HOCHNEUKIRCHEN-GSCHAIDT KENNENLERNEN
Hochneukirchen-Gschaidt am Hutwisch
Hochneukirchen-Gschaidt liegt im äußersten Süden Niederösterreichs, wo die Landesgrenzen zu Burgenland und Steiermark zusammentreffen. Die Marktgemeinde im Bezirk Wiener Neustadt zählt 1.641 Einwohnerinnen und Einwohner (1. Jänner 2026) auf 35,13 Quadratkilometern. Zwei Katastralgemeinden, Hochneukirchen und Gschaidt, fassen zwölf Ortschaften zusammen.
Am Rand der Buckligen Welt
Die Hügel der Buckligen Welt steigen hier bis zum Hutwisch an, der mit 896 Metern als höchste Erhebung der Region gilt. Der Dreiländerstein bei Gschaidt markiert den gemeinsamen Grenzpunkt von Niederösterreich, Burgenland und Steiermark. Hochneukirchen und Gschaidt sind als Katastralgemeinden eigenständige historische Bezugspunkte. Ihre Ortschaften liegen über ein hügeliges Gebiet verteilt, sodass Ortsleben und Wege nicht nur auf den Hauptort konzentriert sind. Landwirtschaftliche Flächen und Wald wechseln sich mit Siedlungen und verstreuten Höfen ab. Im Zentrum steht eine Sommerlinde, deren Alter auf 650 bis 700 Jahre geschätzt wird.
Wehrkirche und Aussicht am Hutwisch
Hochneukirchen wurde 1295 erstmals als „Hochniuchkirche“, Gschaidt 1316 als „Gscheid“ urkundlich erwähnt. Hochneukirchens Pfarrkirche St. Bartholomäus erinnert an die Zeit, in der ein Gotteshaus auch Schutz bot. Der erhaltene Wehrbereich mit Schießscharten und Spählöchern prägt den Bau, während ein südlicher Zubau aus den 1980er-Jahren den Kirchenraum erweitert. Im Wehrobergeschoss finden auch Konzerte statt. Das Wehrgeschoss kann tagsüber auf Anfrage im Pfarramt oder Gemeindeamt besichtigt werden. Auf dem Hutwisch steht eine 22 Meter hohe Aussichtswarte; der heutige Turm stammt aus dem Jahr 1978. Von oben öffnet sich der Blick über die Bucklige Welt bis zu den Alpen und bei klarer Sicht zum Neusiedler See.
Versorgung über mehrere Ortschaften
Die Gemeinde bietet mit Kindergärten, Volksschule, Mittelschule, Arzt und Vereinen Einrichtungen für Familien und den Alltag. Der öffentliche Verkehr und ein E-Car-Sharing-Angebot ergänzen die Erreichbarkeit; für viele Wege über die hügeligen Ortsteile bleibt das Auto dennoch wichtig. Das 1987 errichtete Amtsgebäude im Hauptort beherbergt Gemeindeamt und Bank; zum Gebäudeverband gehört auch das Gemeindegasthaus. Vereine in beiden Katastralgemeinden gestalten Musik und Sport. Ein Musikschulverband ermöglicht Unterricht über die Gemeindegrenzen hinweg. Kindergärten gibt es in Hochneukirchen und in Gschaidt. Damit ist frühe Betreuung auf beide Siedlungskerne verteilt.
Landwirtschaft und Pendeln
Die Arbeitsstättenzählung 2024 erfasste in der Marktgemeinde Hochneukirchen-Gschaidt 157 Arbeitsstätten mit 308 Beschäftigungsverhältnissen am Arbeitsort. 49 Prozent der Arbeitsstätten lagen im primären Sektor; zugleich pendelten 77,6 Prozent der aktiv Erwerbstätigen mit Wohnsitz in der Gemeinde aus. Das deutet auf ein Nebeneinander von landwirtschaftlicher Tätigkeit und Erwerbsarbeit außerhalb des Gemeindegebiets hin. Die Gemeinde führt drei Direktvermarkter an, darunter den Betrieb Luckerbauer in Gschaidt. Ein konkretes Angebot führen Hannes und Margit Luckerbauer in Gschaidt: Angus-Rindfleisch, Kartoffeln, Freilandeier, Rahmkipferl und Brioche, die sie auch am Hutwischmarkt verkaufen.
Quellen und Belege
- STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026
- Hochneukirchen-Gschaidt – Wikipedia, feste Artikelversion · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Versionsgeschichte
- Gemeindewebsite Hochneukirchen-Gschaidt - Startseite
- Gemeindewebsite Hochneukirchen-Gschaidt - Startseite - Freizeit & Tourismus - Sehenswürdigkeiten
- Gemeindewebsite Hochneukirchen-Gschaidt - Startseite - Unsere Gemeinde - Wissenswertes - Geschichte
- Sehenswürdigkeiten – Marktgemeinde Hochneukirchen-Gschaidt
- Hannes und Margit Luckerbauer – Marktgemeinde Hochneukirchen-Gschaidt
- STATISTIK AUSTRIA – Indikatoren und Gemeindeergebnisse 2024
- Direktvermarkter – Marktgemeinde Hochneukirchen-Gschaidt
- Marktgemeinde Hochneukirchen-Gschaidt – Amtsgebäude
Stand der Angaben: 09.10.2026
