ST. MARIENKIRCHEN AN DER POLSENZ KENNENLERNEN
St. Marienkirchen an der Polsenz: Obstland und Mostkultur
St. Marienkirchen an der Polsenz liegt im Hausruckviertel am gleichnamigen Fluss. Die Marktgemeinde zählt 2.333 Einwohner (Stand 1. Jänner 2026) und umfasst 23,84 km².
Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · St. Marienkirchen an der Polsenz – Wikipedia, feste Artikelversion
Ein Tal mit Obstwiesen und Dörfern
Die Polsenz durchquert das Gemeindegebiet von West nach Ost. Rund 65 Prozent der Fläche werden landwirtschaftlich genutzt, 14,2 Prozent sind Wald. Die Gemeinde umfasst 19 Ortschaften und vier Katastralgemeinden: Fürneredt, Lengau, Pernau und St. Marienkirchen. Das Ortszentrum liegt auf etwa 315 Metern Höhe. Im hügeligen Umland prägen Obstbäume und landwirtschaftliche Flächen die Landschaft. Sie gehören zu einer Kulturlandschaft, die St. Marienkirchen gemeinsam mit Scharten im Naturpark Obst-Hügel-Land erhält. Die Obstwiesen prägen nicht nur das Bild im Frühjahr, sondern sind zugleich landwirtschaftliche Flächen und Lebensraum. Das Gemeindegebiet verbindet damit Marktort, Flusstal und Streusiedlungen.
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Viele Arbeitsstätten, regionale Produkte
2024 registrierte Statistik Austria in St. Marienkirchen 301 Arbeitsstätten mit 618 Beschäftigungsverhältnissen; 79,5 Prozent der aktiv Erwerbstätigen am Wohnort pendelten aus. Ein konkretes Beispiel für örtliche Arbeit ist die Samareiner Press- und Saftgemeinschaft in Wieshof. Eine 2009 von 17 Landwirten gegründete Pressgemeinschaft verarbeitet angeliefertes Obst zu Saft und erzeugt eigene Obstsäfte. Die Daten zur Arbeitsstättenstruktur beschreiben die Gemeinde insgesamt; sie sagen nicht aus, wie viele Beschäftigte bei dieser Pressgemeinschaft arbeiten. Damit bleibt die Verarbeitung der Ernte im Ort mit dem Obstbau verbunden.
Quellen: STATISTIK AUSTRIA: Arbeitsstätten, Gemeindeergebnisse 2024 · Sankt Marienkirchen an der Polsenz - Gemeindehomepage - Startseite · Gemeinde St. Marienkirchen: Naturpark Obst-Hügel-Land · Naturpark Obst-Hügel-Land: Samareiner Press- und Saftgemeinschaft
Most und Handwerk im alten Getreidespeicher
Im rund 300 Jahre alten, früheren Getreidespeicher der Pfarre ist das Mostmuseum untergebracht. Die Ausstellung macht die Verarbeitungskette der Obstwirtschaft anschaulich: Zu sehen sind Obstmühlen, Pressen, Fässer und Geräte; die Ausstellung vermittelt auch Einblicke in das Binderhandwerk. Der Ort bewahrt damit nicht nur Gegenstände, sondern erklärt, wie Obst zu Most verarbeitet und gelagert wurde. Die Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt steht im Ortszentrum. Sie wurde 1151 erstmals schriftlich erwähnt; der heutige spätgotische Bau stammt im Wesentlichen aus der Zeit um 1500. Kirche und Museum vermitteln unterschiedliche Seiten des Ortes: die lange religiöse Tradition und die Arbeit mit Erzeugnissen der umliegenden Höfe. Die Pfarre gehört zum Augustiner-Chorherrenstift St. Florian; Kindergarten, Volksschule und öffentliche Bücherei ergänzen das Angebot im Ort.
Quellen: St. Marienkirchen an der Polsenz – Wikipedia, feste Artikelversion · Sankt Marienkirchen an der Polsenz - Gemeindehomepage - Startseite · Naturpark Obst-Hügel-Land: Mostmuseum · St. Marienkirchen an der Polsenz – Wikipedia, feste Artikelversion
Kulturlandschaft als gemeinsamer Auftrag
Der Naturpark Obst-Hügel-Land umfasst St. Marienkirchen und Scharten und ist einer von vier Naturparken in Oberösterreich. Sein Ziel ist, die typische Obst-Hügellandschaft weiterzuentwickeln und langfristig zu erhalten. Kirsch- und Apfelbäume, Wiesen und Felder bilden dabei ein Mosaik aus landwirtschaftlicher Nutzung und naturnahen Flächen. Der Naturpark organisiert Bildungs- und Freizeitangebote, während die Gemeinde auf Wanderwege und den Obstlehrgarten verweist. Das Zusammenspiel von Landwirtschaft, Landschaftspflege und Vermittlung ist für heutige Bewohner ebenso prägend wie für Gäste, die das Umland zu Fuß erkunden. Saisonale Blüte und Veranstaltungen verändern den Besuchscharakter, die Obstwiesen selbst bleiben ein dauerhaftes Landschaftselement. Die Pflege der Streuobstwiesen trägt damit zugleich zur regionalen Landwirtschaft und zur Landschaftsqualität bei.
Quellen: Sankt Marienkirchen an der Polsenz - Gemeindehomepage - Startseite · Gemeinde St. Marienkirchen: Naturpark Obst-Hügel-Land
Quellen und Belege
- STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026
- St. Marienkirchen an der Polsenz – Wikipedia, feste Artikelversion · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Versionsgeschichte
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- STATISTIK AUSTRIA: Arbeitsstätten, Gemeindeergebnisse 2024
- Gemeinde St. Marienkirchen: Naturpark Obst-Hügel-Land
- Mostmuseum St. Marienkirchen
- Naturpark Obst-Hügel-Land: Samareiner Press- und Saftgemeinschaft
- Naturpark Obst-Hügel-Land: Mostmuseum
Stand der Angaben: 10.10.2026
