GEMEINDE · SALZBURG

Bramberg am Wildkogel

Zwischen Wildkogel und Nationalpark verbinden Bergbaugeschichte, Dorfleben und Ausflugswirtschaft das Oberpinzgauer Tal.

GEMEINDEKENNZIFFER50601
Blick über die Häuser und die Kirche von Bramberg am Wildkogel
Blick über die Häuser und die Kirche von Bramberg am Wildkogel · Foto: Arne Müseler / arne-mueseler.com / CC-BY-SA-3.0 · „Bramberg am wildkogel“ · Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0 de · Für regionalinfo.at verkleinert und als AVIF komprimiert; kein zusätzlicher Zuschnitt. Weitergabe unter derselben Bildlizenz.
Einwohner
4 116
01.01.2026
Fläche
117,34 km²
Bevölkerungsdichte
35,1
Einwohner je km²
PLZ des Gemeindeamtes
5733
Keine vollständige PLZ-Liste

Datenquelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026 · aufbereitet für regionalinfo.at.

BRAMBERG AM WILDKOGEL KENNENLERNEN

Bramberg am Wildkogel: Smaragde, Seilbahn und Salzach

Bramberg liegt am sonnseitigen Ufer der Salzach, am Fuß des Wildkogels und im Oberpinzgau. Die Gemeinde zählt 4.116 Einwohner (1. Jänner 2026) auf 117,34 Quadratkilometern. Das Tal öffnet Wege ostwärts nach Mittersill und westwärts Richtung Krimml; zugleich reichen Seitentäler in die Hohen Tauern.

Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Bramberg am Wildkogel – Wikipedia, feste Artikelversion

Dorf am Talboden, Täler im Süden

Das Zentrum liegt auf rund 819 Metern Seehöhe am linken, nördlichen Salzachufer. Von Norden mündet der Mühlbach, aus den südlichen Tauernbächen kommen unter anderem Habach, Steinbach und Wennsbach hinzu. Seitentäler und Talboden prägen das Gemeindegebiet. Bramberg gehört zu den Gemeinden des Nationalparks Hohe Tauern; das Habachtal ist als Smaragdfundgebiet bekannt. Wasserläufe, Almen und Höhenwege strukturieren die Verbindungen zwischen den Siedlungen. Bramberg selbst ist der zentrale Ort innerhalb eines Gemeindegebiets, das früher in zahlreiche statistische Ortschaften gegliedert wurde. Heute bilden vier Katastralgemeinden – Bramberg, Habach, Mühlbach und Mühlberg – die amtliche Teilung.

Quellen: Bramberg am Wildkogel – Wikipedia, feste Artikelversion

Vom Kupfererz zu Smaragden

Bergbau ist ein älterer wirtschaftlicher Strang des Oberpinzgaus. Bramberg wurde 1160 als „Prentenperige“ genannt; im weiteren Umfeld wurde Kupfererz bereits in früher Zeit gewonnen. Ein neuer Abbauversuch begann 1829 und endete 1863. Das Habachtal erzählt eine andere Geschichte: Dort wurden Smaragde gefunden, und die Mineralien aus dem Tal sind heute ein Schwerpunkt des örtlichen Museums. Im Museum in Weichseldorf stehen Smaragdstufen neben einer Web- und Spinnstube, einer Schusterwerkstatt und einer Bienenabteilung. Die Sammlung verbindet die Mineralogie des Habachtals mit früheren Tätigkeiten der Talbewohner.

Quellen: Bramberg am Wildkogel – Wikipedia, feste Artikelversion · Museum Bramberg, Gemeinde Bramberg

Dienstleistungen, Bau und Bergbahnen

Die Arbeitsstättenzählung 2024 erfasst in Bramberg 387 Arbeitsstätten und 1.479 Beschäftigte am Arbeitsort. 63,2 Prozent dieser Beschäftigungsverhältnisse lagen im tertiären Sektor; 59,7 Prozent der aktiv Erwerbstätigen mit Wohnsitz Bramberg pendelten aus. Die Werte zählen weder Unternehmen noch allein Personen. Zu den konkret sichtbaren Tätigkeiten gehört der Bergbahnbetrieb am Wildkogel: Die Smaragdbahn erschließt im Sommer Wander- und Bikewege und im Winter das Skigebiet. Hotels, Gasthöfe und Gastronomie bedienen Gäste, während Bau und Warenherstellung weiterhin Teil des regionalen Arbeitsangebots sind. Damit steht der Ort zwischen Tourismusdienstleistungen, handwerklich-produzierender Arbeit und Pendelbeziehungen im Oberpinzgau. Die Bahn und ihre Ausflugsangebote sind ein örtliches Beispiel, keine Statistik für sämtliche Bramberger Betriebe.

Quellen: Arbeitsstättenzählung 2024, Statistik Austria · Bergbahnen Wildkogel, Gemeindeblatt September 2025 · Bramberg am Wildkogel – Wikipedia, feste Artikelversion · Bergbahnen Wildkogel im Sommer – Smaragdbahn

Bahnanschluss und Angebote im Ort

Die Pinzgauer Lokalbahn und die B 165 verlaufen in Ost-West-Richtung durch das Tal. Ihr Bahnhof liegt im Ort. Richtung Krimml besteht 2026 ab Mittersill Schienenersatzverkehr; die Verbindung nach Zell am See erfolgt über die Talachse. Kindergarten, Volksschule und Mittelschule sichern die allgemeine Schulversorgung; die Tourismusschule an der Wennser Straße bietet fachbezogene Ausbildung im Ort. Am Wildkogel gibt es auch Rodelbahn, Loipen, Sommerwege und Mountaincart-Angebote. Für Gäste entsteht daraus eine saisonübergreifende Ausflugsinfrastruktur; für Einheimische bleiben Bahn, Schulen, Vereine und lokale Einrichtungen wichtige Bausteine des täglichen Lebens. Für Wege zur Schule und zur Arbeit ist die Talverbindung auch jenseits der Gästesaison wichtig.

Quellen: Bramberg am Wildkogel – Wikipedia, feste Artikelversion · Bergbahnen Wildkogel, Gemeindeblatt September 2025 · Museum Bramberg, Gemeinde Bramberg · Fahrplan 2026 – Pinzgauer Lokalbahn

Quellen und Belege

Stand der Angaben: 14.10.2026

GEOGRAFIE

Bramberg am Wildkogel auf der Karte

Gemeindegebiet · Stand 01.01.2026

Rot: aus amtlichen Gemeindegrenzen abgeleitet und für die Anzeige vereinfacht. Kartenhintergrund: basemap.at. Quellen und Methodik

GEMEINDE IN ZAHLEN

Einwohner im Zeitvergleich

StichtagEinwohner
31.10.2011 · Registerzählung3 931
31.10.2021 · Registerzählung3 985
01.01.2026 · Bevölkerungsstand4 116

Die Abstände zwischen den Stichtagen sind unterschiedlich. Quelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026.

Gebäude · 31.10.2021
1 370
NUTS-3-Region
Pinzgau-Pongau (AT322)

VOR ORT ENTDECKEN

Besonderheiten & Ausflugsziele

ÜBER DIE GEMEINDEGRENZE HINAUS

Nachbargemeinden von Bramberg am Wildkogel

Nachbarschaft aus gemeinsamen Grenzabschnitten der amtlichen Geometrien abgeleitet. Reine Berührungspunkte und ausländische Gemeinden sind nicht enthalten.