GEMEINDE · SALZBURG

Großgmain

Untersberglandschaft, Wallfahrt und ein Freilichtmuseum im Salzburger Grenzraum

GEMEINDEKENNZIFFER50315
Winterlandschaft mit der Wallfahrtskirche in Großgmain
Winterlandschaft mit der Wallfahrtskirche in Großgmain · Foto: TVB Großgmain · „Großgmain Wallfahrtskirche im Winter“ · Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0 · Für regionalinfo.at verkleinert und als AVIF komprimiert; kein zusätzlicher Zuschnitt. Weitergabe unter derselben Bildlizenz.
Einwohner
2 717
01.01.2026
Fläche
22,82 km²
Bevölkerungsdichte
119,0
Einwohner je km²
PLZ des Gemeindeamtes
5084
Keine vollständige PLZ-Liste

Datenquelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026 · aufbereitet für regionalinfo.at.

GROSSGMAIN KENNENLERNEN

Großgmain an einer Grenze mit gemeinsamer Geschichte

Großgmain liegt am Fuß des Untersbergs direkt an der Grenze zu Bayern. Der Weißbach trennt das Salzburger Großgmain vom benachbarten Bayerisch Gmain. In der Gemeinde leben 2.717 Einwohnerinnen und Einwohner (Stand 1. Jänner 2026) auf 22,82 Quadratkilometern.

Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Großgmain – Wikipedia, feste Artikelversion

Eine Gemeinde in einer geteilten Landschaft

Der Name Gmain bezeichnete lange den Siedlungsraum zwischen Untersberg, Lattengebirge und den Tälern westlich davon. Heute markiert der Weißbach die Staatsgrenze, doch die beiden Gemeinden auf österreichischer und deutscher Seite liegen einander unmittelbar gegenüber. Die politischen Grenzen entstanden schrittweise und wurden 1816 endgültig neu geordnet. Für die Bevölkerung blieben wirtschaftliche und verwandtschaftliche Beziehungen über den Bach hinweg bestehen. Großgmain besteht aus einer Ortschaft mit den Siedlungsteilen Kirchenviertel, Schwaig, Tannenwinkl und Hinterreit. Das weitläufige Gemeindegebiet reicht vom dichter bebauten Dorf in Landschafts- und Naturschutzräume am Untersberg.

Quellen: Großgmain – Wikipedia, feste Artikelversion · Großgmain - Startseite - Unser Grossgmain - Wissenswertes - Chronik

Dienstleistungen prägen den Arbeitsort

Am 31. Oktober 2024 verzeichnete die Arbeitsstättenzählung in Großgmain 255 Arbeitsstätten und 970 Beschäftigungsverhältnisse. 89,3 Prozent der Beschäftigungsverhältnisse entfielen auf Dienstleistungen. Das passt zu einem Ort, in dem Beherbergung, Gastronomie und öffentliche Einrichtungen neben kleinen Gewerben und Landwirtschaft stehen. Ein wichtiger Arbeitsort ist das Salzburger Freilichtmuseum: Es sammelt, erforscht und vermittelt ländliche Bau- und Lebensformen und beschäftigt Fachleute in Museumsarbeit, Vermittlung, Technik und Besucherservice. Die Einrichtung zieht zugleich Gäste an, die in der örtlichen Gastronomie und Beherbergung einkehren. Die amtliche Zahl bezieht sich auf Arbeitsstätten und Beschäftigungsverhältnisse vor Ort, nicht auf die Erwerbstätigkeit der Einwohner.

Quellen: Statistik Austria Arbeitsstättenzählung 2024 · Salzburger Freilichtmuseum – Museum · Tourismusverband Großgmain – Startseite

Kirche und Pilgertradition

Die Marienwallfahrtskirche „Zu unserer Lieben Frau“ wird 1144 erstmals urkundlich erwähnt. Im späten Mittelalter entwickelte sich die Wallfahrt zu einem bedeutenden Ziel im Land Salzburg. Der gotische Neubau wird durch einen Ablass von 1497 und Altarweihen von 1520 zeitlich eingegrenzt; Teile der älteren Außenmauern blieben erhalten. Erst 1816 verlor die Pfarre den Sprengel Bayerisch Gmain. 1731 erhielt die Kirche eine barocke Umgestaltung. Das gotische Tafelbild des Meisters von Großgmain aus dem Jahr 1499 erinnert an die künstlerische Bedeutung des Ortes. Die Kirche steht im Ortszentrum und bleibt ein sichtbarer Bezugspunkt für Pfarrleben und Ortsgeschichte. Sie zeigt, dass die Grenze zwar Herrschaftsverhältnisse ordnete, aber den gemeinsamen religiösen Raum der Gmain nicht sofort auflöste.

Quellen: Gemeinde Großgmain – Wallfahrtskirche · Großgmain – Wikipedia, feste Artikelversion

Ländliche Baukultur im Freien

Das Salzburger Freilichtmuseum liegt am Fuß des Untersbergs auf einem 50 Hektar großen Gelände in Großgmain. Mehr als hundert historische Bauten aus Landwirtschaft, Handwerk und Gewerbe wurden hier wiedererrichtet. Die Besucher gehen durch die nach Salzburger Landesteilen geordneten Baugruppen und sehen, wie sich Wohn- und Arbeitsformen über sechs Jahrhunderte veränderten. Ein sieben Kilometer langes Wegenetz verbindet die Höfe; eine Museumsbahn erschließt Teile des Areals. Damit ist das Museum nicht nur ein Ausflugsziel, sondern auch eine kulturelle Einrichtung, die Baugeschichte und Alltagsarbeit der Region dokumentiert. Saison und Öffnungszeiten wechseln, deshalb sollte man sie vor dem Besuch aktuell prüfen.

Quellen: Salzburger Freilichtmuseum – Museum · Salzburger Freilichtmuseum – Besucherinformationen

Quellen und Belege

Stand der Angaben: 13.10.2026

GEOGRAFIE

Großgmain auf der Karte

Gemeindegebiet · Stand 01.01.2026

Rot: aus amtlichen Gemeindegrenzen abgeleitet und für die Anzeige vereinfacht. Kartenhintergrund: basemap.at. Quellen und Methodik

GEMEINDE IN ZAHLEN

Einwohner im Zeitvergleich

StichtagEinwohner
31.10.2011 · Registerzählung2 465
31.10.2021 · Registerzählung2 632
01.01.2026 · Bevölkerungsstand2 717

Die Abstände zwischen den Stichtagen sind unterschiedlich. Quelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026.

Gebäude · 31.10.2021
726
NUTS-3-Region
Salzburg und Umgebung (AT323)

VOR ORT ENTDECKEN

Besonderheiten & Ausflugsziele

ÜBER DIE GEMEINDEGRENZE HINAUS

Nachbargemeinden von Großgmain

Nachbarschaft aus gemeinsamen Grenzabschnitten der amtlichen Geometrien abgeleitet. Reine Berührungspunkte und ausländische Gemeinden sind nicht enthalten.