MARKTGEMEINDE · OBERÖSTERREICH

Aschach an der Donau

Mautgeschichte, Schifffahrt und ein prägender Kraftwerksbau am Strom.

GEMEINDEKENNZIFFER40502
Schloss in Aschach an der Donau
Schloss in Aschach an der Donau · Foto: C.Stadler/Bwag · „Aschach an der Donau - Schloss“ · Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0 · Für regionalinfo.at verkleinert und als AVIF komprimiert; kein zusätzlicher Zuschnitt. Weitergabe unter derselben Bildlizenz.
Einwohner
2 201
01.01.2026
Fläche
6,02 km²
Bevölkerungsdichte
365,6
Einwohner je km²
PLZ des Gemeindeamtes
4082
Keine vollständige PLZ-Liste

Datenquelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026 · aufbereitet für regionalinfo.at.

ASCHACH AN DER DONAU KENNENLERNEN

Aschach an der Donau: Markt zwischen Ufer und Handel

In Aschach führt der historische Markt bis an die Donau: Uferweg, Bürgerhäuser und Betriebe liegen auf engem Raum beisammen. Die Marktgemeinde im Bezirk Eferding zählt 2.201 Einwohner (1. Jänner 2026) und umfasst 6,02 Quadratkilometer. Ihre Lage am Übergang vom Donautal ins Eferdinger Becken hat Handel, Verkehr und Ortsbild über lange Zeit geprägt.

Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Marktgemeinde Aschach – Historisches

Am Übergang ins Eferdinger Becken

Aschach liegt am rechten Donauufer, wo sich das Tal zum Eferdinger Becken öffnet. Neben dem Hauptort gehören Ruprechting und Sommerberg zur Gemeinde. Der Fluss war Verkehrsweg und Einnahmequelle: Eine Maut in Aschach ist ab 1190 belegt. Die Marktchronik nennt 194 erhaltene Mautbücher aus der Zeit von 1627 bis 1775, die den Warenverkehr dokumentieren. Heute wird die Uferlinie stark vom Kraftwerk bestimmt. Seine 398 Meter lange Stauanlage staut das Wasser über 41 Kilometer zurück; 15,3 Meter bezeichnen die Fallhöhe der Anlage. Die Donaupromenade und der Treppelweg erhielten ihre heutige Form im Zuge dieses Kraftwerksbaus. Die Maut blieb über Jahrhunderte wichtig; 1775 endete sie in Aschach, ehe die Erhebung nach Engelhartszell verlegt wurde.

Quellen: Aschach an der Donau – Wikipedia, feste Artikelversion · Marktgemeinde Aschach – Historisches

Produktion am Donauufer

Die Arbeitsstättenzählung 2024 erfasste in Aschach 179 Arbeitsstätten und 981 Beschäftigungsverhältnisse; 54,5 Prozent davon entfielen auf den sekundären Sektor. Diese Werte beschreiben Arbeitsorte, nicht die Zahl der erwerbstätigen Einwohner. Ein konkreter Produktionsstandort ist das AGRANA-Werk: Dort wird Mais zu Grundstoffen für weiterverarbeitende Betriebe der Lebensmittelindustrie veredelt. Am südlichen Donauufer sitzen außerdem ein Mischfutterwerk und eine Ölmühle, deren Lage den Transportweg Fluss nutzt. Die örtliche Wirtschaft verbindet damit industrielle Verarbeitung und Logistik mit Handel, Gastronomie und Nahversorgung. Die Gemeinde listet in ihrem Verzeichnis sowohl produzierende Betriebe als auch Geschäfte und Dienstleistungen; daraus ergibt sich ein Markt mit Arbeitsplätzen und Alltagsangeboten für das Umland.

Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Arbeitsstättenzählung 2024 · Marktgemeinde Aschach – Historisches · Marktgemeinde Aschach – Betriebe und Nahversorger

Marktgeschichte und Schifffahrtshandwerk

Die Gemeindechronik unterscheidet die frühe Marktbezeichnung, die für 1210 bis 1221 überliefert ist, von den 1512 verliehenen Rechten auf zwei Jahrmärkte und dem Marktwappen. Dieses zeigt Weintrauben und erinnert an den früheren Weinbau. Im Ortskern stehen Bürgerhäuser aus gotischer, Renaissance- und Barockzeit. Die Donau brachte auch spezialisiertes Handwerk hervor: Schopper dichteten die Holzboote mit Moos ab, damit Zillen und Frachtschiffe den Strom befahren konnten. Das Schopper- und Fischermuseum widmet sich dieser Arbeit ebenso wie der Fischerei an der oberen Donau.

Quellen: Marktgemeinde Aschach – Historisches · Schopper- und Fischermuseum Aschach

Brücke, Bahn und kurze Wege

Die Donaubrücke ersetzte 1962 die frühere Fähre und verbindet Aschach mit dem Mühlviertel. Auf der anderen Seite des Flusses liegt der Markt dadurch in direkter Beziehung zu den Gemeinden nördlich der Donau. Die Aschacher Bahn führt über Eferding nach Wels und bindet den Ort an regionale Bahnverbindungen an. Im Zentrum konzentrieren sich Marktgebäude, Pfarrkirche und Geschäfte nahe dem Ufer; die Promenade schafft zugleich einen öffentlich zugänglichen Weg am Strom. Für Radfahrende ist die Uferlage ebenfalls prägend: Der Donauradweg passiert den Markt und verknüpft ihn mit den Orten stromaufwärts und stromabwärts.

Quellen: Aschach an der Donau – Wikipedia, feste Artikelversion · Marktgemeinde Aschach – Betriebe und Nahversorger · Marktgemeinde Aschach – Historisches

Quellen und Belege

Stand der Angaben: 10.10.2026

GEOGRAFIE

Aschach an der Donau auf der Karte

Gemeindegebiet · Stand 01.01.2026

Rot: aus amtlichen Gemeindegrenzen abgeleitet und für die Anzeige vereinfacht. Kartenhintergrund: basemap.at. Quellen und Methodik

GEMEINDE IN ZAHLEN

Einwohner im Zeitvergleich

StichtagEinwohner
31.10.2011 · Registerzählung2 191
31.10.2021 · Registerzählung2 218
01.01.2026 · Bevölkerungsstand2 201

Die Abstände zwischen den Stichtagen sind unterschiedlich. Quelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026.

Gebäude · 31.10.2021
685
NUTS-3-Region
Linz-Wels (AT312)

VOR ORT ENTDECKEN

Besonderheiten & Ausflugsziele

ÜBER DIE GEMEINDEGRENZE HINAUS

Nachbargemeinden von Aschach an der Donau

Nachbarschaft aus gemeinsamen Grenzabschnitten der amtlichen Geometrien abgeleitet. Reine Berührungspunkte und ausländische Gemeinden sind nicht enthalten.