ALBERSCHWENDE KENNENLERNEN
Am Übergang zwischen Rheintal und Bregenzerwald
Alberschwende liegt auf einer Passschwelle zwischen dem Vorarlberger Rheintal und dem Vorderen Bregenzerwald. Die Gemeinde zählt 3.361 Einwohner (Stand 1. Jänner 2026) und umfasst 21,15 Quadratkilometer. Ihr Zentrum liegt rund um den Dorfplatz; die Ortsteile Müselbach, Fischbach, Dreßlen und Hof verteilen sich über Hänge und Talräume.
Ein Sattel mit mehreren Siedlungskernen
Die Höhenlage des Hauptorts macht den Übergang zwischen den Landschaften unmittelbar sichtbar: Die Kirche steht auf 721 Metern, während das Gemeindegebiet bis zum Brüggelekopf auf 1.182 Meter ansteigt und im Tal der Bregenzerach auf 440 Meter hinabreicht. Der Wald bedeckt nach den Gemeindedaten etwa 37 Prozent der Fläche. Die vier Ortsteile sind keine getrennten Gemeinden, sondern Teil derselben Ortschaft und Katastralgemeinde. Dadurch gehören Dorfzentrum, Weiler und landwirtschaftlich geprägte Hänge zu einem weitläufigen Siedlungsbild. Die Bregenzerwaldstraße führt durch das Zentrum und verbindet die Rheintalseite mit den weiter östlich gelegenen Orten des Waldes.
Ein Dorfplatz unter einer alten Linde
Am Dorfplatz steht eine Linde, deren Alter die Gemeinde auf etwa 800 bis 1.000 Jahre schätzt. Der Baum ist zugleich Naturdenkmal und ein sichtbarer Bezugspunkt im Alltag des Hauptorts. Der Name Alberschwende ist mit dem Roden von Wald verbunden; urkundlich erscheint der Ort 1227 als Albrichswendi. Die Gemeindechronik ordnet die frühe Kirche in die Zeit der Bregenzer Grafen ein und beschreibt Alberschwende später als eigenen Gerichts- und Pfarrort. Das erklärt, weshalb der Dorfplatz mehr ist als ein Verkehrsknoten: Kirche, Linde und die umliegenden Einrichtungen bilden bis heute den gemeinsamen Mittelpunkt für die verstreuten Ortsteile.
Landwirtschaft, Gewerbe und Pendelwege
Die Arbeitsstättenzählung 2024 weist für Alberschwende 333 Arbeitsstätten und 1.058 Beschäftigungsverhältnisse am Arbeitsort aus. 41,4 Prozent dieser Beschäftigungsverhältnisse lagen im produzierenden Bereich. Landwirtschaft ist zugleich im Ortsbild präsent: Auf dem Wochenmarkt am Dorfplatz verkaufen regionale Erzeuger Gemüse, Käse, Eier sowie Fleisch- und Wurstwaren. Der Markt gibt ihnen einen direkten Absatzweg und führt Produkte aus der Umgebung an einem zentralen Ort zusammen. In den Gewerbebetrieben entstehen andere Arbeitsplätze, etwa in Handwerk und Handel. Der Wochenmarkt macht landwirtschaftlichen Absatz im Dorf sichtbar; die Statistik zeigt daneben das Gewicht der örtlichen Gewerbebetriebe.
Gemeinschaft zwischen Dorfplatz und Moor
Für den Alltag gibt es Kindergärten sowie Volksschulen in Hof, Fischbach, Dreßlen und Müselbach; die Mittelschule liegt im Hauptort. Rund 50 aktive Vereine verbinden Menschen aus den verstreuten Siedlungsteilen. Vom Dorfplatz führt die markierte Bildsteinrunde über Wiesen und Waldwege zum Farnachmoos. Für den Hinweg nennt die Gemeinde etwa eine Stunde; der gesamte Rundweg dauert ungefähr zweieinhalb Stunden. Das Naturschutzgebiet umfasst rund 20 Hektar Hochmoorflächen, die teilweise zur Streugewinnung gemäht werden. Wer nur bis zum Moor geht, findet an der Oberbildsteiner Straße auch eine Busverbindung zurück. An diesem Weg zeigt sich, wie nah Schulzentrum, bewirtschaftete Wiesen und geschütztes Moor beieinanderliegen, obwohl die Gemeinde über mehrere Höhenlagen verteilt ist.
Quellen und Belege
- STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026
- Alberschwende – Wikipedia, feste Artikelversion · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Versionsgeschichte
- Gemeinde Alberschwende – Zahlen und Fakten
- Gemeinde Alberschwende – Geschichte
- Gemeinde Alberschwende – Bildsteinrunde und Farnachmoos
- Gemeinde Alberschwende – Wochenmarkt
- Gemeinde Alberschwende – Branchen
- Statistik Austria – Arbeitsstättenzählung 2024, Gemeindetabelle
Stand der Angaben: 15.10.2026
