MARTINSBERG KENNENLERNEN
Martinsberg: Markt am Weinsberger Wald
Martinsberg verbindet seinen Marktort mit kleinen Siedlungen am Ostende des Weinsberger Waldes. Die Marktgemeinde im Bezirk Zwettl hatte am 1. Jänner 2026 1039 Einwohner und ist 33,76 Quadratkilometer groß.
Hochland und Teichlandschaft
Der Hauptort liegt auf 825 Metern Seehöhe; die Gemeinde erstreckt sich über zwölf Katastralgemeinden und viele kleine Ortschaften. Acker- und Grünland wechseln sich mit Wald ab, im Westen schließen die Waldgebiete des Weinsberger Waldes an. Neben Martinsberg gehören etwa Edlesberg, Oed, Reitzendorf und Thumling zum Gemeindegebiet. Der Edlesberger See liegt im Gemeindeteil Edlesberg. Mehrere Teiche der Gegend wurden im 18. Jahrhundert als Speicher für die Holzschwemme im Weitenbach angelegt. Der See dient heute auch als Fischreservat und Naherholungsgebiet.
Arbeit und Versorgung im Markt
Die Arbeitsstättenzählung von Statistik Austria wies für Martinsberg 2024 insgesamt 136 Arbeitsstätten aus; 55,1 Prozent gehörten zum primären Sektor. In den Arbeitsstätten wurden 531 Beschäftigungsverhältnisse erfasst, einschließlich solcher von Einpendlern. Arbeitsstätten sind keine Unternehmen, und die Beschäftigtenzahl beschreibt Arbeitsverhältnisse, nicht nur Einwohner. Ein greifbares Beispiel ist das Lagerhaus in der Bahnstraße: Sein Markt führt Lebensmittel für den täglichen Bedarf, zugleich unterstützt der Betrieb Landwirtschaft mit Betriebsmitteln und der Vermarktung von Erzeugnissen. Baustoffe, Heizöl, Holz und andere Brennstoffe ergänzen das regionale Angebot. Die Gemeinde listet zudem Rameder Ab-Hof-Verkauf in Reitzendorf: Zum lokalen Angebot gehören Freilandputen, Kartoffeln, Knoblauch, Zwiebeln und Mohn.
Kirche, Kultur und Sternwarte
Die Gemeinde führt Kindergarten, Volksschule, Mittelschule und Musikschule als örtliche Bildungseinrichtungen. In Oed hat das Astronomische Zentrum Martinsberg seinen Sitz: Die Sternwarte Orion bündelt Beobachtung und Vermittlung astronomischer Themen. Der Marktort selbst bietet mit Kirche und Pranger historische Bezugspunkte im Zentrum. Schule, Einkauf und Gemeindeverwaltung liegen im Markt, während landwirtschaftliche und gewerbliche Adressen über die umliegenden Siedlungen verteilt sind. Die Sternwarte bietet regelmäßig öffentliche Vorträge und Beobachtungsabende an; ihre Termine hängen auch vom Wetter ab.
Kirche und Markt seit dem Mittelalter
Die Ortsgeschichte ist eng mit dem Stift Kremsmünster verbunden. Eine Schenkung um 1130 ließ hier eine Kirche gründen; Bischof Reginbert von Passau weihte sie 1140 dem heiligen Martin. Die Pfarrkirche gab dem Markt seinen Namen und liegt auf einer Anhöhe über dem Zentrum. 1299 erhielt Martinsberg das Marktrecht. Diese Entwicklung erklärt, weshalb Kirche und Markt als gemeinsamer Ortskern bestehen blieben. In der Gegenwart sind es vor allem die Pfarrkirche, der Pranger und die Einrichtungen im Markt, die den historischen Mittelpunkt sichtbar machen.
Gemeindeamt und Postpartner
Die Gemeindeverwaltung hat ihre Adresse am Markt 6. Für Amtswege gelten gestaffelte Zeiten: Montag, Mittwoch und Freitag ist die Verwaltung vormittags geöffnet, Dienstag und Donnerstag zusätzlich am Nachmittag. Für den Postpartner nennt die Gemeinde eine Öffnungszeit von 8 bis 12 Uhr am Vormittag.
Quellen und Belege
- STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026
- Martinsberg – Wikipedia, feste Artikelversion · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Versionsgeschichte
- Martinsberg - GEM2GO WEB - Startseite
- Marktgemeinde Martinsberg – Zahlen und Fakten
- Marktgemeinde Martinsberg – Lagerhaus Bau & Gartenmarkt
- Marktgemeinde Martinsberg – Sternwarte Orion
- Waldviertel Tourismus – Edlesberger See
- Land Niederösterreich – Gemeindestatistik Martinsberg
- Museum Niederösterreich – Gedächtnis des Landes: Martinsberg
- Marktgemeinde Martinsberg – Rameder Ab-Hof-Verkauf
- Astronomisches Zentrum Martinsberg – Programm
- Statistik Austria – Arbeitsstättenzählung 2024, Gemeindetabelle
Stand der Angaben: 09.10.2026
