GEMEINDE · NIEDERÖSTERREICH

Loich

Bäuerliches Erbe, Bahnlinie und ein Museum im verstreuten Gemeindegebiet

GEMEINDEKENNZIFFER31920
Blick von der Leopoldwarte auf Dobersnigg in der Gemeinde Loich
Blick von der Leopoldwarte auf Dobersnigg in der Gemeinde Loich · Foto: Rosso Robot · „2020-05-03 Leopoldwarte view“ · Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0 · Für regionalinfo.at verkleinert und als AVIF komprimiert; kein zusätzlicher Zuschnitt. Weitergabe unter derselben Bildlizenz.
Einwohner
542
01.01.2026
Fläche
24,52 km²
Bevölkerungsdichte
22,1
Einwohner je km²
PLZ des Gemeindeamtes
3211
Keine vollständige PLZ-Liste

Datenquelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026 · aufbereitet für regionalinfo.at.

LOICH KENNENLERNEN

Loich im Tal zwischen Pielach und Höhenzügen

Loich liegt im oberen Pielachtal, südwestlich von St. Pölten. Die Gemeinde zählt 542 Einwohnerinnen und Einwohner (Stand 1. Jänner 2026) und umfasst 24,52 Quadratkilometer. Die Mariazellerbahn erschließt das Tal; von St. Pölten ist der Ort auch über die Straße erreichbar. Wanderwege führen auf umliegende Höhen und durch die Siedlungen am Loichbach. Auch der Pielachtaler Pilgerweg führt durch die Region.

Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Loich – Wikipedia, feste Artikelversion · Informationen – Gemeinde Loich · Loich – Niederösterreich

Zwischen Pielach und Höhenzügen

Loich liegt zwischen der Pielach und den Erhebungen Schnabelstein und Eisenstein. Die Gemeinde beschreibt sich als Teil des oberen Pielachtals und verweist auf Wege für Spaziergänge, Wanderungen, Radfahrten und Mountainbiketouren. Auf dem Rundweg um den Schnabelstein führt die Route über das Ortszentrum, Eben, die Günther Kapelle und Hammerlmühle. Der Eisenstein ist ein weiterer markanter Zielpunkt; von Dobersnigg startet ein Anstieg zum Gipfel. Die Landschaft verbindet Talboden, verstreute Höfe und bewaldete Höhen.

Quellen: Informationen – Gemeinde Loich · Loich – Niederösterreich

Erwähnung und Pfarrgeschichte

1307 wurde Loich in einer Urkunde des Stiftes Lilienfeld als „Levch“ erwähnt. Das Land Niederösterreich verbindet den Namen mit dem Loichbach und deutet „leuk“ als hell oder weiß glänzend. 1784 wurde Loich zur eigenen Pfarre erhoben. Die Mariazellerbahn wurde etappenweise gebaut und erschloss das Tal für Reiseverkehr und Wirtschaft. 1990 erhielt die Gemeinde ein eigenes Wappen: Mitra und Wellenbalken verweisen auf den Pfarrpatron Nikolaus und den Loichbach, Hammer und Schlegel auf den früheren Kohlebergbau. Dieser bestand von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis nach dem Ersten Weltkrieg.

Quellen: Gemeinde Loich feiert 700-Jahr-Jubiläum

Bäuerliches Wissen im Heimatmuseum

Das Heimatmuseum zeigt Werkzeuge und Gebäude aus dem bäuerlichen Alltag. Zur Anlage gehören die Heimatstube, ein Dörrhaus, ein Presshaus und die Pichl-Mühle. Dort kann der Mahlvorgang vom Korn bis zum Mehl vorgeführt werden. Weitere Exponate dokumentieren die Verarbeitung von Obst, Wolle, Hanf und Flachs sowie Bergbau und Mineralien. Eine private Sammlung von Franz Maresch bildete den Ausgangspunkt. 1986 wurde die Heimatstube öffentlich zugänglich; seitdem trägt der Kultur- und Heimatverein die Sammlung weiter. Die Pichl-Mühle ging 1899 in Betrieb und ist die einzige erhaltene von einst neun Getreidemühlen in Loich. Die Ausstellung umfasst auch ein historisches Klassenzimmer und eine Bauernstube. Die rund 4.000 Stück umfassende Sammlung enthält Werkzeuge aus Tischlerei, Schusterei, Schneiderei, Zimmerei, Wagnerei, Schlosserei, Schmied und Waldwirtschaft.

Quellen: Heimatmuseum – Kultur- und Heimatverein Loich · Gemeinde Loich feiert 700-Jahr-Jubiläum

Bahn, Radweg und Dorfziele

Die Mariazellerbahn führt entlang der Pielach; der Bahnhof Loich liegt in Dobersnigg. Dort beginnt der Pielachtaler Radweg, der den Fluss und die Bahnstrecke begleitet. Von der Bahnstation führt außerdem ein kurzer Mühlenweg am Loichbach entlang zum Ortszentrum. Kirche, Museum und Brunnen liegen an unterschiedlichen Punkten und machen die Geschichte beim Weg durch die Gemeinde sichtbar. Die Loicher Panoramarunde ist 23,5 Kilometer lang und überwindet insgesamt 860 Höhenmeter. Damit führt sie durch mehrere der verstreuten Ortslagen, während der Radweg im Tal nahe der Bahntrasse bleibt.

Quellen: Radfahren / Mountainbiken – Gemeinde Loich · Pielachtalradweg – Niederösterreich · Informationen – Gemeinde Loich

Quellen und Belege

Stand der Angaben: 09.10.2026

GEOGRAFIE

Loich auf der Karte

Gemeindegebiet · Stand 01.01.2026

Rot: aus amtlichen Gemeindegrenzen abgeleitet und für die Anzeige vereinfacht. Kartenhintergrund: basemap.at. Quellen und Methodik

GEMEINDE IN ZAHLEN

Einwohner im Zeitvergleich

StichtagEinwohner
31.10.2011 · Registerzählung607
31.10.2021 · Registerzählung571
01.01.2026 · Bevölkerungsstand542

Die Abstände zwischen den Stichtagen sind unterschiedlich. Quelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026.

Gebäude · 31.10.2021
240
NUTS-3-Region
Sankt Pölten (AT123)

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Besonderheiten & Ausflugsziele

ÜBER DIE GEMEINDEGRENZE HINAUS

Nachbargemeinden von Loich

Nachbarschaft aus gemeinsamen Grenzabschnitten der amtlichen Geometrien abgeleitet. Reine Berührungspunkte und ausländische Gemeinden sind nicht enthalten.