BREITENAU AM HOCHLANTSCH KENNENLERNEN
Breitenau am Hochlantsch: ein Tal aus Bergbau und Bergen
Breitenau am Hochlantsch zieht sich als Seitental des mittleren Murtals zwischen Hochlantsch und Fischbacher Alpen. Die Marktgemeinde im Bezirk Bruck-Mürzzuschlag hat 1.539 Einwohner (1. Jänner 2026) und umfasst 62,47 km².
Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Breitenau am Hochlantsch – Wikipedia, feste Artikelversion
Zwei Zentren im Breitenauer Tal
Das Tal verläuft ungefähr 20 Kilometer in Ost-West-Richtung. St. Jakob bildet den politischen und alltäglichen Mittelpunkt mit Gemeindeamt, Schule, Kindergarten und Geschäften; St. Erhard ist das kirchliche Zentrum. In den beiden Ortschaften und den verstreuten Hoflagen leben die Bewohner in einer Gemeinde, deren Siedlungsbild vom engen Talboden bis zu den höher gelegenen Hängen reicht. Im Süden steht der Hochlantsch, im Norden schließen die Fischbacher Alpen an. Die Landesstraße führt über zwei Sättel Richtung Teichalm und Oststeiermark. Der schmale Talboden und die Höfe an Hängen und Seitengräben geben der Gemeinde ihre langgestreckte Gestalt. Der Weg nach Mixnitz verbindet das Tal mit der Südbahn im Murtal.
Quellen: Breitenau am Hochlantsch – Wikipedia, feste Artikelversion
Magnesit prägt die Arbeit im Tal
Die Arbeitsstättenzählung 2024 erfasste 493 Beschäftigte am Arbeitsort; 54,1 Prozent der Erwerbstätigen mit Wohnort Breitenau pendelten aus. Zugleich entfielen 50,1 Prozent der Beschäftigten in örtlichen Arbeitsstätten auf den sekundären Sektor. Das passt zu einer Tätigkeit, die seit 1906 besteht: Am Standort Breitenau baut RHI Magnesita Magnesit ab und verarbeitet das Gestein zu Feuerfestrohstoffen für industrielle Hochtemperaturprozesse. Die Rohstoffverarbeitung bindet das Tal an industrielle Abnehmer über die Region hinaus. Daneben gibt es Landwirtschaft, Holzverarbeitung, Handel und Gastgewerbe. Die Werkbahn dient vor allem dem Abtransport der Erzeugnisse Richtung Murtal.
Quellen: Arbeitsstättenzählung 2024 – Gemeindeergebnisse · RHI Magnesita – Standort Breitenau
Bergbau und Wallfahrt
Die Geschichte der Breitenau verbindet mehrere Erwerbsformen. Am Straßegg wurde bereits im Mittelalter nach Gold gesucht; später kamen Silber, Blei und Arsen hinzu. Im 16. Jahrhundert entstanden Hammerwerke und Sensenhämmer, die Eisen weiterverarbeiteten. Der moderne Magnesitbergbau setzte 1906 ein und brachte eine neue industrielle Kontinuität in das Tal. Die 1913 eröffnete Schmalspurbahn zwischen Mixnitz und St. Erhard diente dem Werkverkehr; sie führt bis heute ins Tal, wird planmäßig aber für Gütertransporte genutzt. Neben der Arbeit prägt die Wallfahrt das Ortsbild: Die gotische Kirche St. Erhard geht auf einen Bau des 14. Jahrhunderts zurück und bewahrt spätmittelalterliche Glasfenster. In St. Jakob steht eine kleinere Kirche mit einem Weltgerichtsfresko aus dem 15. Jahrhundert.
Quellen: Breitenau am Hochlantsch – Wikipedia, feste Artikelversion
Bergziele und Dorfleben
Von St. Erhard aus führen Wege hinauf zur Kapelle Schüsserlbrunn, die an eine steile Felswand unter dem Hochlantsch gebaut ist. Der Aufstieg ist Teil des Erlebnisses; Besucher sollten die aktuelle Wegeführung und saisonale Bedingungen beachten. Auch die Pfarr- und Wallfahrtskirche St. Erhard ist ein öffentlich zugängliches Ziel im Tal. In St. Jakob liegen Sportplätze, Gasthäuser und Nahversorgung nahe beieinander. Die Gemeinde gehört zum Naturpark Almenland, dessen offene Almflächen über die Sattelstraßen erreichbar sind. Das Hallenbad in St. Jakob ergänzt die Wanderziele um ein wetterunabhängiges Angebot für das Tal. St. Erhard und St. Jakob sind über die Talstraße miteinander verbunden; beide bieten so unterschiedliche Ausgangspunkte für Besuche.
Quellen: Breitenau am Hochlantsch – Wikipedia, feste Artikelversion · Breitenau Gemeindeinfrastruktur
Quellen und Belege
Stand der Angaben: 14.10.2026
