GEMEINDE · OBERÖSTERREICH

Niederkappel

Der kleine Ort über der Donau verbindet eine markante Pfarrkirche mit einem überregional tätigen Industriebetrieb.

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Kirche in Niederkappel
Kirche in Niederkappel · Foto: Wolfgang Sauber · „Niederkappel Pfarrkirche - Apsis“ · Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0 · Für regionalinfo.at verkleinert und als AVIF komprimiert; kein zusätzlicher Zuschnitt. Weitergabe unter derselben Bildlizenz.
Einwohner
994
01.01.2026
Fläche
22,44 km²
Bevölkerungsdichte
44,3
Einwohner je km²
PLZ des Gemeindeamtes
4133
Keine vollständige PLZ-Liste

Datenquelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026 · aufbereitet für regionalinfo.at.

NIEDERKAPPEL KENNENLERNEN

Niederkappel: Kirche, Donau und neue Wärme

Niederkappel liegt hoch über dem Donautal am Ausgang der Schlögener Schlinge. Die Gemeinde im Bezirk Rohrbach zählte am 1. Jänner 2026 994 Einwohner und umfasst 22,44 Quadratkilometer.

Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Donauregion Oberösterreich – Niederkappel

Zwischen Hochfläche und Donauleiten

Der Hauptort liegt auf 549 Meter Seehöhe, während das Gemeindegebiet im Südwesten des Mühlviertels bis an die Donau reicht. Wanderwege erschließen die Hänge und bieten Ausblicke über das Flusstal; östlich und südlich bilden die Donau und die Kleine Mühl wichtige Landschaftsränder. Die Gemeinde umfasst mehrere Ortschaften und Höfe, die sich über ein deutlich größeres Gebiet verteilen als der kompakte Ortskern. Niederkappel ist dadurch zugleich Wohnort im Hügelland und Ausgangspunkt für Wege hinunter zur Donau.

Quellen: Donauregion Oberösterreich – Niederkappel · Niederkappel – Wikipedia, feste Artikelversion

Industrie für Wärme aus Pellets

In Niederkappel prägt die Produktion den Arbeitsort. 2024 zählte Statistik Austria 78 Arbeitsstätten mit 367 Beschäftigungsverhältnissen; 62,1 Prozent entfielen auf den sekundären Sektor. 80,2 Prozent der aktiv Erwerbstätigen mit Wohnsitz in der Gemeinde pendelten aus. ÖkoFEN entwickelt und fertigt am Hauptsitz im Gewerbepark Pelletkessel und Wärmepumpen. Das Unternehmen beschreibt damit eine konkrete industrielle Tätigkeit, die über die Region hinausreicht; aus den Firmenangaben lässt sich jedoch keine Gesamtzahl der Gemeindebeschäftigten ableiten. Neben diesem Betrieb gibt es landwirtschaftliche Höfe und lokale Dienstleistungen, sodass Niederkappel neben seiner Pendlerfunktion auch ein Produktionsstandort bleibt.

Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Arbeitsstättenzählung 2024, Gemeindetab · ÖkoFEN – About us: Europe’s specialist in pellet heating · Gemeinde Niederkappel – Betriebe · Niederkappel – Wikipedia, feste Artikelversion

Der Mühlviertler Dom im Ortszentrum

Die Pfarrkirche St. Andreas prägt den Markt weithin sichtbar. Eine gotische Kirche stand hier schon im frühen 15. Jahrhundert; als der Bau für die Gemeinde zu klein wurde, entstand zwischen 1890 und 1895 nach Plänen des Linzer Dombaumeisters Raimund Jeblinger ein größerer Kirchenraum. Der Turm wurde erst 1907 fertiggestellt. Die Gemeinde bezeichnet das Gebäude als „Mühlviertler Dom“ und führt es als Sehenswürdigkeit. Es ist ein Ort des Gottesdienstes und zugleich ein zentraler Anhaltspunkt im Ortsbild. Die heutige Größe verweist auf den damaligen Ausbau des Ortes und auf den Einsatz der Pfarrbevölkerung, die den Bau finanzierte.

Quellen: Gemeinde Niederkappel – Mühlviertler Dom

Spuren von Siedlung und Erinnerung

Niederkappel war lange vor seiner heutigen Gestalt besiedelt. Steinbeile aus der Jungsteinzeit wurden im Gemeindegebiet entdeckt; mehrere Funde sind in Niederkappel selbst und den umliegenden Orten gemacht worden. Eine jüngere Erinnerung führt zum früheren Bundespräsidenten Rudolf Kirchschläger, der im Ortsteil Grafenau geboren wurde. Ein Museum widmet sich seinem Leben und Wirken. Die Verbindung von Fundstücken und biografischer Erinnerung zeigt, wie sich Ortsgeschichte aus verschiedenen Zeiträumen zusammensetzt. Niederkappel liegt außerdem an Wegen durch das Donautal, deren Verlauf bis heute vom Fluss und den Höhenunterschieden bestimmt wird.

Quellen: Niederkappel – Wikipedia, feste Artikelversion · Donauregion Oberösterreich – Niederkappel

Felsformationen und Donauwege

Zu den Sehenswürdigkeiten der Gemeinde zählt auch die Teufelskirche, ein hoch aufragendes Felsengemenge, an das sich eine lokale Schatzsage knüpft. Die Erzählung gehört zur mündlichen Überlieferung und ist keine Auskunft über tatsächliche Funde. Wander- und Radwege führen durch die hügelige Landschaft hinunter in Richtung Donau. Das touristische Angebot der Region nimmt sowohl die Pfarrkirche als auch die Flusslandschaft auf.

Quellen: Gemeinde Niederkappel – Teufelskirche · Donauregion Oberösterreich – Niederkappel

Quellen und Belege

Stand der Angaben: 11.10.2026

GEOGRAFIE

Niederkappel auf der Karte

Gemeindegebiet · Stand 01.01.2026

Rot: aus amtlichen Gemeindegrenzen abgeleitet und für die Anzeige vereinfacht. Kartenhintergrund: basemap.at. Quellen und Methodik

GEMEINDE IN ZAHLEN

Einwohner im Zeitvergleich

StichtagEinwohner
31.10.2011 · Registerzählung977
31.10.2021 · Registerzählung976
01.01.2026 · Bevölkerungsstand994

Die Abstände zwischen den Stichtagen sind unterschiedlich. Quelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026.

Gebäude · 31.10.2021
328
NUTS-3-Region
Mühlviertel (AT313)

VOR ORT ENTDECKEN

Besonderheiten & Ausflugsziele

ÜBER DIE GEMEINDEGRENZE HINAUS

Nachbargemeinden von Niederkappel

Nachbarschaft aus gemeinsamen Grenzabschnitten der amtlichen Geometrien abgeleitet. Reine Berührungspunkte und ausländische Gemeinden sind nicht enthalten.