GEMEINDE · STEIERMARK

Sankt Stefan ob Leoben

Murtaler Wohnort mit Bergbaugeschichte, die bis heute weitergeht

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Pfarrkirche und Pfarrhof von Sankt Stefan ob Leoben hinter einem Feld
Pfarrkirche und Pfarrhof von Sankt Stefan ob Leoben hinter einem Feld · Foto: Herzi Pinki · „View of St. Stefan ob Leoben“ · Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0 · Für regionalinfo.at verkleinert und als AVIF komprimiert; kein zusätzlicher Zuschnitt. Weitergabe unter derselben Bildlizenz.
Einwohner
1 813
01.01.2026
Fläche
78,76 km²
Bevölkerungsdichte
23,0
Einwohner je km²
PLZ des Gemeindeamtes
8713
Keine vollständige PLZ-Liste

Datenquelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026 · aufbereitet für regionalinfo.at.

SANKT STEFAN OB LEOBEN KENNENLERNEN

Sankt Stefan ob Leoben und das aktive Grafitrevier

Sankt Stefan ob Leoben liegt im Murtal rund 15 Kilometer westlich von Leoben und reicht mit seinen Ortschaften in mehrere Seitentäler. Die Gemeinde zählt 1.813 Einwohner und umfasst 78,76 Quadratkilometer. Besonders eigenständig ist die Verbindung aus ländlichen Ortsteilen und dem bis heute aktiven Grafitbergbau in Kaisersberg. Das Ortsgebiet umfasst außerdem Lobming, Chromwerk, Preßnitz und weitere Siedlungen. Die Mur, die Schnellstraße S 36 und die Bahnverbindung strukturieren den Alltag; der historische Ortskern und die Seitentäler erzählen zugleich von früheren Übergängen, Bergwerken und Eisenverarbeitung.

Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Sankt Stefan ob Leoben – Wikipedia, feste Artikelversion

Mehrere Ortsteile, ein gemeinsamer Talraum

Die neun Ortschaften der Gemeinde verteilen sich auf das Murtal und die angrenzenden Seitentäler. Lobming teilt sich in Vorder- und Hinterlobming; Kaisersberg liegt am Fuß eines Burgbergs, während Chromwerk und Zmöllach eigene Siedlungslagen markieren. Diese Struktur bringt unterschiedliche Landschaften auf engem Raum zusammen: Talboden, bewaldete Hänge und landwirtschaftlich genutzte Flächen. Die S 36 verläuft als wichtige Straßenverbindung durch das Murtal; die Rudolfsbahn bietet weitere regionale Anbindungen. Die Gemeinde ist keine kompakte Stadtsiedlung, sondern ein Netz von Dörfern und Weilern mit gemeinsamem Zentrum.

Quellen: Sankt Stefan ob Leoben – Wikipedia, feste Artikelversion

Von Brücke, Burg und Bergbau

Die frühe Bedeutung des Ortes hing mit einer Murbrücke zusammen, die als Übergang zwischen Knittelfeld und Leoben diente. Urkunden nennen bereits im 9. Jahrhundert Höfe im heutigen Gemeindegebiet. Später entstanden Bergwerke für Kupfer, Alaun und Grafit; die Burg Kaisersberg beherrschte lange die Talzufahrt. Im 19. Jahrhundert kamen Eisenverarbeitung und ein Schmelzwerk in der Vorlobming hinzu. Dort ließ Josef Ressel 1828 den Röhrenkessel für sein Versuchsschiff Civetta fertigen. Heute erinnert die goldene Schiffsschraube im Gemeindewappen an diese Episode.

Quellen: Sankt Stefan ob Leoben – Wikipedia, feste Artikelversion · Sankt Stefan ob Leoben | Gemeinde St. Stefan ob Leoben

Grafit als heutige Rohstoffarbeit

In der Arbeitsstättenzählung 2024 stehen für Sankt Stefan ob Leoben 111 Arbeitsstätten und 323 Beschäftigte in Arbeitsstätten; der sekundäre Sektor umfasst 20,1 Prozent der Beschäftigungsverhältnisse. 81,8 Prozent der aktiv Erwerbstätigen am Wohnort pendelten aus. Ein örtlicher Gegenpol zu dieser Pendlerverflechtung ist der Grafitbergbau Kaisersberg: Das Finanzministerium beschreibt ihn als derzeit letzten aktiven Grafitbergbau der Alpen. Der Rohstoff wird dort unter Tage gewonnen; erste Aufzeichnungen zum Abbau stammen aus dem Jahr 1755. Weltweit wird Grafit unter anderem für feuerfeste Produkte und Spezialelektroden gebraucht. So verbindet die Gemeinde eine lange Montantradition mit einer bis heute realen Rohstofftätigkeit, während viele Einwohner ihre Arbeit außerhalb des Wohnorts finden.

Quellen: Arbeitsstättenzählung 2024, Gemeindetab_(Gebietsstand_2024) · Grafit | Bundesministerium für Finanzen · Sankt Stefan ob Leoben | Gemeinde St. Stefan ob Leoben

Ortsleben zwischen Kirche und Seitental

Die Pfarrkirche von Sankt Stefan bildet den religiösen Mittelpunkt des Hauptorts. Im abgelegeneren Hinterlobming liegt eine romanische Kirche, die bis heute für Hochzeiten und Taufen genutzt wird. Die beiden Kirchen zeigen, dass das Gemeindeleben nicht allein im Hauptort stattfindet. Schulen, Gemeindeamt und Vereine ergänzen die örtliche Infrastruktur; Sport- und Kulturgruppen verbinden die einzelnen Ortschaften. Der Murradweg führt durch den Hauptort und erschließt den Talboden für Radfahrer. Wer das Seitental erkundet, trifft in Hinterlobming auf die kleinere romanische Kirche; beide Orte zeigen unterschiedliche Maßstäbe des Gemeindelebens.

Quellen: Sankt Stefan ob Leoben – Wikipedia, feste Artikelversion · Sankt Stefan ob Leoben | Gemeinde St. Stefan ob Leoben · Murradweg Etappe 4 | Steiermark Tourismus · Pfarrkirche St. Stefan | Pfarrverband Stadtkirche Leoben

Quellen und Belege

Stand der Angaben: 14.10.2026

GEOGRAFIE

Sankt Stefan ob Leoben auf der Karte

Gemeindegebiet · Stand 01.01.2026

Rot: aus amtlichen Gemeindegrenzen abgeleitet und für die Anzeige vereinfacht. Kartenhintergrund: basemap.at. Quellen und Methodik

GEMEINDE IN ZAHLEN

Einwohner im Zeitvergleich

StichtagEinwohner
31.10.2011 · Registerzählung1 976
31.10.2021 · Registerzählung1 857
01.01.2026 · Bevölkerungsstand1 813

Die Abstände zwischen den Stichtagen sind unterschiedlich. Quelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026.

Gebäude · 31.10.2021
741
NUTS-3-Region
Östliche Obersteiermark (AT223)

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Besonderheiten & Ausflugsziele

ÜBER DIE GEMEINDEGRENZE HINAUS

Nachbargemeinden von Sankt Stefan ob Leoben

Nachbarschaft aus gemeinsamen Grenzabschnitten der amtlichen Geometrien abgeleitet. Reine Berührungspunkte und ausländische Gemeinden sind nicht enthalten.