf 29,48 Quadratkilometern (Stand 1. Jänner 2026). Zum Gemeindegebiet gehört auch Frauenberg mit der hoch über dem Tal gelegenen Wallfahrtskirche Maria Rehkogel.
Vom Tal in die Höhen
Im Tal liegt Sankt Marein auf etwas mehr als 500 Metern Seehöhe; südlich davon steigt das Gebiet bis in die Fischbacher Alpen auf. Frauenberg, Graschnitz, Sonnleiten und der Hauptort bilden unterschiedliche Siedlungsräume, die seit der Gemeindefusion 2015 unter einem Namen verwaltet werden. Der Höhenunterschied zeigt sich auch in der Landschaft: Siedlungen und Verkehrswege liegen im Mürztal, darüber folgen bewaldete Hänge und einzelne Höfe. Knapp vier Fünftel der Gemeindefläche sind Wald, während landwirtschaftlich genutzte Flächen vor allem in den offenen Tal- und Hanglagen liegen.
Handwerk, Bau und Pendelwege
In Sankt Marein verbinden sich kleine Gewerbe mit Arbeitsplätzen außerhalb der Gemeinde. Die Arbeitsstättenzählung 2024 weist 218 Arbeitsstätten und 777 Beschäftigte aus; 85,1 Prozent der aktiv Erwerbstätigen am Wohnort pendelten aus. Zu den örtlichen Tätigkeiten zählt das Baugewerbe: MENTOR Bau sitzt in der Mürzstraße, und im Gewerbepark ist mit DFW Wöls ein weiterer Baubetrieb eingetragen. Dazu kommen Arbeiten an Gebäuden und Außenanlagen, wie sie ein lokaler Erdbau- und Aushubbetrieb anbietet. Der statistisch hohe Auspendleranteil beschreibt deshalb nur einen Teil des Alltags: Vor Ort gibt es Handwerks- und Dienstleistungsbetriebe, während viele Beschäftigte ihre Arbeitsplätze im Mürztal außerhalb der Gemeinde erreichen.
Gemeinde mit mehreren Ortsteilen
Die Fusion mit Frauenberg im Jahr 2015 verband den Marktort mit einem weitläufigeren Höhengebiet, ohne die einzelnen Ortschaften aufzulösen. Im Tal konzentrieren sich Gemeindeamt, Pfarrkirche und Alltagswege; auf den Hängen liegen kleinere Siedlungen und Höfe. Sankt Marein hat einen eigenen Bahnhof an der Südbahn; die Semmering-Schnellstraße S 6 durchquert das Gemeindegebiet. Im Hauptort gibt es Kindergarten, Volksschule und Mittelschule; für weitere Angebote führen Wege in die größeren Orte des Mürztals. Die Pfarrkirche an der Hauptstraße und die Wallfahrtskirche auf dem Frauenberg stehen für zwei unterschiedliche Treffpunkte innerhalb derselben Gemeinde.
Maria Rehkogel über dem Mürztal
Frauenberg ist vor allem durch die Wallfahrtskirche Maria Rehkogel geprägt. Der Kirchenstandort liegt auf einem Bergrücken mit weitem Blick über das Mürztal. Anstelle einer älteren Kapelle entstand 1489 eine spätgotische Kirche; die Wallfahrtstradition besteht bis heute. Auch das Innere hat Besonderheiten: Die Orgel besitzt 19 Register und 872 Pfeifen, die älteste der vier Glocken stammt aus dem Jahr 1581. Der Ort ist nicht bloß ein Aussichtspunkt, sondern weiterhin ein kirchliches Ziel mit regelmäßigen Gottesdiensten und Wallfahrten. Wer hinauffährt oder aufsteigt, erlebt den deutlichen Wechsel zwischen dem Talboden und dem offenen Bergrücken. Die Lage verbindet damit ein religiöses Zentrum mit einem gut erkennbaren Landschaftsraum der Gemeinde.
Quellen und Belege
- STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026
- Sankt Marein im Mürztal – Wikipedia, feste Artikelversion · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Versionsgeschichte
- STATISTIK AUSTRIA – Arbeitsstättenzählung 2024
- WKO Firmen A-Z – Bau in Sankt Marein im Mürztal
- Erdbau Hierzenhofer
- Marktgemeinde Sankt Marein – Wallfahrtskirche
- Pfarre Maria Rehkogel
- Sankt Marein im Mürztal – Gemeindeportal
- Pfarrkirche Sankt Marein im Mürztal – Marktgemeinde
Stand der Angaben: 14.10.2026
