MORTANTSCH KENNENLERNEN
Mortantsch: zwischen Raabklamm und Weiz
Mortantsch liegt zwischen der Raabklamm im Westen und der Stadt Weiz im Osten. Die Gemeinde im Bezirk Weiz zählt 2.268 Einwohnerinnen und Einwohner (Stand 1. Jänner 2026) auf 17,55 km². Sechs Ortschaften – Göttelsberg, Hafning, Haselbach bei Weiz, Leska, Mortantsch und Steinberg bei Weiz – verteilen sich auf Talränder und Hügelland. Die Nähe zur Stadt trifft auf bewaldete Höhen, landwirtschaftlich genutzte Flächen und Wege, die sich bis an die Raabklamm erstrecken.
Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Mortantsch – Regionalentwicklung Oststeiermark
Raabklamm am westlichen Rand
Im Westen und Süden bildet die Raab eine Gemeindegrenze; vom niedrigen Flussbereich steigt das Gelände bewaldet zu Hängen und Höhenrücken an. Der Steinberg erreicht 632 Meter, der Stroß im Norden 1.039 Meter. Zwischen den Waldflächen liegen flachere landwirtschaftlich genutzte Bereiche. Die Lage an der Stadtgrenze zu Weiz macht Mortantsch zu einem Übergang zwischen dem städtischen Versorgungsraum und einem ländlichen Siedlungsgebiet. Haselbach liegt am Zugang zur Großen Raabklamm, während Götzenbichl als Ausgangspunkt zur Kleinen Raabklamm genannt wird. Beide Zugänge binden einzelne Ortschaften an die Flusslandschaft an.
Unternehmen und Pendler
Die Arbeitsstättenzählung 2024 weist 149 Arbeitsstätten und 284 Beschäftigte in Arbeitsstätten aus. 55,7 Prozent der Arbeitsstätten entfielen auf Dienstleistungen, 35,6 Prozent auf den primären und 8,7 Prozent auf den sekundären Sektor. Bei den Beschäftigten am Arbeitsort stellte der primäre Sektor 31,3 Prozent. Obstbau Macher bewirtschaftet Obstgärten auf der Sonnleiten in Leska und verkauft Frischobst sowie verarbeitete Produkte im Hofladen. Die Regionalentwicklung zählt 2024 außerdem 145 Unternehmen; Unternehmen und Arbeitsstätten sind verschiedene Bezugsgrößen. Von den aktiv Erwerbstätigen mit Wohnort Mortantsch pendelten 87,1 Prozent aus. Der Obstbau zeigt eine örtliche Tätigkeit, während viele Arbeitswege nach außen führen.
Quellen: Arbeitsstättenzählung 2024 · Mortantsch – Regionalentwicklung Oststeiermark · Obstbau Macher – Hofladen
Wege in der Gemeinde
Mehrere Buslinien binden Mortantsch an den öffentlichen Verkehr an; der nächste Bahnhof liegt in Weiz. Durch das Gemeindegebiet verläuft der Raabtalradweg R11. Ein Wegenetz dient außerdem dem Wandern, Radfahren, Joggen und Nordic Walking; Tennis und Bogenschießen ergänzen die örtlichen Freizeitangebote. Haselbach ist Ausgangspunkt zur Großen Raabklamm, Götzenbichl zur Kleinen; die Wege beginnen damit in unterschiedlichen Ortsteilen. Im Bereich der Ortschaft Göttelsberg befinden sich Gemeindezentrum, Kindergarten und Volksschule. Für eine Wanderung durch den Weizer Hofstattwald bietet der Waldlehrpfad Weiz–Mortantsch einen rund sieben Kilometer langen Rundweg mit Schautafeln; sein Ausgangspunkt liegt in Weiz.
Quellen: Mortantsch – Regionalentwicklung Oststeiermark · Waldlehrpfad Weiz-Mortantsch
Sechs Ortschaften mit alten Namen
Ortsnamen wie Leska und Mortantsch gehen auf slawische Sprachwurzeln zurück. Göttelsberg wird 1185 als Gotlingsperge erwähnt, Leska 1229 als Leczow. Haselbach, Hafning und Steinberg erscheinen 1265 in einer steirischen Urkunde; Mortantsch selbst ist 1405 belegt. Die heutige Gemeinde entstand 1952 aus den früher selbstständigen Ortsgemeinden Mortantsch, Steinberg bei Weiz und Haselbach bei Weiz. Diese Zusammenführung brachte Ortschaften mit unterschiedlichen geschichtlichen Bezügen in einen Verband. Im Gemeindegebiet stehen außerdem Kapellen und Bildstöcke; die Wegkapelle in Göttelsberg ist als lokales Kleindenkmal verzeichnet.
Quellen und Belege
- STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026
- Mortantsch – Wikipedia, feste Artikelversion · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Versionsgeschichte
- STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026
- Arbeitsstättenzählung 2024
- Mortantsch – Regionalentwicklung Oststeiermark
- Waldlehrpfad Weiz-Mortantsch
- Obstbau Macher – Hofladen
Stand der Angaben: 14.10.2026
