BAD HÄRING KENNENLERNEN
Vom Knappenort zum Gesundheitsstandort
Bad Häring liegt auf einem Hochplateau am Fuß des Pölven zwischen Wörgl und Kufstein. Die Gemeinde im Bezirk Kufstein zählt 3.043 Einwohner (Stand 1. Jänner 2026) und umfasst 9,28 Quadratkilometer. Der heutige Kurort war lange durch Braunkohleabbau und Steinbrüche geprägt; sichtbare Spuren dieser Arbeitswelt treffen heute auf Gesundheitseinrichtungen und Freizeitangebote.
Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Bad Häring – Wikipedia, feste Artikelversion · Dorfchronik | Gemeinde Bad Häring
Plateau und Ortsteile
Bad Häring liegt auf einem Plateau oberhalb des Inntals am Fuß des Pölven. Zum Hauptort kommen Osterndorf, Schönau und weitere Wohnbereiche; Wege verbinden sie mit dem Ortszentrum und den Hängen. Von hier aus sind Wörgl und Kufstein erreichbar, doch die Höhenlage gibt dem Ort einen eigenen Landschaftsraum. Volksschule, Gemeindeeinrichtungen und Angebote für ältere Menschen dienen dem täglichen Leben. Der Ort ist damit Wohn- und Gesundheitsstandort zugleich. Wer vom Zentrum Richtung Pölven geht, gelangt rasch in Wald und auf ausgeschilderte Wege; Spaziergänge im Ort bieten dagegen kurze Strecken zwischen Kirche, Kurpark und den Einrichtungen für Gäste und Bewohner.
Quellen: Bad Häring – Wikipedia, feste Artikelversion · Dorfchronik | Gemeinde Bad Häring
Bergbau und Heilwasser
Bis 1954 wurde in Bad Häring Braunkohle gewonnen; Mergel und Kalkstein dienten der Zementherstellung. Einen neuen Entwicklungsschritt brachte eine Schwefelquelle, die 1951 bei Bohrarbeiten erschlossen und 1953 als Heilquelle anerkannt wurde. Seit 1965 trägt die Gemeinde den Namen Bad Häring, 1996 erhielt sie die Anerkennung als Kurort. Bergbau und Heilwasser stehen auch im Gemeindewappen nebeneinander. Der Themenweg Bergbau macht die frühere Arbeit unter Tage zum Gegenstand eines Rundgangs. Kurpark und Kurkapelle stammen dagegen aus der jüngeren Phase des Orts. So lassen sich im Siedlungsraum zwei verschiedene Grundlagen der Ortsentwicklung nachvollziehen.
Quellen: Dorfchronik | Gemeinde Bad Häring · Themenwanderweg Bergbau | Gemeinde Bad Häring
Arbeit und Gesundheit
Die Arbeitsstättenzählung 2024 erfasste in Bad Häring 203 Arbeitsstätten und 1.066 Beschäftigte am Arbeitsort; 89,5 Prozent dieser Beschäftigung entfielen auf Dienstleistungen. Ein prägender Betrieb ist das AUVA-Rehabilitationszentrum. Dort unterstützen medizinische, therapeutische und pflegerische Fachkräfte Menschen nach schweren Unfällen auf dem Weg zurück in den Alltag. Gesundheitsangebote, Beherbergung und Gastronomie schaffen weitere Arbeit im Ort; Handwerk und Gewerbe ergänzen sie. Zugleich pendelten 73,7 Prozent der aktiv Erwerbstätigen am Wohnort aus. Der Kurort ist deshalb sowohl Arbeitsplatz für spezialisierte Gesundheitsberufe als auch Wohnort für Menschen, die anderswo im Unterinntal arbeiten. Der frühere Bergbau gehört zur Geschichte dieser Wirtschaftsstruktur.
Quellen: Arbeitsstättenzählung 2024, Gemeindetabelle · Dorfchronik | Gemeinde Bad Häring
Kurpark und Bergbauweg
Der Kurpark bietet im Ortszentrum Wege und einen Pavillon für einen kurzen Spaziergang. Wer mehr Zeit mitbringt, folgt dem Themenweg Bergbau und begegnet den Spuren der früheren Braunkohleförderung. Für Bewegung im Freien nennt die Gemeinde außerdem einen Motorikpark beim AUVA-Rehabilitationszentrum, der über das Wander- und Laufwegenetz erreichbar ist. Wege am Pölven führen aus dem bebauten Ort in Wald und Almgelände. Kurpark, Bergbauweg und Bewegungsangebote erschließen unterschiedliche Seiten Bad Härings: die jüngere Kurgeschichte, die frühere Arbeitswelt und die heutige Nutzung des Plateaus. Der Kurpark wurde 2002 angelegt; die benachbarte Kurkapelle war ein Jahr zuvor eingeweiht worden.
Quellen: Dorfchronik | Gemeinde Bad Häring · Themenwanderweg Bergbau | Gemeinde Bad Häring · Infrastruktur | Gemeinde Bad Häring
Quellen und Belege
Stand der Angaben: 15.10.2026
