KÖNIGSTETTEN KENNENLERNEN
Am Rand des Wienerwaldes: Königstetten
Königstetten liegt dort, wo die Ebene des Tullnerfeldes in die bewaldeten Hänge des Wienerwaldes übergeht. Die Marktgemeinde im Bezirk Tulln hat 2.517 Einwohner (Stand 1. Jänner 2026) und 13,10 Quadratkilometer Fläche. Weinbau, Wald und die Nähe zum Wiener Raum prägen den Alltag ebenso wie die kompakte Ortsmitte.
Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Königstetten – Wikipedia, feste Artikelversion
Zwischen Ebene und Wienerwald
Im Norden öffnet sich das Tullnerfeld, während das Gelände nach Süden zum Tulbinger Kogel ansteigt. Durch das Gemeindegebiet fließen der Hauptgraben sowie seine Zuflüsse Eberhartsbach und Marleitenbach. Landwirtschaftliche Flächen und Weingärten liegen neben größeren Waldstücken; die Landschaft wechselt damit auf kurzer Strecke von offener Ebene zu bewaldeten Höhen. Königstetten besteht aus einer einzigen Katastralgemeinde.
Dienstleistungen und Weinbau
Königstetten hatte 2024 insgesamt 275 Arbeitsstätten, davon gehörten 86,2 Prozent zum Dienstleistungssektor. Der Weinbau ist im Ortsbild sichtbarer, als seine Stellung innerhalb dieser breit gefächerten Wirtschaft vermuten lässt. Fünf Heurigenbetriebe und zwei Flaschenweinproduzenten nennt die Gemeinde in ihrer Darstellung des Weinbauvereins. Die Betriebe stimmen ihre Aussteckzeiten über einen gemeinsamen Kalender ab; neben den Weinen kommen hausgemachte Speisen auf den Tisch. Der seit 1879 belegte Verein dient als Plattform der Winzerinnen und Winzer und fördert die Bekanntheit des Weinortes. Die Verbindung zu auswärtigen Arbeitsplätzen bleibt zugleich groß: 84,8 Prozent der aktiv Erwerbstätigen mit Wohnort Königstetten pendelten 2024 aus.
Quellen: STATISTIK AUSTRIA: Abgestimmte Erwerbsstatistik 2024, Gemeindeergebnisse · Weinbauverein Königstetten
Ein Marktort mit langer Geschichte
Königstetten ist seit 985, der Weinbau seit 1083 urkundlich belegt. Das Schloss diente ab 1415 als Verwaltungssitz des Bischofs von Passau; 1438 erhielt der Ort das Marktrecht. Einen anderen Bezug zur nahen Großstadt hatten später die sogenannten Fragner: Im 19. Jahrhundert verkauften diese Wanderhändler Obst und Milch auf Wiener Märkten. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts kamen neue Bewohner aus dem Raum Wien hinzu. Schloss und Pfarrkirche geben dem historischen Ortskern bis heute erkennbare Bezugspunkte, während die Siedlungsentwicklung die Verbindung zum Wiener Umland verdeutlicht.
Ein Sonnensystem auf dem Weg
Der Planetenweg beginnt bei der Sonne im Ortszentrum. Zunächst liegen die Modelle nahe beieinander: Bei der Kirche steht Merkur, beim Passauerplatz Venus, weitere Stationen folgen entlang der Kogelgasse. Mit dem Weg in Richtung Wald werden die Abstände größer. So übersetzt der Spaziergang astronomische Größenverhältnisse in eine körperlich erfahrbare Entfernung. Die Gemeinde beschreibt verschiedene Wander- und Radvarianten, die über den unmittelbaren Ortsbereich hinausführen. Für sommerliche Erholung innerhalb des Ortes gibt es das Parkbad an der Wiener Straße. Ein großes Schwimmbecken enthält einen abgegrenzten Nichtschwimmerbereich; kleine Kinder haben ein eigenes Planschbecken. Zur Anlage gehören eine teilweise beschattete Liegewiese, Beachvolleyball, Tischtennis und ein Spielplatz. Das Bad ergänzt damit das Wandern um ein saisonales Freizeitangebot für unterschiedliche Altersgruppen. Es wird als Freibad während der sommerlichen Badesaison betrieben.
Quellen: Wanderweg Planetenweg · Parkbad Königstetten
Quellen und Belege
Stand der Angaben: 09.10.2026
