MARKTGEMEINDE · TIROL

Matrei in Osttirol

Als größter Ort des nördlichen Osttirols verbindet Matrei alpine Täler mit regionaler Versorgung und Gewerbe.

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Blick auf Matrei in Osttirol im grünen Tal
Blick auf Matrei in Osttirol im grünen Tal · Foto: Haeferl · „Matrei - Ortsansicht“ · Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0 · Für regionalinfo.at verkleinert und als AVIF komprimiert; kein zusätzlicher Zuschnitt. Weitergabe unter derselben Bildlizenz.
Einwohner
4 592
01.01.2026
Fläche
277,75 km²
Bevölkerungsdichte
16,5
Einwohner je km²
PLZ des Gemeindeamtes
9971
Keine vollständige PLZ-Liste

Datenquelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026 · aufbereitet für regionalinfo.at.

MATREI IN OSTTIROL KENNENLERNEN

Matrei in Osttirol: Markt zwischen Isel und Tauern

Matrei in Osttirol liegt am Zusammenfluss von Isel und Tauernbach und ist ein Marktort am Zugang zu mehreren Hochtälern. Die Gemeinde zählt 4.592 Einwohner (Stand 1. Jänner 2026) und erstreckt sich über 277,75 Quadratkilometer.

Marktort und Seitentäler

Das Gemeindegebiet reicht vom Iseltal in das Tauerntal, Virgental und Defereggental. Neben dem Markt Matrei gehören unter anderem Huben, Zedlach und Siedlungen im Tauerntal zur Gemeinde. Der Ortskern liegt an der Felbertauernstraße, die Lienz mit dem Felbertauerntunnel und dem Salzburger Pinzgau verbindet. Matrei erfüllt dadurch eine Versorgungsfunktion für das nördliche Osttirol: Schulen, Handel und öffentliche Einrichtungen liegen im Markt, während die Ortsteile über ein weitläufiges Gebiet verteilt sind. Die Berge der Hohen Tauern beginnen unmittelbar hinter den Siedlungen und bestimmen sowohl die Wege als auch den Zugang zu den Tälern. In Huben zweigt die Straße ins Defereggental ab; der Ort verbindet dadurch den Markt mit den westlichen Seitentälern.

Gewerbe, Dienste und regionale Arbeit

Die Arbeitsstättenzählung 2024 erfasste in Matrei 436 Arbeitsstätten mit 2.515 Beschäftigten am Arbeitsort. 60,8 Prozent der Stätten lagen im Dienstleistungssektor; 46 Prozent der Beschäftigten arbeiteten dagegen im sekundären Sektor. Im Gewerbegebiet Seblas fertigt die Trost GmbH Metall- und Stahlbauteile, montiert Anlagen und bearbeitet größere Bauteile in eigenen Hallen. Das veranschaulicht eine industrielle Tätigkeit hinter dem hohen Beschäftigtenanteil der Produktion, ohne den gesamten Sektor einem Betrieb zuzuschreiben. Daneben bündeln der Marktort und seine Einrichtungen Handel, Schulen und Dienstleistungen. 48,8 Prozent der aktiv Erwerbstätigen mit Wohnort Matrei pendelten 2024 zur Arbeit aus.

Ein Ortskern mit langer Geschichte

Der Markt Matrei entwickelte sich als regionaler Handels- und Verwaltungsort. Die Pfarrkirche St. Alban prägt den Ortskern; die romanische St.-Nikolaus-Kirche liegt außerhalb des Zentrums. Matrei wurde wiederholt von Bränden und Hochwasserereignissen getroffen: 1895 verwüstete der Bretterwandbach Teile des Ortes, 1897 zerstörte ein Großbrand große Teile des Marktes. Der Wiederaufbau erklärt, warum das Zentrum neben älteren Kirchen auch jüngere Bauten aufweist. Die Ortschronik der Gemeinde dokumentiert die Entwicklung des Marktes und seiner Ortsteile; der heimatkundliche Verein Medaria bewahrt Gegenstände und Zeugnisse aus der hinteren Iselregion.

Berge und Kultur im Alltag

Matrei erschließt den Nationalpark Hohe Tauern, Wanderwege und das Skigebiet Goldried. Im Nationalparkhaus am Kirchplatz erklärt die Ausstellung „Tauernblicke“ in sechs Erlebnisräumen die Natur und die bergbäuerlich geprägten Almen des Schutzgebiets. Ein anderes Ortsbild zeigt das Klaubaufmuseum im Bäckenstodl: Dort sind 126 geschnitzte Larven zu sehen, die eine Matreier Brauchtradition dokumentieren. Beide Häuser sind öffentlich zugänglich, veröffentlichen aber saisonale Öffnungszeiten. Neben diesen Besuchszielen hat der Markt eine Alltagsfunktion für die Region: Das Schulzentrum und die Landesmusikschule liegen hier; Volksschulen bestehen auch in Huben und Zedlach. So verteilt sich das Gemeindeleben auf den Markt und mehrere Ortsteile. In Huben finden örtliche Eishockeyspiele auf einer Kunsteisanlage statt.

Quellen und Belege

Stand der Angaben: 15.10.2026

GEOGRAFIE

Matrei in Osttirol auf der Karte

Gemeindegebiet · Stand 01.01.2026

Rot: aus amtlichen Gemeindegrenzen abgeleitet und für die Anzeige vereinfacht. Kartenhintergrund: basemap.at. Quellen und Methodik

GEMEINDE IN ZAHLEN

Einwohner im Zeitvergleich

StichtagEinwohner
31.10.2011 · Registerzählung4 741
31.10.2021 · Registerzählung4 623
01.01.2026 · Bevölkerungsstand4 592

Die Abstände zwischen den Stichtagen sind unterschiedlich. Quelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026.

Gebäude · 31.10.2021
1 554
NUTS-3-Region
Osttirol (AT333)

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Besonderheiten & Ausflugsziele

ÜBER DIE GEMEINDEGRENZE HINAUS

Nachbargemeinden von Matrei in Osttirol

Nachbarschaft aus gemeinsamen Grenzabschnitten der amtlichen Geometrien abgeleitet. Reine Berührungspunkte und ausländische Gemeinden sind nicht enthalten.