GRÖDIG KENNENLERNEN
Grödig am Fuß des Untersbergs
Grödig verbindet die Ebene am südlichen Rand des Salzburger Beckens mit den bewaldeten Hängen des Untersbergs. Die Marktgemeinde zählt 7.385 Einwohnerinnen und Einwohner (Stand 1. Jänner 2026) und erstreckt sich über 23,07 Quadratkilometer.
Fünf Ortsteile zwischen Stadt und Berg
Das Gemeindegebiet umfasst Grödig, St. Leonhard, Glanegg, Eichet und Fürstenbrunn. Die Siedlungen liegen am Übergang zwischen dem Salzburger Becken und dem Untersbergmassiv; die Talstation der Seilbahn in St. Leonhard macht den Höhenunterschied unmittelbar sichtbar. Grödig ist über die Tauern Autobahn und die Verbindung nach Salzburg eng an die Stadt angebunden. Zugleich reicht die Landschaft in Schutzgebiete am Berg hinein. Viele Wege zwischen Wohnorten, Betrieben und Freizeitangeboten verlaufen daher zwischen dicht bebauten Bereichen, landwirtschaftlichen Flächen und dem bewaldeten Bergfuß.
Arbeitsplatzgemeinde mit vielfältiger Produktion
Die Arbeitsstättenzählung 2024 weist für Grödig 611 Arbeitsstätten und 3.875 Beschäftigungsverhältnisse am Arbeitsort aus. 73 Prozent der Stellen lagen im Dienstleistungssektor; 25,7 Prozent entfielen auf den sekundären Sektor. Die Gemeinde nennt als örtliche Beispiele Betriebe aus Technik und Baustoffherstellung. Im Leube-Zementwerk in St. Leonhard wird Zement hergestellt; die Gruppe bietet darüber hinaus Transportbeton an. Das zeigt die örtliche Verbindung von Rohstoffverarbeitung und Bauwirtschaft am Untersberg. Für Besucher sichtbar ist zudem die Untersbergbahn, deren Betrieb Tourismus und Bergsport erschließt. Grödig ist damit zugleich Arbeitsort und Wohnort im Einzugsbereich der Landeshauptstadt. Die Beschäftigtenzahlen beschreiben Stellen am Arbeitsort, nicht Erwerbstätige am Wohnort.
Quellen, Kanal und Marmor
Wasser und Stein prägen die Geschichte des Ortes. Die Stadt Salzburg wird laut Gemeinde zum größten Teil mit Trinkwasser aus Grödig versorgt. Der Almkanal führt seit dem Mittelalter Wasser von der Königsseeache in Richtung Salzburg; über Jahrhunderte trieb er Mühlen und andere Betriebe an. Ende des 19. Jahrhunderts bestanden entlang des Kanals mehr als 90 solcher Betriebe. Ebenso eng mit dem Untersberg verbunden ist der Abbau von Marmor, der bereits in römischer Zeit belegt ist. Diese Rohstoffe erklären die Entwicklung von Handwerk und Industrie. Auch das Gemeindewappen greift beide Stoffe auf: Ein Löwe aus weißem Untersberger Marmor speit Wasser weithin sichtbar. Die Gemeinde symbolisiert damit die fünf Untersbergquellen, die zugleich für die fünf Ortsteile stehen.
Bergbahn und Nahversorgung
Die Untersbergbahn beginnt in St. Leonhard und fährt in wenigen Minuten vom Tal auf das Geiereck. Von dort erschließen Wanderwege den Berg, während die Seilbahn auch Menschen mit weniger alpiner Erfahrung Aussicht und Zugang zur Höhenlandschaft bietet. Im Alltag bindet die Obuslinie 5 Grödig an Salzburg an; sie endet an der Talstation. In Fürstenbrunn zeigt das Untersbergmuseum, wie Marmorgewinnung und Kugelmühle den Ort prägten. Führungen werden nach Terminvereinbarung angeboten. In den Ortsteilen sind Nahversorgung und lokale Dienstleistungen verteilt. Die Gemeinde fördert den örtlichen Einkauf unter anderem mit dem Gutschein „Der Grödiger“, der bei zahlreichen Betrieben eingelöst werden kann.
Quellen und Belege
Stand der Angaben: 13.10.2026
