AMLACH KENNENLERNEN
Amlach am Fuß der Lienzer Dolomiten
Amlach liegt am rechten Ufer der Drau, wenige Kilometer südlich von Lienz, und reicht von zwei kleinen Dörfern bis in die Lienzer Dolomiten. Die Gemeinde zählt 529 Einwohner (Stand 1. Jänner 2026) und umfasst 22,47 Quadratkilometer.
Zwei Dörfer, ein großes Gemeindegebiet
Der bewohnte Teil Amlachs liegt auf der Talebene, während Ulrichsbichl nur wenige hundert Meter weiter östlich liegt. Zusammen mit den bewaldeten Hängen und den hohen Gipfeln im Süden ergibt das eine auffällige Spannweite: Der Spitzkofel erreicht 2.717 Meter, obwohl der Ortskern nur knapp 700 Meter hoch liegt. Die Drau bildet den nördlichen Bezugspunkt; der Galitzenbach führt Wasser aus den Dolomiten durch die Gemeinde. Der Tristacher See wird oft mit Amlach verbunden, weil ein Teil seines Westufers und der Zugang über Ulrichsbichl in Amlach liegen. Die Grenze zwischen Amlach und Tristach verläuft jedoch am See, weshalb Einrichtungen am Ufer genau zugeordnet werden müssen. Die Nähe zu Lienz prägt den Alltag und macht die Gemeinde zugleich zum Übergang zwischen Stadtregion und Gebirge.
Kleine Arbeitsorte und eine starke Pendelbeziehung
Für 2024 weist die Arbeitsstättenzählung in Amlach 47 Arbeitsstätten und 147 Beschäftigungsverhältnisse am Arbeitsort aus. 80,8 Prozent der aktiv Erwerbstätigen am Wohnort pendeln aus. Die Gemeindeliste zeigt zugleich konkrete Arbeit im Ort: Die Firma Pondorfer restauriert Kirchen und Türme, daneben werden Baumaschinen vermietet und Reitsport angeboten. Das Kraftwerk Amlach nutzt Wasser zur Stromerzeugung. So stehen spezialisierte Dienstleistungen und Energiegewinnung neben den täglichen Arbeitswegen aus der kleinen Gemeinde. Die Nähe zur Bezirkshauptstadt Lienz macht diese Verbindung von örtlichen Betrieben und auswärtigen Arbeitsorten besonders anschaulich.
Wasser und Fels als erfahrbare Landschaft
Am Galitzenbach liegt die Galitzenklamm, deren Wasserweg und Klettersteige Besuchern den engen Übergang vom Tal in die Lienzer Dolomiten zeigen. Das Angebot befindet sich auf Amlacher Gemeindegebiet und ist ein saisonal betriebener Erlebnisort. Am See lässt sich eine andere Seite der Landschaft erleben: Der Naturlehrpfad führt vom Ortsteil Ulrichsbichl über das Biotop Alter See zum Tristacher See. Dabei wird sichtbar, wie nah Siedlung, Feuchtgebiet und Bergwald beieinanderliegen. Der See selbst gehört zu zwei Gemeinden; Badeeinrichtungen sind nicht mit dem Amlacher Ufer gleichzusetzen. Für Amlach ist der Weg deshalb auch als Zugang in die Umgebung wichtig, unabhängig davon, welchem Uferabschnitt ein bestimmtes Angebot zugeordnet ist.
Ortsgeschichte im überschaubaren Maßstab
Amlach wurde 1169 erstmals urkundlich erwähnt. Anders als größere Orte der Region entwickelte es keine dichte Geschäftsstraße, sondern blieb ein kleines Dorf in der Nähe von Lienz. Die Pfarrkirche zum heiligen Ulrich bildet einen markanten Mittelpunkt; ihre Baugeschichte reicht in die spätgotische Zeit zurück, spätere Umbauten prägen das heutige Erscheinungsbild. Auch die Gemeindeorganisation änderte sich: Von 1939 bis 1955 war Amlach nach Tristach eingegliedert, danach wurde es wieder selbständig. Siedlung und Bergflächen prägen den kleinen Ort gemeinsam.
Quellen und Belege
- STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026
- Amlach – Wikipedia, feste Artikelversion · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Versionsgeschichte
- Gemeinde Amlach – Wirtschaft
- Osttirol Tourismus – Galitzenklamm
- Osttirol Tourismus – Tristachersee-Runde
- Gemeinde Amlach – Wissenswertes über Amlach
- Statistik Austria – Arbeitsstättenzählung 2024, Gemeindeergebnisse
Stand der Angaben: 15.10.2026
