ASCHACH AN DER DONAU KENNENLERNEN
Aschach an der Donau: Markt zwischen Ufer und Handel
In Aschach führt der historische Markt bis an die Donau: Uferweg, Bürgerhäuser und Betriebe liegen auf engem Raum beisammen. Die Marktgemeinde im Bezirk Eferding zählt 2.201 Einwohner (1. Jänner 2026) und umfasst 6,02 Quadratkilometer. Ihre Lage am Übergang vom Donautal ins Eferdinger Becken hat Handel, Verkehr und Ortsbild über lange Zeit geprägt.
Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Marktgemeinde Aschach – Historisches
Am Übergang ins Eferdinger Becken
Aschach liegt am rechten Donauufer, wo sich das Tal zum Eferdinger Becken öffnet. Neben dem Hauptort gehören Ruprechting und Sommerberg zur Gemeinde. Der Fluss war Verkehrsweg und Einnahmequelle: Eine Maut in Aschach ist ab 1190 belegt. Die Marktchronik nennt 194 erhaltene Mautbücher aus der Zeit von 1627 bis 1775, die den Warenverkehr dokumentieren. Heute wird die Uferlinie stark vom Kraftwerk bestimmt. Seine 398 Meter lange Stauanlage staut das Wasser über 41 Kilometer zurück; 15,3 Meter bezeichnen die Fallhöhe der Anlage. Die Donaupromenade und der Treppelweg erhielten ihre heutige Form im Zuge dieses Kraftwerksbaus. Die Maut blieb über Jahrhunderte wichtig; 1775 endete sie in Aschach, ehe die Erhebung nach Engelhartszell verlegt wurde.
Quellen: Aschach an der Donau – Wikipedia, feste Artikelversion · Marktgemeinde Aschach – Historisches
Produktion am Donauufer
Die Arbeitsstättenzählung 2024 erfasste in Aschach 179 Arbeitsstätten und 981 Beschäftigungsverhältnisse; 54,5 Prozent davon entfielen auf den sekundären Sektor. Diese Werte beschreiben Arbeitsorte, nicht die Zahl der erwerbstätigen Einwohner. Ein konkreter Produktionsstandort ist das AGRANA-Werk: Dort wird Mais zu Grundstoffen für weiterverarbeitende Betriebe der Lebensmittelindustrie veredelt. Am südlichen Donauufer sitzen außerdem ein Mischfutterwerk und eine Ölmühle, deren Lage den Transportweg Fluss nutzt. Die örtliche Wirtschaft verbindet damit industrielle Verarbeitung und Logistik mit Handel, Gastronomie und Nahversorgung. Die Gemeinde listet in ihrem Verzeichnis sowohl produzierende Betriebe als auch Geschäfte und Dienstleistungen; daraus ergibt sich ein Markt mit Arbeitsplätzen und Alltagsangeboten für das Umland.
Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Arbeitsstättenzählung 2024 · Marktgemeinde Aschach – Historisches · Marktgemeinde Aschach – Betriebe und Nahversorger
Marktgeschichte und Schifffahrtshandwerk
Die Gemeindechronik unterscheidet die frühe Marktbezeichnung, die für 1210 bis 1221 überliefert ist, von den 1512 verliehenen Rechten auf zwei Jahrmärkte und dem Marktwappen. Dieses zeigt Weintrauben und erinnert an den früheren Weinbau. Im Ortskern stehen Bürgerhäuser aus gotischer, Renaissance- und Barockzeit. Die Donau brachte auch spezialisiertes Handwerk hervor: Schopper dichteten die Holzboote mit Moos ab, damit Zillen und Frachtschiffe den Strom befahren konnten. Das Schopper- und Fischermuseum widmet sich dieser Arbeit ebenso wie der Fischerei an der oberen Donau.
Quellen: Marktgemeinde Aschach – Historisches · Schopper- und Fischermuseum Aschach
Brücke, Bahn und kurze Wege
Die Donaubrücke ersetzte 1962 die frühere Fähre und verbindet Aschach mit dem Mühlviertel. Auf der anderen Seite des Flusses liegt der Markt dadurch in direkter Beziehung zu den Gemeinden nördlich der Donau. Die Aschacher Bahn führt über Eferding nach Wels und bindet den Ort an regionale Bahnverbindungen an. Im Zentrum konzentrieren sich Marktgebäude, Pfarrkirche und Geschäfte nahe dem Ufer; die Promenade schafft zugleich einen öffentlich zugänglichen Weg am Strom. Für Radfahrende ist die Uferlage ebenfalls prägend: Der Donauradweg passiert den Markt und verknüpft ihn mit den Orten stromaufwärts und stromabwärts.
Quellen: Aschach an der Donau – Wikipedia, feste Artikelversion · Marktgemeinde Aschach – Betriebe und Nahversorger · Marktgemeinde Aschach – Historisches
Quellen und Belege
- STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026
- Aschach an der Donau – Wikipedia, feste Artikelversion · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Versionsgeschichte
- Marktgemeinde Aschach – Historisches
- STATISTIK AUSTRIA – Arbeitsstättenzählung 2024
- Schopper- und Fischermuseum Aschach
- Marktgemeinde Aschach – Betriebe und Nahversorger
Stand der Angaben: 10.10.2026
