IMSTERBERG KENNENLERNEN
Imsterberg: ein Dorf zwischen Inn und Bergweiler
Imsterberg liegt oberhalb des Inntals, verteilt auf Weiler am Hang und die Siedlung Au am Fluss. Das Dorf im Bezirk Imst zählt laut Gemeindeverzeichnis 2026 841 Einwohnerinnen und Einwohner (1. Jänner 2026) und umfasst 10,86 Quadratkilometer. Die sechs Ortsteile Au, Ried, Endsfeld, Höfle, Vorderspadegg und Hinterspadegg liegen zwischen 724 und 1.074 Metern Seehöhe. Die Hanglage erklärt, warum die Gemeinde auf mehreren Ebenen statt entlang einer einzigen Talstraße organisiert ist.
Höfe am Hang, Au am Inn
Die Ortsteile ziehen sich vom Inntal hinauf an die Hänge. Ried bildet mit Gemeindeamt und Pfarrkirche den zentralen Dorfbereich; in Au liegen weitere Häuser und Betriebe nahe dem Talboden. Dazwischen verteilen sich kleinere Weiler wie Endsfeld und die Höfle. Das Gelände ist steil und von Gräben sowie Waldstücken zerschnitten. Die Gemeinde nennt für ihr Gebiet eine Seehöhe zwischen 724 und 1.074 Metern. Erst Straßen und Brücken machten die Verbindung über den Talboden verlässlicher.
Handwerk und Pendelwege
Die Arbeitsstättenzählung 2024 verzeichnet 53 Arbeitsstätten und 193 Beschäftigte in Arbeitsstätten in Imsterberg. Das produzierende Gewerbe ist dabei ein wichtiges örtliches Standbein. Im Gemeindeverzeichnis sind zwei Tischlereien mit konkretem Standort eingetragen, eine in Au und eine in Vorderspadegg; sie verarbeiten Holz zu Möbeln und maßgefertigten Werkstücken. Hinzu kommen unter anderem Schlosserei, Bankstelle und Gesundheitsdienstleistungen. Viele Menschen verlassen für die Arbeit täglich den Hang und fahren ins Inntal oder nach Imst. Wie ausgeprägt diese Verbindung ist, zeigt auch die Pendlerzahl: Der Auspendleranteil an den aktiv Erwerbstätigen am Wohnort betrug 2024 81,6 Prozent. Die Werkstätten vor Ort stehen daher neben einem Alltag, der für viele vom Weg ins Tal bestimmt ist.
Vom Rodungsland zur Gemeinde
Die Gemeindechronik verortet erste schriftliche Erwähnungen um 1300; ein Register von 1313 nennt Imsterau und Imsterberg sowie Awe, Spadegg und Ried. Grundherren ließen Rodungsflächen erschließen, damit Höfe auf den kargen Hängen entstehen konnten. Naturalabgaben aus fünf Hofstellen sind für 1382 belegt. Noch im 19. Jahrhundert waren Au und Berg getrennt organisiert; erst 1811 entstand die politische Gemeinde Imsterberg. Die Wege durchs Tal blieben lange anspruchsvoll. Nach Hochwasser wurde eine Innüberquerung als Holzsteg genutzt, der bei Gefahr abgetragen werden musste; zeitweise half eine Bootsüberführung.
Dorfleben und Wege in die Höhe
Volksschule und Kindergarten gehören zu den kommunalen Einrichtungen; Gemeindeamt, Pfarrkirche und Veranstaltungen konzentrieren sich vor allem in Ried. Die Gemeindechronik wird laufend mit Ereignissen aus dem Dorfleben ergänzt, während ältere Schulchroniken und Dokumente Einblicke in frühere Jahrzehnte geben. Für Besucher liegen die Gaststätten in Au und Ried; auf der Höhe bietet die Venetalm eine Einkehrmöglichkeit. Der Venet ist ein markanter Gipfel über dem Inntal, dessen Wege von Imsterberg in die Berglandschaft führen. Wer Imsterberg besucht, sollte die Höhenlage und die wechselnde Steigung der Wege einplanen; eine flache Talrunde durch alle Ortsteile gibt es nicht.
Quellen und Belege
- STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026
- Imsterberg – Wikipedia, feste Artikelversion · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Versionsgeschichte
- Imsterberg, Gemeinde - Startseite
- Imsterberg, Gemeinde - Startseite - Unser Dorf - Wissenswertes - Gemeindechronik
- Imsterberg, Gemeinde - Startseite - Unser Dorf - Wissenswertes - Alte Chroniken
- Statistik Austria – Arbeitsstättenzählung 2024
- Gemeinde Imsterberg – Zahlen und Fakten
Stand der Angaben: 14.10.2026
