ALBERSDORF-PREBUCH KENNENLERNEN
Albersdorf-Prebuch zwischen Obstgärten und Gewerbepark
In Albersdorf-Prebuch liegen Obstbau und Gewerbepark dicht beieinander: Während Kalch, Postelgraben, Prebuch und Wollsdorferegg überwiegend landwirtschaftlich geprägt sind, ist Albersdorf durch seine Nähe zu Gleisdorf stärker von Gewerbe und Siedlung bestimmt. Die Gemeinde im Bezirk Weiz zählt 2.295 Einwohner (1. Jänner 2026) und umfasst 14,17 km².
Fünf Katastralgemeinden, zwei Wasserläufe
Die Gemeinde entstand 1968 aus Albersdorf und Prebuch und umfasst fünf Katastralgemeinden: Albersdorf, Kalch, Postelgraben, Prebuch und Wollsdorferegg. Ihre Landschaft reicht vom Raabtal bis zu bewaldeten Höhen. Mehr als die Hälfte der Fläche wird landwirtschaftlich genutzt, etwa ein Drittel ist bewaldet. Die Raab entwässert den westlichen Teil, während Wasser aus dem Osten über das Kalchbachl in Richtung Feistritz abfließt. Am Ackerland wachsen neben Obst auch Mais und Getreide; Zuckerrüben und Chinakohl ergänzen die Fruchtfolge. Weinbau, der früher in mehreren Ortsteilen verbreitet war, ist weitgehend dem Obstbau gewichen. Die Steirische Apfelstraße beginnt hier und führt durch Obst- und Weinbaugebiet weiter nach Puch bei Weiz.
Arbeiten im Tal und über die Gemeindegrenze hinaus
Die Arbeitsstättenzählung 2024 weist für Albersdorf-Prebuch 196 Arbeitsstätten aus; 58,7 Prozent davon entfielen auf Dienstleistungen, 30,1 Prozent auf den primären und 11,2 Prozent auf den sekundären Sektor. In den Arbeitsstätten waren 2.419 Beschäftigungsverhältnisse gezählt, davon 72,3 Prozent im sekundären Sektor. Magna Heavy Stamping produziert am Standort Albersdorf Press- und Karosseriebauteile. Der Gewerbepark ergänzt diese Produktion um weitere örtliche Unternehmen. Die Nähe zu Gleisdorf verbindet Arbeitsplätze im Tal mit einem stark agrarisch geprägten Umland. 82,5 Prozent der Erwerbstätigen am Wohnort pendelten 2024 aus; viele arbeiten im Bezirk Weiz oder in Graz.
Alltag zwischen Schule, Vereinen und Gastronomie
Kinderkrippe und Kindergarten liegen in Albersdorf, die Volksschule in Prebuch. Damit verteilen sich Bildung und Betreuung auf die beiden namensgebenden Ortsteile. Öffentliche Bücherei und Nachmittagsbetreuung ergänzen das Angebot für Familien. Rund 61 Prozent der Einwohner lebten 2024 in der Katastralgemeinde Albersdorf, knapp ein Fünftel in Prebuch. Gaststätten und Buschenschanken finden sich laut Gemeinde in Albersdorf, Kalch und Prebuch. Für die Freizeit nennt sie Wanderwege, Fischteiche, Kegelbahnen sowie Tennis- und Sportplätze. Der Stocksportverein und der Tennisclub sind Beispiele für das Vereinsleben. Gemeindebürger können vier KlimaTickets Steiermark kostenlos ausleihen; für das Seniorentaxi an Dienstagen und Donnerstagen zahlen sie einen Euro je Strecke und Person. Der Kindergartenbus nach Albersdorf wird von der Gemeinde finanziert.
Ein gemeinsamer Name seit 1968
Albersdorf wurde 1340 erstmals urkundlich erwähnt, Prebuch 1450; die beiden Gemeinden wurden 1968 vereinigt. Das Wappen zeigt Äpfel und Weinblätter und erinnert damit an den Wandel vom früheren Weinbau zum heutigen Obstbau. In Prebuch wurde das Feuerwehrhaus Apfelschlössl vom Künstler Karl Hodina gestaltet. Es dient der Freiwilligen Feuerwehr als Stützpunkt; hinter dem Gebäude liegt ein Tennisplatz.
Quellen und Belege
- STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026
- Albersdorf-Prebuch – Wikipedia, feste Artikelversion · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Versionsgeschichte
- Gemeindeinformationen Albersdorf-Prebuch
- Gemeinde Albersdorf-Prebuch – Startseite
- Gemeinde Albersdorf-Prebuch – Immobilienplattform Gewerbepark
- Gemeinde Albersdorf-Prebuch – Gastronomie
- Gemeinde Albersdorf-Prebuch – Sitemap
- Statistik Austria – Arbeitsstättenzählung 2024, Gemeindetabelle
- Gemeinde Albersdorf-Prebuch – Förderungen und Mobilität
- Magna – Über Magna: Standorte und Unternehmensschwerpunkte
Stand der Angaben: 14.10.2026
