DIMBACH KENNENLERNEN
Landwirtschaft zwischen Granitkuppen
Dimbach liegt im östlichen unteren Mühlviertel nahe der niederösterreichischen Grenze. Die Marktgemeinde im Bezirk Perg zählt 992 Einwohner (Stand 1. Jänner 2026) und umfasst 31,39 Quadratkilometer. Der weitläufige Raum aus Hügeln, Wald und verstreuten Ortsteilen ist deutlich größer als der kompakte Hauptort.
Ein weitläufiges Hügelland
Fast die Hälfte des Gemeindegebiets ist bewaldet; weitere große Flächen werden landwirtschaftlich genutzt. Der Hauptort liegt in einem Plateau- und Hügelland, dessen Höhen und Täler die Siedlungen auseinanderziehen. Die sieben Ortsteile reichen vom Hauptort über Dimbachreith und Gassen bis nach Großerlau, Hornberg, Kleinerlau und Vorderdimbach. Zwischen den Ortsteilen liegen Höfe und Weiler; die Gemeindestraßen und Güterwege verbinden sie mit dem Marktzentrum. Im Landschaftsbild wechseln offene Felder mit Waldstücken und Granitkuppen. Diese verstreute Siedlungsform unterscheidet Dimbach von den dichter bebauten Gemeinden in der Machlandebene.
Höfe, Direktvermarktung und Pendeln
Die Arbeitsstättenzählung 2024 weist für Dimbach 136 Arbeitsstätten aus. 60,3 Prozent davon lagen im primären Sektor; diese Kennzahl beschreibt den Anteil der Arbeitsstätten, nicht den Anteil der Beschäftigten. 68,6 Prozent der aktiv Erwerbstätigen mit Wohnsitz in der Gemeinde pendelten aus. Ein Beispiel für Lebensmittelproduktion ist der Biohof Hackl in Vorderdimbach: Seit 1995 vermarktet der Hof Milchprodukte direkt und beliefert Schulen und Kindergärten; die Verarbeitung ist nach Bio-Richtlinien zertifiziert. Auch Handwerk ist konkret vertreten: Die Kagerhuber GmbH in Dimbach plant und montiert Küchen und Innenausstattungen und fertigt Holzprodukte in der eigenen Werkstatt. Vorzimmer, Böden und Innentüren gehören ebenfalls zum Sortiment. Die Werkstatt befindet sich im Gemeindegebiet in der Ortschaft Dimbach.
Ein Markt mit langer Pfarrgeschichte
Eine Urkunde von 1140 nennt Dinninpach als reichdotierte Pfarre. 1147 wurde diese Pfarre dem neu gegründeten Kloster Säbnich (Waldhausen) unterstellt. Kaiser Maximilian I. verlieh Dimbach 1511 Marktrechte; 1572 kam ein Marktwappen hinzu. Zwischen 1420 und 1436 wurde die Pfarre von Hussiten ausgeraubt. Die Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt steht im Zentrum des Hauptorts; Gemeindeamt und Schule befinden sich ebenfalls dort. Wohn- und Wirtschaftsflächen verteilen sich über mehrere Ortsteile.
Musik und regionale Angebote
Franz Xaver Müller wurde 1870 in Dimbach geboren. Sein Lehrer Julius Oßberger unterrichtete ihn in Gesang und Geige; mit neun Jahren sang Müller im Kirchenchor. Später wurde er Stiftsorganist in St. Florian und 1924 Domkapellmeister in Linz. Während seiner Amtszeit brachte er dort 112 neue Messen zur Aufführung. Das Franz-Xaver-Müller-Haus in Dimbach 3 ist sein Elternhaus und ein historischer Dreiseithof. Die Gemeinde vermietet seine Räume für standesamtliche Trauungen, Vorträge, Geburtstagsfeiern und andere private Anlässe. Die Gemeinde führt beide Orte als Stationen eines Rundwegs: Das Haus ist Station 1, die Pfarrkirche Station 2. Weitere Haltepunkte liegen am Marktzentrum, an der Wimmerquelle und im Gießenbachtal.
Quellen und Belege
- STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026
- Dimbach (Oberösterreich) – Wikipedia, feste Artikelversion · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Versionsgeschichte
- Statistik Austria – Indikatoren und Gemeindeergebnisse 2024
- Gemeinde Dimbach – Firmenverzeichnis
- Gemeinde Dimbach – Geschichte
- Franz-Xaver-Müller-Haus – Marktgemeinde Dimbach
- Biohof Hackl – Marktgemeinde Dimbach
- Biohof Hackl – Familie Nenning
- Kagerhuber GmbH – Tischlerei & Einrichtung in Dimbach
- Wanderwege – Marktgemeinde Dimbach
Stand der Angaben: 10.10.2026
