GAISHORN AM SEE KENNENLERNEN
Gaishorn am See im Paltental
Gaishorn am See liegt an einer wichtigen Talverbindung und hat zugleich einen Badesee am Ortsrand. Die Marktgemeinde im Bezirk Liezen zählt 1.348 Einwohnerinnen und Einwohner (Stand 1. Jänner 2026) auf 76,83 Quadratkilometern.
Das Paltental als Lebensraum
Gaishorn liegt im steirischen Paltental, umgeben von Gebirgszügen im Norden und Süden und an der Verbindung über den Schoberpass. Durch den Ort führen die Rudolfsbahn und die Schoberpassstraße; die nächste A9-Anschlussstelle liegt bei Trieben. Damit ist Gaishorn zugleich Siedlungsraum und Durchgangsort zwischen Enns- und Liesingtal. Die Gemeinde umfasst neben dem Hauptort auch kleinere Siedlungen und wurde 2015 durch den Zusammenschluss mit Treglwang erweitert. Das Tal öffnet den Blick auf die umliegenden Berge, während der See einen Naherholungsraum schafft, der direkt an den Siedlungsbereich anschließt. Die Landschaft prägt so sowohl die Mobilität als auch die Freizeitmöglichkeiten.
Pendeln und Arbeit vor Ort
Die Arbeitsstättenzählung 2024 weist in Gaishorn am See 107 Arbeitsstätten und 497 Beschäftigte am Arbeitsort aus. Auffällig ist der sekundäre Sektor: 71 Prozent der Beschäftigten in Arbeitsstätten entfielen auf diesen Bereich. Ein örtliches Beispiel für diese Produktion ist Stallit in Au, das Stallböden und Liegeflächen für Rinder und Schweine herstellt. Das ist ein Betriebsbeispiel, keine Beschäftigtenzahl für das Unternehmen oder den gesamten Sektor. Zugleich pendeln 74,9 Prozent der aktiv Erwerbstätigen am Wohnort aus. Diese Kombination zeigt einen Ort mit Gewerbe und Beschäftigung vor Ort, dessen Bewohnerinnen und Bewohner dennoch vielfach außerhalb arbeiten. Der See und das Freizeitgelände ergänzen das Wirtschaftsleben um ein touristisches Angebot mit Badebereich, Wohnmobilstellplätzen und saisonaler Gastronomie.
Ein Ort an der Passroute
Gaishorn wurde 1160 erstmals urkundlich erwähnt. Die Lage an der alten Salzstraße über den Schoberpass verband den Ort früh mit dem Verkehr durch das Paltental. Der historische Ortskern bewahrt mehrere Bürgerhäuser; die Pfarrkirche zur Heiligen Dreifaltigkeit steht in einem ummauerten Friedhof. 1960 wurde Gaishorn zur Marktgemeinde erhoben, 1990 erhielt es den Zusatz „am See“. Seit der Gemeindereform 2015 gehört auch Treglwang dazu. Wer heute durch die Gemeinde fährt, begegnet daher einem Talort mit älterem Ortskern und einem Gemeindegebiet, das sich deutlich über den namensgebenden Hauptort hinaus erstreckt.
Baden, spazieren und am Ufer bleiben
Am Gaishorner See liegen Badebucht, Liegewiese und Spielanlagen nahe beim Ort. Eine Aussichtsplattform eröffnet den Blick über die Wasserfläche; im Winter nutzt der örtliche Verein das Areal als Eislaufplatz, wenn es die Bedingungen erlauben. Für Spaziergänge gibt es einen Rundweg von etwa vier Kilometern. Er verläuft am Nordufer und führt an Informationstafeln und kleinen Brücken vorbei, mit Blick auf den Schilfgürtel am gegenüberliegenden Ufer. Der Tourismusverein veranschlagt dafür etwa eine bis eineinhalb Stunden. Startmöglichkeiten bestehen beim Seeparkplatz und an der Aussichtsplattform. So können Besucher zwischen einem kurzen Aufenthalt am Badegelände und einer längeren Runde am Ufer wählen.
Quellen und Belege
Stand der Angaben: 14.10.2026
