MARKTGEMEINDE · STEIERMARK

Gratwein-Straßengel

Eine Großgemeinde mit zwei weithin sichtbaren geistlichen Zentren und vielen Ortsteilen.

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Panoramablick von Maria Straßengel auf Judendorf-Straßengel und Gratwein
Panoramablick von Maria Straßengel auf Judendorf-Straßengel und Gratwein · Foto: Liuthalas · „Gratwein Straßengel Ort Panorama“ · Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0 · Für regionalinfo.at verkleinert und als AVIF komprimiert; kein zusätzlicher Zuschnitt. Weitergabe unter derselben Bildlizenz.
Einwohner
12 759
01.01.2026
Fläche
86,63 km²
Bevölkerungsdichte
147,3
Einwohner je km²
PLZ des Gemeindeamtes
8111
Keine vollständige PLZ-Liste

Datenquelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026 · aufbereitet für regionalinfo.at.

GRATWEIN-STRASSENGEL KENNENLERNEN

Gratwein-Straßengel: Kloster, Kirche, Arbeitsort

Gratwein-Straßengel umfasst Talorte, Hänge und das Kloster Rein im westlichen Grazer Umland. Die Marktgemeinde liegt nördlich von Graz und verbindet historische Ortskerne mit einem breiten Alltagsangebot. Am 1. Jänner 2026 hatte sie 12.759 Einwohnerinnen und Einwohner; die Fläche beträgt 86,63 Quadratkilometer. Ihre Identität ist nicht auf einen Ortskern beschränkt: Stift Rein und die Wallfahrtskirche Maria Straßengel liegen in unterschiedlichen Ortsteilen und prägen die Silhouette wie auch die Geschichte der Gemeinde.

Mehrere Zentren im Grazer Umland

Die Gemeinde entstand 2015 aus den Gemeinden Gratwein, Judendorf-Straßengel, Eisbach und Gschnaidt. Ihre elf Ortschaften verteilen sich auf sechs Katastralgemeinden; damit vereint sie dichte Siedlungsbereiche nahe dem Murtal mit ländlicheren Ortsteilen. Die Nähe zu Graz ist im Alltag spürbar, doch die Gemeinde besitzt eigene Zentren und Versorgung. Stift Rein liegt im Westen, während Gratwein und Judendorf-Straßengel weiter östlich die Siedlungsachse markieren. Die Wallfahrtskirche Maria Straßengel steht sichtbar auf einer Anhöhe über Judendorf-Straßengel.

Zwei kirchliche Bezugspunkte

Stift Rein ist das älteste bestehende Zisterzienserkloster der Welt. Der Klosterkomplex steht bis heute als geistlicher und kultureller Bezugspunkt im Ortsteil Rein. Ein zweites weithin sichtbares Ensemble bildet die Wallfahrtskirche Maria Straßengel in Judendorf-Straßengel. Ihr gotischer Bau entstand in der Mitte des 14. Jahrhunderts; der hohe Turm gab ihr den Beinamen „kleiner Steffel“ und ist weit über den Ortsteil hinaus sichtbar. Auch der ehemalige Zementofen in Judendorf-Straßengel erinnert an die Industriegeschichte des Tals. Die Eröffnung der Südbahn 1844 erleichterte den Anschluss des Murtals; in der Folge siedelten sich hier Wirtschaftsbetriebe an.

Dienstleistungen und Arbeitsplätze vor Ort

Die Arbeitsstättenzählung 2024 erfasste in Gratwein-Straßengel 995 Arbeitsstätten und 3.547 Beschäftigte am Arbeitsort. Dienstleistungen stellten 76,8 Prozent der Arbeitsstätten und 77,4 Prozent der Beschäftigten; zugleich pendelten 77,7 Prozent der Erwerbstätigen am Wohnort aus. Das örtliche Angebot reicht laut Gemeindeverzeichnis von Lebensmittelversorgung, Handel und Handwerk bis zu Beratung und Gesundheitsdiensten. Die Gemeinde beschreibt kleine und mittlere Betriebe als prägend für diese Struktur. In Rein kommt ein Besuchsziel hinzu: Für das Stift nennt die Gemeinde rund 10.000 Gäste jährlich. Führungen und kulturelle Veranstaltungen schaffen dort Nachfrage vor Ort, während die Pendelzahlen die enge Verbindung zum größeren Arbeitsmarkt um Graz zeigen.

Kirchen, Kultur und Freiräume

Auch jenseits der beiden Kirchen gibt es öffentliche Ziele im weitläufigen Gemeindegebiet. Der Badeteich Weihermühle liegt bei Gratwein und ist ein sommerlicher Treffpunkt; Spazierwege führen durch die Umgebung von Rein. Für das kulturelle Leben nennt die Gemeinde Musikvereine aus Eisbach, Gratwein und Judendorf-Straßengel. In den dichter besiedelten Ortsteilen liegen Schulen und tägliche Angebote näher beieinander, während ländliche Bereiche stärker von Wegen zwischen den Ortschaften geprägt sind. Wer die Gemeinde erkundet, erlebt daher keinen einzigen Mittelpunkt: Talorte, Kloster und Kirchberg sind jeweils eigene Anlaufpunkte. Der Murradweg erschließt zudem den östlichen Rand des Gemeindegebiets als Verbindung in Richtung Graz.

Quellen und Belege

Stand der Angaben: 14.10.2026

GEOGRAFIE

Gratwein-Straßengel auf der Karte

Gemeindegebiet · Stand 01.01.2026

Rot: aus amtlichen Gemeindegrenzen abgeleitet und für die Anzeige vereinfacht. Kartenhintergrund: basemap.at. Quellen und Methodik

GEMEINDE IN ZAHLEN

Einwohner im Zeitvergleich

StichtagEinwohner
31.10.2011 · Registerzählung12 702
31.10.2021 · Registerzählung12 762
01.01.2026 · Bevölkerungsstand12 759

Die Abstände zwischen den Stichtagen sind unterschiedlich. Quelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026.

Gebäude · 31.10.2021
4 139
NUTS-3-Region
Graz (AT221)

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Besonderheiten & Ausflugsziele

ÜBER DIE GEMEINDEGRENZE HINAUS

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Nachbarschaft aus gemeinsamen Grenzabschnitten der amtlichen Geometrien abgeleitet. Reine Berührungspunkte und ausländische Gemeinden sind nicht enthalten.