FEHRING KENNENLERNEN
Am Raabtal-Knoten zwischen Stadt und Hügelland
Fehring liegt im Raabtal, wo ein historischer Stadtkern und mehrere dörfliche Ortsteile zu einer weitläufigen Gemeinde gehören. Die Stadtgemeinde im Bezirk Südoststeiermark hat 7.168 Einwohner (Stand 1. Jänner 2026) und eine Fläche von 87,09 Quadratkilometern. Ihr Profil entsteht aus dem Nebeneinander von Landwirtschaft, produzierenden Betrieben, Bahnverbindungen und einem Kulturangebot, das auch in den Ortsteilen verankert ist.
Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Stadtgemeinde Fehring: Sehenswertes
Stadt und Talraum
Der Ortskern liegt leicht über dem Talboden der Raab; rundherum steigen bewaldete Hügel an. Das Gemeindegebiet reicht bis an das Burgenland und umfasst neben Fehring mehrere Ortschaften, darunter Hatzendorf, Hohenbrugg an der Raab und Pertlstein. Seit der Gemeindestrukturreform 2015 sind vier frühere Gemeinden Teil des Stadtgebiets. Die Raab ist nicht nur Landschaftselement: Ihre Altarme und Auwälder bieten Lebensräume, die in einem Naturschutzgebiet im Bereich Schiefer-Hohenbrugg geschützt werden. Im Zentrum bündeln sich Geschäfte, Verwaltung und Bahnhof; außerhalb liegen Höfe, Weinlagen und kleinere Gewerbestandorte.
Quellen: Fehring – Wikipedia, feste Artikelversion · Stadtgemeinde Fehring: Sehenswertes
Produktion und regionale Dienste
Fehring verbindet produzierende Betriebe mit Handel, Handwerk und Dienstleistungen. Die Arbeitsstättenzählung 2024 erfasste 742 Arbeitsstätten in der Stadtgemeinde und 2.693 Beschäftigungsverhältnisse am Arbeitsort; 31,7 Prozent der Beschäftigten entfielen auf den sekundären Sektor. Zu den konkreten Tätigkeiten zählt die Leiterplattenproduktion von AT&S am Standort Industriepark. Austrovinyl produziert und vertreibt Schallplatten, daneben gibt es in Werk 2 Gastronomie. Tischlereien, Metalltechnik, Direktvermarktung und Lebensmittelproduktion ergänzen die größeren Produktionsstandorte. Viele Erwerbstätige pendeln außerdem in umliegende Gemeinden, sodass die Stadt zugleich Wohnort und Ziel für Beschäftigte aus dem Umland ist.
Quellen: Statistik Austria: Arbeitsstättenzählung 2024 · Stadtgemeinde Fehring: Betriebe A–Z
Mühle als Produktionsort und Ausflugsziel
Die Berghofer-Mühle verbindet eine aktive Getreide- und Ölmühle mit einem Besuchsangebot. Die Stadtgemeinde nennt neben Mehl und Getreideprodukten auch steirisches Kürbiskernöl und ein eigenes Kleinwasserkraftwerk. Bei Erlebnisführungen erhalten Besucher Einblick in Kernölherstellung, Mehlgewinnung und Stromproduktion; der Mühlenladen und der Mühlenhofgarten ergänzen das Angebot. Damit wird ein wirtschaftlicher Arbeitsablauf anschaulich: Wasserkraft wird genutzt, Getreide verarbeitet und ein regionales Öl hergestellt. Die Mühle ist kein bloßes historisches Schaustück, sondern ein Produktionsbetrieb, dessen Geschichte bis ins Mittelalter zurückreicht. Im Ortsteil Schlittenau führt außerdem eine Kellergasse mit alten Weinkellern und Presshäusern durch einen anderen Teil der regionalen Genusskultur.
Quellen: Stadtgemeinde Fehring: Sehenswertes
Markt, Bahn und Stadtleben
Fehring wurde 1265 erstmals schriftlich erwähnt; 1362 erhielt der Ort das Marktrecht und 1962 wurde er zur Stadt erhoben. Die Lage nahe der früheren ungarischen Grenze brachte Konflikte, zugleich entwickelten sich überregionale Verkehrsverbindungen. 1873 erreichte die Eisenbahn Fehring, 1885 kam die Strecke nach Fürstenfeld hinzu. Damit wurde der Bahnhof zum Knotenpunkt; noch heute treffen dort Steirische Ostbahn und Thermenbahn aufeinander. Seit 2010 ist Fehring auch Teil der S-Bahn Steiermark. Im Stadtzentrum stehen spätgotische und barocke Bauteile der Pfarrkirche neben Resten des mittelalterlichen Tabors. Wer vom Bahnhof in den Stadtkern geht, begegnet damit zwei Schichten der Stadtentwicklung: dem Verkehrsstandort und dem historischen Markt mit seiner Pfarrkirche.
Quellen: Stadtgemeinde Fehring: Sehenswertes · Fehring – Wikipedia, feste Artikelversion
Quellen und Belege
Stand der Angaben: 14.10.2026
