MUTTERS KENNENLERNEN
Mutters: Dorf über Innsbruck
Mutters liegt auf einer sonnigen Mittelgebirgsterrasse südwestlich von Innsbruck und blickt über das Inntal. Die Gemeinde im Bezirk Innsbruck-Land besteht aus mehreren Ortsteilen und zählt 2.322 Einwohner (Stand 1. Jänner 2026) auf 19,03 km². Der gewachsene Dorfkern, die Stubaitalbahn und das Naherholungsgebiet an der Mutterer Alm verbinden den Ort mit Stadt und Berg.
Ein Dorf aus mehreren Ortsteilen
Zum Gemeindegebiet gehören Mutters, Kreith und Raitis sowie kleinere Weiler und Höfe. Der alte Ortskern bewahrt seinen dörflich-bäuerlichen Charakter, während die Nähe zur Landeshauptstadt neue Wohngebiete entstehen ließ. Die Stubaitalbahn erschließt die Gemeinde mit mehreren Haltestellen und führt durch eine Landschaft aus Siedlungen, Wiesen und Wald. Mutters liegt am Eingang des Stubaitals, unterhalb der Nockspitze; von hier führen Wege in Richtung Mutterer Alm und zu den Almen oberhalb von Raitis und Kreith. Kreith hat einen eigenen Dorfkern; die Bahn verbindet die Ortsteile mit dem Hauptort und Innsbruck. Das macht Fahrten ohne Auto in die Stadt möglich, während Wege in die Berglandschaft direkt im Gemeindegebiet beginnen.
Dienstleistungen, Tourismus und Pendeln
Für 2024 verzeichnet die Arbeitsstättenzählung 239 Arbeitsstätten; 85,9 Prozent der Beschäftigungsverhältnisse lagen im Dienstleistungssektor; 79,8 Prozent der aktiv Erwerbstätigen am Wohnort pendelten aus. Eine ortsgebundene Dienstleistung ist der Bergbahnbetrieb zur Mutterer Alm: Die Bahn erschließt Wanderwege und Almgebiet; im Sommer bietet der Betreiber Mountain-Cart-Fahrten und im Winter Skifahren sowie Rodeln an. Dazu kommen Gastgewerbe und Freizeitangebote, die Besucher in den Ort bringen. Die Zahlen zeigen zugleich, dass viele Bewohner ihre Arbeit außerhalb finden. Mutters verbindet daher touristische Angebote und lokale Versorgung mit dem Arbeitsmarkt Innsbrucks.
Kirchdorf und Brauch
Die erste urkundliche Nennung von Mutters stammt aus dem frühen 12. Jahrhundert. Die Pfarrkirche zum heiligen Nikolaus wurde 1327 erstmals erwähnt und in ihrer heutigen Form 1510 geweiht. Ihre Lage am Kirchplatz macht sie zum Mittelpunkt des älteren Dorfkerns. Ein eigenständiger Brauch ist das „Bumsa-Schiaßn“ am Nikolaustag: Ein großer hölzerner Schalltrichter verstärkt den Knall eines Vorderladers. Die Tradition verbindet den Kirchenpatron mit einem weithin hörbaren Zeichen im Dorf und wird seit Generationen gepflegt. An der Brennerstraße steht zudem der Schupfen, der Andreas Hofer 1809 als Hauptquartier diente.
Bergwege und Badeplatz
Wanderwege führen von Mutters zur Mutterer Alm und weiter zu Aussichtspunkten. Im Winter nutzen Gäste das Gebiet zum Skifahren und Rodeln. Für den Alltag im Tal bietet das Familienbad einen näher gelegenen Treffpunkt: Es liegt im Ortsteil Birchfeld und umfasst ein Freibad mit Becken für Familien. Die Hirschlacke liegt an der Grenze zu Natters und ist seit 1980 Naturdenkmal. Die Gemeindegrenze verläuft durch den Weiher, sodass das Naturdenkmal nur teilweise auf Mutterer Gebiet liegt. Sie befindet sich nahe der Bergstation der Muttereralmbahn in einer kleinen, von dichtem Fichtenwald umgebenen Geländesenke.
Quellen und Belege
- STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026
- Mutters – Wikipedia, feste Artikelversion · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Versionsgeschichte
- Statistik Austria – Arbeitsstättenzählung 2024, Gemeindeergebnisse
- Gemeinde Mutters – Zahlen und Fakten
- Gemeinde Mutters – Familienbad Mutters
- Muttereralm Innsbruck – offizieller Betrieb
Stand der Angaben: 14.10.2026
