STADTGEMEINDE · SALZBURG

Mittersill

Stadt am Knoten von Tal- und Passwegen

GEMEINDEKENNZIFFER50613
Winterliches Panorama von Mittersill und den umliegenden Bergen
Winterliches Panorama von Mittersill und den umliegenden Bergen · Foto: www.gpix.at · „Mittersill Panorama“ · Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0 · Für regionalinfo.at verkleinert und als AVIF komprimiert; kein zusätzlicher Zuschnitt. Weitergabe unter derselben Bildlizenz.
Einwohner
5 720
01.01.2026
Fläche
131,98 km²
Bevölkerungsdichte
43,3
Einwohner je km²
PLZ des Gemeindeamtes
5730
Keine vollständige PLZ-Liste

Datenquelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026 · aufbereitet für regionalinfo.at.

MITTERSILL KENNENLERNEN

Mittersill bündelt Oberpinzgauer Alltag und Nationalpark

Mittersill liegt dort, wo die Salzach das Oberpinzgauer Tal durchzieht und die Wege über Pass Thurn und Felbertauern zusammentreffen. Die Stadtgemeinde hat 5.720 Einwohner (1. Jänner 2026) und umfasst 131,98 Quadratkilometer. Markt, Schulen, Betriebe und Nationalparkangebote machen sie zu einem wichtigen Zentrum des Oberpinzgaus.

Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Mittersill – Wikipedia, feste Artikelversion

Talstadt mit Verbindungen in die Berge

Die Lage am breiten Salzachtal hat Mittersill seit Jahrhunderten geprägt. Nach Osten führt die Talroute Richtung Zell am See, nach Westen Richtung Gerlos; der Pass Thurn verbindet den Ort mit Tirol, während die Felbertauernstraße nach Süden führt. Die Pinzgauer Lokalbahn ergänzt diese Straßenachsen entlang des Tals. Der historische Markt liegt nahe der Salzach, die wegen wiederkehrender Hochwasser immer wieder gesichert werden musste. Heute trennt ein Damm den Ort vom Fluss und prägt zugleich den öffentlichen Raum. Das Gemeindegebiet umfasst neben dem Zentrum mehrere verstreute Ortsteile bis in die Seitentäler. Felben mit dem alten Felberturm liegt nahe beim Stadtkern, während das Wasenmoos und der Hintersee bereits in höher gelegenen Landschaftsräumen liegen.

Quellen: Mittersill – Wikipedia, feste Artikelversion · Mittersill – Geschichte und Chronik

Arbeit, Bildung und regionale Dienste

Die Arbeitsstättenzählung 2024 zählte 640 Arbeitsstätten in Mittersill; 73,4 Prozent gehörten zum Dienstleistungssektor. Von 3.804 Beschäftigungsverhältnissen am Arbeitsort entfielen 63,1 Prozent auf Dienstleistungen und 32,1 Prozent auf den produzierenden Sektor. 46,4 Prozent der aktiv Erwerbstätigen am Wohnort pendelten aus. Die Größen beziehen sich auf unterschiedliche Bezugsgruppen und zeigen zugleich Arbeitsplätze vor Ort und Verbindungen ins Umland. Die Stadt nennt Fahnen-Gärtner und den Skihersteller Blizzard als ortsansässige Industriebetriebe. Neben dieser Produktion bietet das Nationalparkzentrum Hohe Tauern mit acht Erlebnisstationen einen Besuchs- und Bildungsdienst im Stadtkern. Handel und öffentliche Einrichtungen ergänzen die Arbeitsplatzstruktur des regionalen Zentrums.

Quellen: Statistik Austria – Arbeitsstättenzählung 2024 · Mittersill – Geschichte und Chronik · Nationalparkzentrum Hohe Tauern

Felberturm und die Geschichte des Marktes

Der Felberturm im Ortsteil Felben ist ein weithin sichtbarer Rest der regionalen Säumer- und Handelsgeschichte. Der Wehrturm diente später als Speicher und beherbergt heute ein Museum zur Geschichte des Marktes, des Alltagslebens und des Verkehrs über die Alpen. Feuer und Hochwasser unterbrachen diese Entwicklung mehrfach; 1746 zerstörte ein Großbrand einen großen Teil des Marktes. Im 19. Jahrhundert ließ der damalige Pfleger Ignaz von Kürsinger Dämme an der Salzach vorantreiben, um wiederkehrende Überschwemmungen einzudämmen. Mit der Eröffnung der Felbertauernstraße 1967 gewann Mittersill erneut an Bedeutung als Verbindungspunkt zwischen dem Salzachtal und Osttirol.

Quellen: Felberturmmuseum · Mittersill – Wikipedia, feste Artikelversion

Museum, Nationalparkwelten und Moor

Im Nationalparkzentrum in Mittersill führen acht Stationen durch unterschiedliche alpine Lebensräume, vom Tal bis ins Hochgebirge. Das Haus macht Nationalparklandschaft auch bei Schlechtwetter zugänglich und liegt an der Gerlosstraße nahe dem Zentrum. Wer lieber draußen unterwegs ist, kann das Wasenmoos am Pass Thurn auf einem frei begehbaren, zwei Kilometer langen Themenweg erkunden. Schautafeln erklären Moorlebensräume, Torfstich und Renaturierung; ein Aussichtspavillon öffnet den Blick auf die Hohen Tauern. Das Moor darf nur auf den vorgegebenen Wegen betreten werden. Der Rundweg macht zugleich die frühere Torfnutzung und die Renaturierung des Moores sichtbar.

Quellen: Nationalparkzentrum Hohe Tauern · Naturdenkmal Wasenmoos · Felberturmmuseum

Quellen und Belege

Stand der Angaben: 14.10.2026

GEOGRAFIE

Mittersill auf der Karte

Gemeindegebiet · Stand 01.01.2026

Rot: aus amtlichen Gemeindegrenzen abgeleitet und für die Anzeige vereinfacht. Kartenhintergrund: basemap.at. Quellen und Methodik

GEMEINDE IN ZAHLEN

Einwohner im Zeitvergleich

StichtagEinwohner
31.10.2011 · Registerzählung5 405
31.10.2021 · Registerzählung5 708
01.01.2026 · Bevölkerungsstand5 720

Die Abstände zwischen den Stichtagen sind unterschiedlich. Quelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026.

Gebäude · 31.10.2021
1 567
NUTS-3-Region
Pinzgau-Pongau (AT322)

VOR ORT ENTDECKEN

Besonderheiten & Ausflugsziele

ÜBER DIE GEMEINDEGRENZE HINAUS

Nachbargemeinden von Mittersill

Nachbarschaft aus gemeinsamen Grenzabschnitten der amtlichen Geometrien abgeleitet. Reine Berührungspunkte und ausländische Gemeinden sind nicht enthalten.