GEMEINDE · TIROL

Flirsch

Ein Dorf an der Rosanna zeigt, wie Verkehr, Textilgewerbe und alpine Freizeit den Wandel des Tals prägten.

GEMEINDEKENNZIFFER70605
Gemeindeamt in der Villa Draxl in Flirsch
Gemeindeamt in der Villa Draxl in Flirsch · Foto: Rudolfo56 · „Flirsch Gemeindehaus2“ · Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0 at · Für regionalinfo.at verkleinert und als AVIF komprimiert; kein zusätzlicher Zuschnitt. Weitergabe unter derselben Bildlizenz.
Einwohner
1 001
01.01.2026
Fläche
31,05 km²
Bevölkerungsdichte
32,2
Einwohner je km²
PLZ des Gemeindeamtes
6572
Keine vollständige PLZ-Liste

Datenquelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026 · aufbereitet für regionalinfo.at.

FLIRSCH KENNENLERNEN

Flirsch: das Stanzer Tal hinter dem Tunnel

Flirsch liegt im Stanzer Tal zwischen Landeck und dem Arlberg. Die Gemeinde umfasst 1.001 Einwohner (Stand 1. Jänner 2026) und eine Fläche von 31,05 Quadratkilometern. Das Dorf erstreckt sich beiderseits der Rosanna; heute führt die Arlbergschnellstraße durch den Flirscher Tunnel am Ortskern vorbei.

Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Flirsch – Wikipedia, feste Artikelversion

Leben entlang der Rosanna

Zur Gemeinde gehören mehrere Ortsteile und Weiler auf beiden Seiten des Flusses. Die Talform bündelt Straße, Bach und Siedlung auf engem Raum; Hänge und Seitengräben setzen den Rahmen. Der Tunnel veränderte die Wahrnehmung des Ortes: Der Durchzugsverkehr muss nicht mehr durch die Dorfstraße geführt werden. Der öffentliche Verkehr wird durch Regionalbusse getragen, während der frühere Personenverkehr auf der Bahnlinie im Tal eingestellt ist. Flirsch bleibt dennoch stark durch die Arlbergverbindung geprägt. Der Ort liegt nahe bei St. Anton, ist aber eine eigene Gemeinde mit dörflichem Zentrum, kommunalen Einrichtungen und einer Landschaft, in der Wege und Wasserläufe direkt in den Alltag hineinreichen.

Quellen: Flirsch – Wikipedia, feste Artikelversion · Flirsch - Startseite

Von der Schafwolle zur Verkehrsachse

Eine frühe industrielle Phase begann 1886 mit der Gründung einer Schafwollfabrik durch A. Draxl. Die Fabrik wurde erweitert und beschäftigte das Dorf weit über die Region hinaus; 1964 wurde der Betrieb eingestellt. Die damalige Fabrikantenvilla dient heute als Rathaus. Zugleich öffnete die Arlbergbahn das Tal ab den 1880er-Jahren für den überregionalen Verkehr. Diese beiden Entwicklungen veränderten eine zuvor überwiegend bäuerliche Wirtschafts- und Lebensweise. Heute erinnern Rathaus und Taltrasse an diesen Wandel, während die Pfarrkirche St. Bartholomäus mit ihrem gotischen Turm ältere Ortsgeschichte sichtbar hält. Flirschs heutiges Bild ist damit von mehreren aufeinanderfolgenden Nutzungen geprägt.

Quellen: Flirsch – Wikipedia, feste Artikelversion · Dorfchronik - Flirsch - Startseite - Unser Flirsch - Wissenswertes - Dorfchronik

Dienstleistungen und Wasserkraft

Die Arbeitsstättenzählung 2024 weist für Flirsch 65 Arbeitsstätten aus; 69,2 Prozent liegen im Dienstleistungssektor. Gleichzeitig pendelten 79,1 Prozent der aktiv Erwerbstätigen mit Wohnort Flirsch aus. Eine konkrete örtliche Tätigkeit ist die Stromerzeugung am Klausbach: Das Kleinwasserkraftwerk steht laut Gemeinde vollständig in ihrem Eigentum. Beherbergung schafft weitere Arbeit im Dorf: Das familiengeführte Hotel Pezina bietet Platz für rund 100 Gäste. Dort gehören Übernachtung und Halbpension für Gäste des Arlberggebiets zum Angebot. Seine nahe Skibushaltestelle verbindet den Aufenthalt in Flirsch mit dem Skigebiet im rund zwölf Kilometer entfernten St. Anton am Arlberg.

Quellen: Statistik Austria – Arbeitsstättenzählung 2024, Gemeindeergebnisse · KWK Klaus- und Griesbach / WKW Stanzertal · Hotel Pezina in Flirsch

Kirche, Brücke und lokale Einrichtungen

Die Pfarrkirche zum heiligen Bartholomäus wurde im 18. Jahrhundert umgebaut und neu geweiht; ihr Turm geht auf den Vorgängerbau zurück. Am Ortsrand steht die Gondebachbrücke, eine Holzbrücke aus dem 19. Jahrhundert, die an ältere Wege über die Seitengräben erinnert. Oberhalb der Siedlung liegt das Landschaftsschutzgebiet Mösli unter dem Riffler. Ein Wander- und Fahrtweg führt vom Dorf zu dem Hochmoor mit offenem See. Die Gemeinde führt außerdem Schilift, Kletterhalle und Sportplätze als Freizeiteinrichtungen. Für einen kurzen Besuch eignen sich Kirche und Brücke im Tal; der Weg zum Mösli erschließt dagegen den größeren Naturraum über dem Dorf.

Quellen: Flirsch – Wikipedia, feste Artikelversion · Flirsch - Startseite · Flirsch - Startseite - Unser Flirsch - Dorfleben - Sehenswürdigkeiten · Mösli – Gemeinde Flirsch

Quellen und Belege

Stand der Angaben: 15.10.2026

GEOGRAFIE

Flirsch auf der Karte

Gemeindegebiet · Stand 01.01.2026

Rot: aus amtlichen Gemeindegrenzen abgeleitet und für die Anzeige vereinfacht. Kartenhintergrund: basemap.at. Quellen und Methodik

GEMEINDE IN ZAHLEN

Einwohner im Zeitvergleich

StichtagEinwohner
31.10.2011 · Registerzählung942
31.10.2021 · Registerzählung991
01.01.2026 · Bevölkerungsstand1 001

Die Abstände zwischen den Stichtagen sind unterschiedlich. Quelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026.

Gebäude · 31.10.2021
309
NUTS-3-Region
Tiroler Oberland (AT334)

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Besonderheiten & Ausflugsziele

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