AUERBACH KENNENLERNEN
Auerbach: kleine Gemeinde mit lebendiger Landwirtschaft
Auerbach ist eine kleine Innviertler Gemeinde zwischen bewaldeten Hügeln und landwirtschaftlich genutzten Flächen. Sie zählt 825 Einwohnerinnen und Einwohner (Stand 1. Jänner 2026) und umfasst 10,80 Quadratkilometer im Bezirk Braunau. Der Engelbach durchzieht das Gebiet von Süden nach Norden; die Siedlungen liegen verteilt im ländlichen Gemeindegebiet.
Bäche und Siedlungen
Auerbach liegt auf 488 Metern Seehöhe. Das Gemeindegebiet steigt vom Tal zu bewaldeten Hügeln an; Engelbach und Kirchberger Bach entwässern das Gebiet; auch der kleinere Auerbach entspringt hier. Rund sechzig Prozent der Fläche werden landwirtschaftlich genutzt, etwa ein Drittel ist bewaldet. Die elf Ortschaften liegen in den Katastralgemeinden Auerbach und Irnprechting.
Arbeiten und Pendeln
Die Arbeitsstättenzählung 2024 weist in Auerbach 56 Arbeitsstätten mit 125 Beschäftigungsverhältnissen aus. 35,7 Prozent der Arbeitsstätten entfielen auf den primären, 48,2 Prozent auf den tertiären Sektor. Zugleich pendelten laut derselben Erhebung 87,6 Prozent der aktiv erwerbstätigen Wohnbevölkerung zu Arbeitsstätten außerhalb der Gemeinde. Eine konkrete örtliche Produktion bietet die Imkerei Kratochwill in Unterirnprechting: Die Gemeinde nennt Bienenhonig und Eier aus Freilandhaltung im Angebot. Damit wird neben der landwirtschaftlichen Flächennutzung ein tatsächliches Erzeugnis sichtbar; ein großer Teil der Erwerbsarbeit liegt dennoch außerhalb des Wohnorts. Die Gemeinde führt die Imkerei im Zusammenhang mit dem Auerbacher Dorfmarkt, dessen Schwerpunkt auf Nahversorgung und Direktvermarktung liegt.
Eine lange belegte Ortsgeschichte
Auerbach ist seit 868 urkundlich belegt. Ein Vertrag über Gütertausch zwischen dem Passauer Bischof Ermenrich und Antiesenhofen nennt den Ort. Noch ältere Funde – Gräber mit Bronzedolch und Tongefäß am Siedelberg – verweisen auf menschliche Anwesenheit in vorgeschichtlicher Zeit. Sie belegen keinen ununterbrochenen Siedlungsverlauf und erlauben kein lückenloses Bild der damaligen Lebenswelt. Mit dem Frieden von Teschen fiel das Innviertel 1779 an Österreich; während der Napoleonischen Kriege kam es zeitweise wieder zu Bayern, seit 1814 gehört es dauerhaft zu Oberösterreich.
Kirche und Dorfleben
Die Pfarrkirche zum heiligen Remigius steht im Ort Auerbach. Ihr Kern geht auf eine romanische Anlage zurück; das Langhaus wurde im späten 14. und frühen 15. Jahrhundert gotisch umgebaut. Nach einem Brand 1744 erhielt es eine barocke Überformung. So vereint das Gebäude mehrere Bauphasen, die auch im Inneren ablesbar sind. In Höring steht mit der Filialkirche eine zweite kirchliche Anlaufstelle im Gemeindegebiet.
Alltag zwischen Land und Region
Die Gemeinde betreibt einen Kindergarten und eine Krabbelstube in Auerbach 100. Die Volksschule in Auerbach 14 wird dreiklassig geführt; die dritte und vierte Schulstufe werden gemeinsam unterrichtet. Die Gemeinde nennt die geringe Schülerzahl als Vorteil für individuelle Betreuung. Feuerwehr und Vereine ergänzen die Einrichtungen als Treffpunkte der verstreuten Ortschaften. Für weiterführende Pflichtschulen fällt Auerbach – Riensberg ausgenommen – in den Schulsprengel Mattighofen. Die Schule setzt auf Bewegung und bewegtes Lernen.
Quellen und Belege
- STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026
- Auerbach (Oberösterreich) – Wikipedia, feste Artikelversion · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Versionsgeschichte
- Statistik Austria – Gemeindeergebnisse Arbeitsstätten 2024
- Gemeinde Auerbach – Wirtschaft / Auerbacher Dorfmarkt
- Gemeinde Auerbach – Schule und Kindergarten
- Volksschule Auerbach – Bewegte Schule
Stand der Angaben: 10.10.2026
