GEMEINDE · NIEDERÖSTERREICH

Neustift-Innermanzing

Wienerwaldhänge, Ortsgeschichte und die Kirche St. Augustinus geben der Gemeinde ihr Profil.

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Ortsansicht von Neustift-Innermanzing
Ortsansicht von Neustift-Innermanzing · Foto: C.Stadler/Bwag · „Neustift-Innermanzing - Ortsansicht“ · Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0 · Für regionalinfo.at verkleinert und als AVIF komprimiert; kein zusätzlicher Zuschnitt. Weitergabe unter derselben Bildlizenz.
Einwohner
1 579
01.01.2026
Fläche
14,91 km²
Bevölkerungsdichte
105,9
Einwohner je km²
PLZ des Gemeindeamtes
3052
Keine vollständige PLZ-Liste

Datenquelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026 · aufbereitet für regionalinfo.at.

NEUSTIFT-INNERMANZING KENNENLERNEN

Neustift-Innermanzing im Laabental

Neustift-Innermanzing liegt im Laabental am westlichen Rand des Wienerwaldes. Die Gemeinde zählt 1.579 Einwohnerinnen und Einwohner (Stand 1. Jänner 2026) und umfasst 14,91 Quadratkilometer. Der Laabenbach markiert die östliche Gemeindegrenze; nach Westen steigt das Gelände zu bewaldeten Höhen an. Der Ort ist historisch aus mehreren Siedlungsbereichen zusammengewachsen. Die Gemeindeseite zeichnet die Namensgeschichte nach und dokumentiert markante Stationen vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert. Kirche, Kapellen und Erinnerungsorte erzählen, wie sich das Leben im Tal verändert hat.

Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Gemeinde Neustift-Innermanzing – Geschichte

Ein Name mit mehreren Stationen

Die Entstehung des Ortes lässt sich nicht auf ein einzelnes Gründungsjahr festlegen. Gehöftenamen wie Kühberg, Hainbuch und Puchschachen sind bereits im 14. Jahrhundert belegt. „Manzing auf der Neustift“ erscheint 1519, 1555 wurde die Bezeichnung zu „Neustift“ verkürzt. 1893 hieß der Ort „Neustift bei Altlengbach“. Den heutigen Gemeindenamen führt er seit 1910; laut Gemeinde stand die Änderung mit dem k.u.k. Postamt in Zusammenhang. Die Gemeinde ist eine einzelne Katastralgemeinde, umfasst aber zwölf Ortschaften. Damit fallen Gemeinde-, Katastralgemeinde- und Ortsname nicht vollständig zusammen. Der Zusatz Innermanzing bezeichnet zudem einen konkreten Siedlungsraum, in dem später die Kirche errichtet wurde.

Quellen: Gemeinde Neustift-Innermanzing – Geschichte · Neustift-Innermanzing – Wikipedia, feste Artikelversion

Kirche und Marienkapelle

Bis Ende 1935 gehörte das Gemeindegebiet zur Pfarre St. Christophen. Mit 1. Jänner 1936 wurden Außermanzing, Neustift und Innermanzing der Pfarre Altlengbach zugeschlagen; die Pfarrgrenzen entsprechen daher nicht den Gemeindegrenzen. Am 15. Mai 1955 legte man in Innermanzing den Grundstein für eine eigene katholische Kirche. Turmkreuz und vier Glocken wurden 1956 geweiht, fertiggestellt und dem heiligen Augustinus geweiht wurde die Kirche 1967. Eine Linde am Kirchenplatz erinnert an den Staatsvertrag, für den Schulkinder am Tag der Grundsteinlegung einen Baum pflanzten. Bei der Volksschule in Neustift steht die Marienkapelle. Die heutige Kapelle entstand 1887 nach einem Brand, der eine ältere Holzkapelle zerstört hatte.

Quellen: Gemeinde Neustift-Innermanzing – Pfarre/Kirche

Spuren von Krieg und Alltag

Die Gemeindegeschichte verzeichnet Belastungen durch Pest, Erdbeben und Kriege. Für den Ersten Weltkrieg nennt die Chronik 21 nicht zurückgekehrte Gemeindebürger; im Zweiten Weltkrieg wurden 13 Gebäude durch Artillerie zerstört und später wieder aufgebaut. Das Kriegerdenkmal beim Kirchenplatz erinnert an die Gefallenen beider Weltkriege. 1988 erhielt die Gemeinde ein Wappen, dessen grüner Tannenschnitt auf die Waldlandschaft verweist. Eine weitere historische Spur führt in den Brandwald: Dort erinnert der Flurname Luchssäule an den letzten im Gebiet erlegten Luchs, der nach der Gemeindeseite 1821 geschossen wurde.

Quellen: Gemeinde Neustift-Innermanzing – Geschichte

Unterwegs im Wienerwald

Die Landschaft steigt vom Laabenbach nach Westen an und bildet den Übergang vom Tal zu den Wienerwaldhöhen. Der Laabental-Radweg erschließt die Region mit Verbindungen in Richtung Tulln und St. Pölten. Eine von Niederösterreich Tourismus beschriebene Wanderroute führt von Neustift-Innermanzing zum Schöpfl, dem höchsten Berg des Wienerwaldes. Die Kaisereiche im Gemeindegebiet wurde 1908 zum 60-jährigen Regierungsjubiläum Kaiser Franz Josephs gepflanzt. Sie ist ein datierter Orientierungspunkt in einer Gemeinde, deren Ortsgeschichte mehrere Namensformen und Siedlungsphasen umfasst. Für einen Besuch lassen sich Radweg, Wanderwege und die historische Ortsmitte mit Kirche und Kriegerdenkmal zu einem Ausflug verbinden.

Quellen: Niederösterreich Tourismus – Neustift-Innermanzing · Gemeinde Neustift-Innermanzing – Pfarre/Kirche · Neustift-Innermanzing – Wikipedia, feste Artikelversion

Quellen und Belege

Stand der Angaben: 09.10.2026

GEOGRAFIE

Neustift-Innermanzing auf der Karte

Gemeindegebiet · Stand 01.01.2026

Rot: aus amtlichen Gemeindegrenzen abgeleitet und für die Anzeige vereinfacht. Kartenhintergrund: basemap.at. Quellen und Methodik

GEMEINDE IN ZAHLEN

Einwohner im Zeitvergleich

StichtagEinwohner
31.10.2011 · Registerzählung1 477
31.10.2021 · Registerzählung1 603
01.01.2026 · Bevölkerungsstand1 579

Die Abstände zwischen den Stichtagen sind unterschiedlich. Quelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026.

Gebäude · 31.10.2021
672
NUTS-3-Region
Sankt Pölten (AT123)

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