KATZELSDORF KENNENLERNEN
Zwischen Leitha-Au und Rosalia
Katzelsdorf liegt südöstlich von Wiener Neustadt dort, wo Leitha-Au und Rosaliengebirge den Übergang zwischen Ebene und Hügelland markieren. Die Gemeinde zählt 3.156 Einwohner (Stand 1. Jänner 2026) und umfasst 16,26 Quadratkilometer.
Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Katzelsdorf – Wikipedia, feste Artikelversion
Lage am Fluss
Leitha und Mühlbach durchziehen das Gemeindegebiet; am südlichen Rand rückt die Rosalia nahe heran. Katzelsdorf liegt damit zwischen den offenen Flächen des Steinfelds und bewaldeten Hängen. Die Leitha-Au bietet einen anderen Landschaftsraum als die Siedlungsbereiche und macht den Fluss im Alltag ebenso wie bei Spaziergängen erfahrbar. Zwei Ortschaften gehören zur Gemeinde: Katzelsdorf und Eichbüchl. Die Nähe zu Wiener Neustadt prägt die Lage, ohne dass der Ort seine eigene Verbindung zu den Weinbaugebieten am Rand der Thermenregion verliert.
Wein, Versorgung und Arbeit
Die Arbeitsstättenstatistik für 2024 weist in Katzelsdorf 285 Arbeitsstätten aus; 84,2 Prozent davon entfielen auf den Dienstleistungssektor. In ihnen wurden 642 Beschäftigungsverhältnisse gezählt. Zugleich pendelten 83,4 Prozent der aktiv Erwerbstätigen mit Wohnort Katzelsdorf aus der Gemeinde aus. Neben dem Pendeln gibt es örtliche Angebote: Am Rand des Zentrums beginnen Weingärten, und Heurige schenken Wein aus und servieren Jause direkt vom Produzenten. Die Gemeinde ist außerdem Standort von Gastronomie und Dienstleistungen. Die Zahlen beschreiben Arbeitsstätten und Beschäftigungsverhältnisse, nicht Unternehmen oder ausschließlich einzelne Personen.
Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Arbeitsstätten 2024, Gemeindeergebnisse · Niederösterreich – Gemeinde Katzelsdorf
Schloss und Gemeindeleben
Schloss Katzelsdorf entstand im Mittelalter und dient heute als Gemeindebesitz für Feste und Kulturveranstaltungen. Es liegt nahe dem Ortszentrum und gibt dem öffentlichen Leben einen markanten Veranstaltungsort. Das Schloss Eichbüchl liegt dagegen in der gleichnamigen Ortschaft und befindet sich in Privatbesitz. Seine Rolle in der jüngeren Geschichte reicht über die Gemeinde hinaus: 1945 wurde dort unter Karl Renner die erste Regierungsproklamation der Zweiten Republik ausgearbeitet. Die beiden Anlagen zeigen, wie unterschiedlich historische Gebäude heute genutzt werden können.
Kleine Welten und alte Wege
Ein ehemaliges Gebäude des Pferdelazaretts beherbergt die Zinnfigurenwelt. Ihre Dioramen und Figuren führen durch Geschichte, Märchen und Filmwelten; in der eigenen Gießerei bleibt auch das Handwerk hinter den Miniaturen sichtbar. Im Ortskern steht außerdem die Kirche St. Laurenz, während die Pfarrkirche der heiligen Radegundis geweiht ist. Das kulturelle Angebot reicht von Theater und Musik bis zum Laurenzikirtag. Rad- und Wanderwege verbinden die Ortsräume mit der Leitha-Au und den bewaldeten Ausläufern der Rosalia. Für Familien mit Kindern gehören Kindergärten und eine Musikschule ebenso zum Bildungsangebot wie das Privatgymnasium. Sie ergänzen die kulturellen Aktivitäten um Einrichtungen des täglichen Lebens.
Ein Ort mit langer Spur
Die urkundliche Namensform Cazelinisdorf ist für 1183 überliefert. Noch ältere Spuren liegen bei einer früheren Furt über die Leitha: Hügelgräber aus der Eisenzeit und römische Bestattungen belegen die frühe Nutzung des Übergangs. Ein Teil der Funde ging beim Bau der Mattersburger Schnellstraße verloren. Für Spaziergänge sind heute vor allem die Flusslandschaft und die Wege in die Rosalia erlebbar. Die archäologischen Befunde erklären, warum der Leithaübergang schon vor der mittelalterlichen Dorfgründung Bedeutung hatte.
Quellen und Belege
Stand der Angaben: 09.10.2026
