GEMEINDE · OBERÖSTERREICH

Oberwang

Die Gemeinde verbindet eine waldreiche Hügellandschaft mit bäuerlicher Arbeit, Handwerk und einem ungewöhnlichen Themenweg.

GEMEINDEKENNZIFFER41721
Kirche in Oberwang
Kirche in Oberwang · Foto: Thomas Ledl · „Oberwang Kirche“ · Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0 at · Für regionalinfo.at verkleinert und als AVIF komprimiert; kein zusätzlicher Zuschnitt. Weitergabe unter derselben Bildlizenz.
Einwohner
1 763
01.01.2026
Fläche
38,77 km²
Bevölkerungsdichte
45,5
Einwohner je km²
PLZ des Gemeindeamtes
4882
Keine vollständige PLZ-Liste

Datenquelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026 · aufbereitet für regionalinfo.at.

OBERWANG KENNENLERNEN

Oberwang zwischen Waldhängen und Mondseeland

Oberwang liegt auf den Höhen zwischen dem Mondsee und dem nördlichen Alpenvorland. Die Gemeinde im Bezirk Vöcklabruck zählt 1.763 Einwohnerinnen und Einwohner (Stand 1. Jänner 2026) auf 38,77 Quadratkilometern. Ihre sechs Ortschaften verteilen sich über ein deutlich größeres Gebiet als der kompakte Ortskern vermuten lässt; Waldhänge, Höfe und kleine Siedlungen prägen den Alltag.

Eine Wasserscheide im Hügelland

Oberwang liegt auf rund 573 Metern Seehöhe. Im Gemeindegebiet trennt eine Wasserscheide die Abflüsse: Nördlich führt der Ruezingbach zur Dürren Ager, südlich fließt die Wangauer Ache in Richtung Mondsee. Wälder bedecken einen großen Teil der Hänge, während Wiesen und landwirtschaftliche Flächen die offenen Lagen bestimmen. Die Gemeinde umfasst die Ortschaften Gessenschwandt, Großenschwandt, Oberaschau, Oberwang, Radau und Traschwandt. Diese Streuung erklärt, weshalb das Ortsleben nicht nur am zentralen Gemeindeplatz stattfindet. Der Mondsee ist nahe, doch Oberwang selbst ist eine Hügellandgemeinde; Wege, Höfe und Blickbeziehungen verbinden die einzelnen Ortsteile.

Handwerk und Produktion im ländlichen Raum

Die AEST 2024 zählt in Oberwang 224 Arbeitsstätten. 36,6 Prozent davon gehören zum primären Sektor, 17,4 Prozent zum sekundären Sektor. An den Arbeitsorten der Gemeinde waren 828 Menschen beschäftigt; 35,9 Prozent davon im sekundären Sektor. Die Zahlen zeigen landwirtschaftliche Betriebe und eine beachtliche Produktion nebeneinander, ohne die Wohnorte der Beschäftigten zu beschreiben. In Gessenschwandt fertigt STS Fertigteile Betonstiegen nach Standardmaßen und für einzelne Bauprojekte. Am selben Standort entstehen unter der Marke uniQum auch 3D-gedruckte Betonteile für Sonderformen, etwa für Architektur und Gestaltung. Diese Produktion gibt dem ländlichen Wirtschaftsbild einen konkreten handwerklich-industriellen Schwerpunkt.

Ortswissen zum Anfassen

Die Lebensroas ist ein rund zwei Kilometer langer Rundweg mit zwölf Stationen. Sie führt nicht bloß durch die Landschaft, sondern macht örtliche Geschichte und Arbeitsweisen erfahrbar: Stationen behandeln etwa Handwerk, Holzwirtschaft, Landwirtschaft, Flachsverarbeitung und die Biografien von Menschen aus Oberwang. Hörangebote, Tastkästen und Spielstationen richten sich an unterschiedliche Altersgruppen. Der Weg entstand aus einem regionalen Projekt und wird von einem Verein erhalten. Für Bewohner kann er ein ungewöhnlicher Zugang zur eigenen Ortsgeschichte sein; für Gäste erschließt er Oberwang jenseits der Durchfahrt. So verbindet das Angebot Bewegung mit Wissen über den Ort, statt eine einzelne Sehenswürdigkeit isoliert zu präsentieren.

Mondsee, Abt Konrad und die Kirchen

Der Ortsname Oberwang erscheint 951 in einer Urkunde zu einer Waldschenkung an das Kloster Mondsee. Eine lokale Überlieferung erinnert an Abt Chunrad, der 1145 nach einem Gottesdienst in Oberwang ermordet worden sein soll; die Konradkirche und der Konradbrunnen knüpfen an diese Geschichte an. Die Kirche ist dem heiligen Martin geweiht und stammt in ihrer Grundanlage aus dem späten Mittelalter. Im Zentrum steht außerdem die Pfarrkirche mit einem Hochaltar von Meinrad Guggenbichler, der die Geschichte des heiligen Kilian darstellt. Sakralbauten sind damit nicht nur historische Gebäude, sondern sichtbare Bezugspunkte einer Gemeinde, deren kulturelle Beziehungen über Jahrhunderte zum Mondseeland reichten.

Kirche und Rundweg als öffentliche Ziele

Die Lebensroas beginnt als Rundweg im Ortsbereich und bietet zwölf Stationen mit lokalen Themen. Ein zweites Ziel ist die Konradkirche in Oberwang: Sie ist dem heiligen Martin geweiht und mit der Erinnerung an Abt Konrad verbunden. Für den Kirchenbesuch ist die Pfarrgemeinde als Ansprechstelle angeführt; eine pauschale tägliche Öffnungszeit ist nicht ausgewiesen. Beide Ziele zeigen unterschiedliche Seiten des Orts: die eine vermittelt Geschichte und Alltagskultur im Freien, die andere bewahrt religiöse Kunst und Erinnerung.

Quellen und Belege

Stand der Angaben: 13.10.2026

GEOGRAFIE

Oberwang auf der Karte

Gemeindegebiet · Stand 01.01.2026

Rot: aus amtlichen Gemeindegrenzen abgeleitet und für die Anzeige vereinfacht. Kartenhintergrund: basemap.at. Quellen und Methodik

GEMEINDE IN ZAHLEN

Einwohner im Zeitvergleich

StichtagEinwohner
31.10.2011 · Registerzählung1 599
31.10.2021 · Registerzählung1 748
01.01.2026 · Bevölkerungsstand1 763

Die Abstände zwischen den Stichtagen sind unterschiedlich. Quelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026.

Gebäude · 31.10.2021
557
NUTS-3-Region
Traunviertel (AT315)

VOR ORT ENTDECKEN

Besonderheiten & Ausflugsziele

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Nachbargemeinden von Oberwang

Nachbarschaft aus gemeinsamen Grenzabschnitten der amtlichen Geometrien abgeleitet. Reine Berührungspunkte und ausländische Gemeinden sind nicht enthalten.