ANGERBERG KENNENLERNEN
Angerberg: Höfe und Weiler am Inntaler Höhenrücken
Angerberg liegt auf einem lang gestreckten Höhenrücken nördlich des Inns. Die Gemeinde im Bezirk Kufstein zählt 1.981 Einwohnerinnen und Einwohner (Stand 1. Jänner 2026) und umfasst 19,53 Quadratkilometer.
Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Gemeinde Angerberg – Zahlen & Fakten
Ein Dorfzentrum und viele verstreute Höfe
Das Gemeindegebiet zieht sich über den Mittelgebirgsrücken zwischen Brandenberger Ache und Niederbreitenbach. Anders als im dicht bebauten Inntal liegen hier die Siedlungen nicht in einem einzigen Talboden: Einzelhöfe, Weiler und kleinere Siedlungsgruppen verteilen sich zwischen Wiesen und Wald. Die drei Ortschaften Achleit, Angerberg und Embach bilden die politische Gliederung. Linden bündelt wichtige Einrichtungen. Gemeindeamt, Volksschule, Kindergarten, Musikschule, Bücherei und Lebensmittelgeschäft liegen in diesem Bereich.
Quellen: Gemeinde Angerberg – Zahlen & Fakten · Angerberg – Wikipedia, feste Artikelversion
Arbeit zwischen Nahversorgung und Auspendeln
Die Arbeitsstättenzählung 2024 weist für Angerberg 166 Arbeitsstätten aus; 80,3 Prozent der aktiv Erwerbstätigen am Wohnort pendeln aus. Das zeigt die Bedeutung der Arbeitswege ins Inntal, besonders in Richtung Wörgl. Vor Ort verbindet sich kleinteilige Versorgung mit Handwerk und Landwirtschaft. Das kommunale Wirtschaftsverzeichnis nennt unter anderem einen Lebensmittelhändler, einen Malerbetrieb und Anbieter von Bauelementen. Solche Betriebe übernehmen Einkäufe und Dienstleistungen, für die Bewohner der verstreuten Weiler sonst ins Tal fahren müssten. Auf den Höfen werden Wiesen und landwirtschaftliche Flächen genutzt; ihre Lage zwischen Waldstücken prägt zugleich das offene Bild des Höhenrückens. Linden ist durch Geschäft und Betreuungseinrichtungen der wichtigste Anlaufpunkt für den täglichen Bedarf.
Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Arbeitsstättenzählung, Gemeindeergebnisse 2024 · Gemeinde Angerberg – Wirtschaftsverzeichnis · Angerberg – Wikipedia, feste Artikelversion
Eine lange Besiedlungsgeschichte
Pollenfunde aus Moorablagerungen am Lindenmoos belegen Rodungen bereits in der frühen Bronzezeit. Später verlief eine Römerstraße über den Höhenzug. Schriftliche Belege zu einzelnen Höfen setzen im Hochmittelalter ein; die erste bekannte Nennung des Namens Angerberg stammt aus dem Jahr 1190. Im Salbuch des Rattenberger Richters wurden 1416 bereits 21 Höfe im heutigen Gemeindegebiet verzeichnet. Die verstreute Besiedlung ist über Jahrhunderte gewachsen und folgt den nutzbaren Rodungsflächen. Der frühere Gemeindename Unterangerberg bezeichnete den politischen Ort noch bis 1981; seither heißt er Angerberg. Heute erinnern die einzelnen Hofstellen daran, dass die Siedlungen nicht aus einem einzigen Dorfkern entstanden.
Quellen: Angerberg – Wikipedia, feste Artikelversion · Gemeinde Angerberg – Ortschronik
Kapellen und Wege am Höhenrücken
Die Steinkapelle in Embach steht auf einem Felsblock und gilt als älteste Kapelle der Gemeinde. Die Dorfer Kapelle entstand der Überlieferung zufolge nach mehreren schlechten Erntejahren. In Linden befindet sich die Schulhauskapelle. Die kleinen Bauten liegen in verschiedenen Siedlungsteilen: Wer sie von öffentlichen Wegen aus betrachtet, gewinnt zugleich einen Eindruck von der Verteilung der Weiler auf dem Höhenrücken. Ein regelmäßiger Zugang zu den Innenräumen ist nicht ausgewiesen. Ein anderes Ausflugsziel ist die Hundalm-Eis- und Tropfsteinhöhle im Gemeindegebiet. Der Zustieg führt in die Bergwelt oberhalb des Inntals. Die Höhle kann nur im saisonalen Führungsbetrieb besucht werden; dafür braucht es einen eigenen Ausflug und passende Ausrüstung für den Bergweg. Der Betreiber veröffentlicht die jeweiligen Führungstermine. So stehen auf engem Raum kleine Bauzeugnisse in den Ortsteilen und ein alpines Naturziel zur Auswahl.
Quellen: Gemeinde Angerberg – Zahlen & Fakten · Hundalm Eis- und Tropfsteinhöhle – Betreiberseite · Angerberg – Wikipedia, feste Artikelversion
Quellen und Belege
- STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026
- Angerberg – Wikipedia, feste Artikelversion · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Versionsgeschichte
- Gemeinde Angerberg – Zahlen & Fakten
- Gemeinde Angerberg – Wirtschaftsverzeichnis
- Gemeinde Angerberg – Ortschronik
- Hundalm Eis- und Tropfsteinhöhle – Betreiberseite
- STATISTIK AUSTRIA – Arbeitsstättenzählung, Gemeindeergebnisse 2024
Stand der Angaben: 15.10.2026
