MARKTGEMEINDE · OBERÖSTERREICH

Niederwaldkirchen

Ein Markt, verstreute Bauernhöfe und ein dichtes Wegenetz prägen die Gemeinde im oberen Mühlviertel.

GEMEINDEKENNZIFFER41323
Kirche in Niederwaldkirchen
Kirche in Niederwaldkirchen · Foto: Bernhard Falkinger · „Frühling in Niederwaldkirchen“ · Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0 · Für regionalinfo.at verkleinert und als AVIF komprimiert; kein zusätzlicher Zuschnitt. Weitergabe unter derselben Bildlizenz.
Einwohner
1 858
01.01.2026
Fläche
28,21 km²
Bevölkerungsdichte
65,9
Einwohner je km²
PLZ des Gemeindeamtes
4174
Keine vollständige PLZ-Liste

Datenquelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026 · aufbereitet für regionalinfo.at.

NIEDERWALDKIRCHEN KENNENLERNEN

Niederwaldkirchen im Tal des Pesenbachs

Der Pesenbach schneidet das Gemeindegebiet von Niederwaldkirchen in Nord-Süd-Richtung. Die Marktgemeinde im Bezirk Rohrbach zählte am 1. Jänner 2026 1.858 Einwohner und umfasst 28,21 Quadratkilometer.

Zwischen Pesenbach und Hansberg

Der Hauptort liegt etwa 524 Meter hoch im Mühlviertler Hügelland. Im Norden reicht die Gemeinde an den Hansberg, im Süden verlässt der Pesenbach das Gebiet in niedrigerer Lage. Neben dem Markt prägen Dörfer wie Allersdorf, Drautendorf, Uttendorf und Wolkersdorf das Ortsbild; zahlreiche Einzelgehöfte liegen verstreut zwischen den Ortsteilen. Markierte Wege erschließen sowohl das Tal als auch die Höhen. Die Naturdenkmäler in Steinbach, darunter eine Linde mit fast sechs Metern Stammumfang, machen die Landschaft auch im Kleinen erfahrbar.

Spezialmaschinen und Dienstleistungsarbeit

Niederwaldkirchen ist ein Arbeitsort mit einem breiten Dienstleistungsbereich. 2024 gab es 193 Arbeitsstätten und 734 Beschäftigungsverhältnisse; 63,5 Prozent entfielen auf den tertiären Sektor. 75,8 Prozent der aktiv Erwerbstätigen mit Wohnsitz in der Gemeinde pendelten aus. Zugleich fertigt die SOMA Sondermaschinen- und Werkzeugbau GmbH in Zeißendorf Spezialmaschinen, kleine und kleinste Teile sowie Werkzeuge. Das zeigt eine konkrete Produktion vor Ort, die auf individuelle Lösungen für verschiedene Industriezweige ausgerichtet ist. Die Zahlen beschreiben die örtlichen Arbeitsstätten und die Wohnorte der Erwerbstätigen getrennt: Viele arbeiten außerhalb, doch Handel, Dienstleistungen und spezialisierte Fertigung tragen die örtliche Wirtschaft.

Wege durch das Pesenbachtal

Fünf markierte Wanderwege führen durch das Gemeindegebiet. Der Mühlenweg Steinbach verbindet mehrere frühere Mühlen im Pesenbachtal und führt an den Granitfiguren bei Lackner sowie an der alten Linde vorbei. Er ist sieben Kilometer lang; wer in Niederwaldkirchen startet, verlängert die Strecke auf etwa zehn Kilometer. Eine andere Route, die Pesenbach-Hansberg-Runde, führt durch das Tal und hinauf zum Aussichtsberg. Diese Wege machen die kleinräumigen Unterschiede der Gemeinde sichtbar: Die Bachniederung, die Mühlstandorte und die Höhen wechseln auf relativ kurzer Strecke.

Eine alte Pfarre im heutigen Markt

Die Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt bildet den Mittelpunkt des Marktes. Ihr steinerner Vorgänger dürfte um das Jahr 1000 entstanden sein; romanische Spuren sind im heutigen Bau noch erkennbar. 1009 wird Niederwaldkirchen bereits als Pfarre genannt. Später hieß der Ort in Urkunden „Cella Sanctae Mariae“, was auf seine Marienverehrung verweist. Die Kirche wurde im 19. Jahrhundert erweitert und blieb zugleich ein Ort des Gemeindelebens. Ihre lange Nutzung verbindet die frühe Siedlungsgeschichte mit den heutigen Festen und Gottesdiensten im Ortszentrum.

Marktort und Verbindungen in die Region

Die Streulage prägt auch, wie sich Niederwaldkirchen nach außen orientiert. Die Rohrbacher Straße B 127 verläuft durch das Gemeindegebiet; im Westen liegen die Haltestellen Kleinzell im Mühlkreis und Neuhaus-Niederwaldkirchen an der Mühlkreisbahn. Von dort bestehen Verbindungen Richtung Linz und Rohrbach-Berg. Gleichzeitig bündeln sich im Hauptort Gemeindeverwaltung, Pfarrkirche und lokale Einrichtungen. Niederwaldkirchen ist damit weder nur eine Ansammlung verstreuter Höfe noch ein abgeschlossener Markt: Der Ort erfüllt Aufgaben für seine Ortsteile und bleibt in die Verkehrs- und Arbeitsbeziehungen des Bezirks eingebunden.

Quellen und Belege

Stand der Angaben: 11.10.2026

GEOGRAFIE

Niederwaldkirchen auf der Karte

Gemeindegebiet · Stand 01.01.2026

Rot: aus amtlichen Gemeindegrenzen abgeleitet und für die Anzeige vereinfacht. Kartenhintergrund: basemap.at. Quellen und Methodik

GEMEINDE IN ZAHLEN

Einwohner im Zeitvergleich

StichtagEinwohner
31.10.2011 · Registerzählung1 758
31.10.2021 · Registerzählung1 850
01.01.2026 · Bevölkerungsstand1 858

Die Abstände zwischen den Stichtagen sind unterschiedlich. Quelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026.

Gebäude · 31.10.2021
650
NUTS-3-Region
Mühlviertel (AT313)

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Besonderheiten & Ausflugsziele

ÜBER DIE GEMEINDEGRENZE HINAUS

Nachbargemeinden von Niederwaldkirchen

Nachbarschaft aus gemeinsamen Grenzabschnitten der amtlichen Geometrien abgeleitet. Reine Berührungspunkte und ausländische Gemeinden sind nicht enthalten.