REICHRAMING KENNENLERNEN
Reichraming zwischen Enns und Hintergebirge
Reichraming liegt an der Mündung des Reichramingbachs in die Enns und reicht weit ins Hintergebirge. Am 1. Jänner 2026 lebten hier 1.642 Menschen; die Gemeinde umfasst 102,27 Quadratkilometer.
Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Gemeinde Reichraming – Zahlen & Fakten
Zwei Seiten der Enns
Das Zentrum bei der Pfarrkirche liegt auf 356 Metern Seehöhe. Die Enns trennt die Katastralgemeinden Reichraming am linken und Arzberg am rechten Ufer. Südlich des Ortskerns verengt sich das Tal; Seitengräben führen in die Berge des Hintergebirges. So liegen in derselben Gemeinde ein kompakter Siedlungsbereich und weit auseinandergezogene Ausgangspunkte für Wege in die Berglandschaft. Der Fahrenberg erreicht 1.253 Meter und zählt zu den höchsten Erhebungen im Gemeindegebiet.
Quellen: Gemeinde Reichraming – Zahlen & Fakten · STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026
Arbeit im Tal: Metall und Textilveredelung
Die Arbeitsstättenzählung 2024 weist für Reichraming 132 Arbeitsstätten und 480 Beschäftigte in Arbeitsstätten aus. 47,1 Prozent der Beschäftigten entfielen auf den sekundären Sektor, 38,1 Prozent auf Dienstleistungen und 14,8 Prozent auf die Land- und Forstwirtschaft. Ein konkretes Beispiel der Metallverarbeitung ist Zöserl an der Eisenstraße: Der Betrieb bearbeitet Bleche und Rohre, zerspant, schweißt und behandelt Oberflächen; laut eigener Seite reicht die Fertigung von Einzelstücken bis zur Serie. In der Anzenbachstraße veredelt K&K Stick&Druck Textilien durch Stickerei und Druck und erstellt unter anderem Vereins- und Firmenausstattung. K&K nimmt auch Einzelstücke an; eine Abholung in der Anzenbachstraße ist nach Absprache möglich.
Quellen: Arbeitsstättenzählung 2024, Gemeindeergebnisse, Statistik Austria · ZÖSERL Metalltechnik – Leistungen und Kontakt · K&K Stick&Druck – Leistungen und Kontakt
Ein neues Ortsbild nach dem Kraftwerksbau
Eisenhämmer am Reichramingbach und die Messingfabrik prägten Reichraming lange; die Fabrik schloss 1928. 1850 wurden Reichraming und Arzberg zu einer selbständigen Gemeinde vereinigt. Ein späterer Einschnitt kam mit dem Kraftwerksbau in Losenstein. Der dadurch ausgelöste Ortsumbau war 1963 abgeschlossen und veränderte das Ortsbild grundlegend. Die Kirche zum heiligen Franz von Sales blieb erhalten. Kraftwerkspläne im Hintergebirge stießen in den 1980er-Jahren auf Widerstand; 1997 wurde der Nationalpark Kalkalpen eingerichtet. Aus einem Raum intensiver Holz- und Energienutzung wurde zugleich ein geschütztes Naturgebiet.
Quellen: Gemeinde Reichraming – Zahlen & Fakten · Nationalpark Kalkalpen – Geschichte und Chronik
Bildung und ein Ort für Ortsgeschichte
Kindergarten, Volksschule und Mittelschule liegen in der Schulstraße. Für Familien sind Betreuung und zwei Schulstufen im Ortsgebiet verankert; auch die Mittelschule ist vor Ort. Die Gemeinde stellt ihren Turn- und Gymnastiksaal Reichraminger Vereinen für Training, Turniere und Veranstaltungen zur Verfügung. Für ein bis zwei Trainingsstunden pro Woche verrechnet die Gemeinde den Vereinen derzeit 130 Euro Jahrespauschale. Das Holzknecht Museum ist in der Wallerhütte untergebracht, einst abendlicher Einkehrort der Holzknechte. Werkzeuge, Modelle und Bildmaterial zeigen ihre Arbeitsweise im 19. und 20. Jahrhundert. Es öffnet von Juni bis Ende September jeden Sonntag von 13 bis 17 Uhr; Führungen außerhalb dieser Zeit können vereinbart werden.
Quellen: Gemeinde Reichraming – Schule & Bildung · Gemeinde Reichraming – Nutzung von Gemeinderäumlichkeiten · Gemeinde Reichraming – Holzknecht Museum Reichraming
Am Bach und am Rand des Nationalparks
Am Reichramingbach liegt die Arena Schallau am Zugang zum Hintergebirge. Die Gemeinde beschreibt sie als Freizeitgelände und nennt tägliche Öffnungszeiten von 10 bis 19 Uhr; bei Schlechtwetter bleibt sie geschlossen. Für längere Touren beginnt in Reichraming die erste Etappe des Luchs Trails. Die kommunale Wegbeschreibung nennt 23 Kilometer bis zur Anlaufalm sowie Einstiege am Bahnhof und am Parkplatz Anzenbach. Von dort führt die Route über den Wilden Graben und den Wasserboden zur bewirtschafteten Klaushütte, ehe sie die Alm erreicht.
Quellen: Gemeinde Reichraming – Arena Schallau · Gemeinde Reichraming – Luchs Trail · Nationalpark Kalkalpen – Geschichte und Chronik
Quellen und Belege
- STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026
- Gemeinde Reichraming – Zahlen & Fakten
- Arbeitsstättenzählung 2024, Gemeindeergebnisse, Statistik Austria
- ZÖSERL Metalltechnik – Leistungen und Kontakt
- K&K Stick&Druck – Leistungen und Kontakt
- Gemeinde Reichraming – Schule & Bildung
- Gemeinde Reichraming – Nutzung von Gemeinderäumlichkeiten
- Gemeinde Reichraming – Holzknecht Museum Reichraming
- Gemeinde Reichraming – Arena Schallau
- Gemeinde Reichraming – Luchs Trail
- Nationalpark Kalkalpen – Geschichte und Chronik
Stand der Angaben: 13.10.2026
