NATTERS KENNENLERNEN
Natters: Wohnen, Versorgung und Freiraum
Natters liegt in einer Mulde auf der Mittelgebirgsterrasse südwestlich von Innsbruck. Der Tiroler Ort im Bezirk Innsbruck-Land zählt 2.190 Einwohner (Stand 1. Jänner 2026) und umfasst 7,32 km². Ein enger historischer Dorfkern, neue Wohngebiete und große Freiflächen liegen hier nah beieinander; Bahn und Straße verbinden den Ort mit der Landeshauptstadt.
Dorfkern und offene Landschaft
Das Gemeindegebiet reicht vom Hauptort mit seinem engen historischen Kern über angrenzende Neubaugebiete bis zu Weilern und Einzelhöfen. Zwischen den Siedlungsbereichen liegen zusammenhängende Wiesen und Waldflächen, die das Ortsbild prägen. Die Gemeinde beschreibt Natters als Wohngemeinde, deren Entwicklung eng mit der Nähe zu Innsbruck verbunden ist. Die Stubaitalbahn fährt seit 1904 und stellt weiterhin eine wichtige öffentliche Verbindung in die Stadt dar. Der Ortsteil Sonnenburg liegt nahe der Auffahrt zur Brennerroute. So treffen kurze Alltagswege im Dorf auf Pendelbewegungen in den Ballungsraum. Der Natterer Boden und die Flächen um Edenhausen trennen bebaute Bereiche durch Wiesen und Wald. Das kleinteilige Siedlungsmuster bleibt auch an den Rändern des Hauptortes erkennbar.
Krankenhaus, Handwerk und Pendeln
In Natters wurden 2024 205 Arbeitsstätten gezählt; die Beschäftigten in Arbeitsstätten entfielen zu 81,2 Prozent auf Dienstleistungen. 77,6 Prozent der aktiv Erwerbstätigen am Wohnort pendelten aus. Vor Ort bündelt das Landeskrankenhaus medizinische Versorgung und Arbeitsplätze; die Gemeinde verzeichnet es an der Adresse In der Stille 20. Im Gewerbegebiet nahe der Autobahnabfahrt nennt das örtliche Raumordnungskonzept außerdem Metzgereibetriebe. Landwirtschaftliche Betriebe liegen im und um das Zentrum. Diese Tätigkeiten stehen neben der Funktion als Wohnort: Ein großer Teil der Erwerbstätigen fährt aus, während Klinik, Handwerk und Landwirtschaft konkrete Arbeit im Gemeindegebiet sichern.
Waidburg und Natterer See
Natters wurde 1151 als „Naters“ urkundlich erwähnt; Funde belegen eine deutlich frühere Besiedlung. Die Waidburg entstand um 1518 als Ansitz und dient heute als Gemeindehaus. Auch der Natterer See hat eine lange Geschichte: Als Ödenhauser Weiher wurde er um 1480 angelegt, trocknete später aus und erhielt 1928 wieder Wasser, um eine Badeanstalt zu schaffen. Aus der 1940 eingerichteten Lungenheilstätte entwickelte sich das heutige Landeskrankenhaus.
See und Dorfwege
Am westlichen Rand des Gemeindegebiets liegt der Natterer See. Dort betreibt das Ferienparadies einen Campingplatz; das Land Tirol führt den See als Badegewässer für die Sommersaison. Im Ort bilden Pfarrkirche und Waidburg Ankerpunkte für einen Spaziergang durch den historischen Kern. Die Wege führen von den engen Straßen rasch zu Freiflächen und Waldstücken. Auch der Natterer Boden ist als Landschaftsraum für Spaziergänge bekannt. Natters bietet damit nahe Ziele für einen kurzen Aufenthalt im Freien; für längere Wege in die Stadt ist die Stubaitalbahn eine alltägliche Verbindung. Die heutige Pfarrkirche St. Michael wurde 1451 geweiht; ihr Inneres erhielt später barocke und neugotische Elemente. Als Pfarrkirche im alten Dorfkern ist sie weiterhin ein Ort regelmäßiger Gottesdienste.
Quellen und Belege
- STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026
- Natters – Wikipedia, feste Artikelversion · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Versionsgeschichte
- Statistik Austria – Arbeitsstättenzählung 2024, Gemeindeergebnisse
- Gemeinde Natters – Örtliches Raumordnungskonzept, Dezember 2023
- Gemeinde Natters – Öffentliches Landeskrankenhaus Natters
- Gemeinde Natters – Geschichte
- Gemeinde Natters – Ferienparadies Natterersee
- Land Tirol – Natterer See, Nord
- Diözese Innsbruck – Gottesdienste Natters
Stand der Angaben: 14.10.2026
