LOICH KENNENLERNEN
Loich im Tal zwischen Pielach und Höhenzügen
Loich liegt im oberen Pielachtal, südwestlich von St. Pölten. Die Gemeinde zählt 542 Einwohnerinnen und Einwohner (Stand 1. Jänner 2026) und umfasst 24,52 Quadratkilometer. Die Mariazellerbahn erschließt das Tal; von St. Pölten ist der Ort auch über die Straße erreichbar. Wanderwege führen auf umliegende Höhen und durch die Siedlungen am Loichbach. Auch der Pielachtaler Pilgerweg führt durch die Region.
Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Loich – Wikipedia, feste Artikelversion · Informationen – Gemeinde Loich · Loich – Niederösterreich
Zwischen Pielach und Höhenzügen
Loich liegt zwischen der Pielach und den Erhebungen Schnabelstein und Eisenstein. Die Gemeinde beschreibt sich als Teil des oberen Pielachtals und verweist auf Wege für Spaziergänge, Wanderungen, Radfahrten und Mountainbiketouren. Auf dem Rundweg um den Schnabelstein führt die Route über das Ortszentrum, Eben, die Günther Kapelle und Hammerlmühle. Der Eisenstein ist ein weiterer markanter Zielpunkt; von Dobersnigg startet ein Anstieg zum Gipfel. Die Landschaft verbindet Talboden, verstreute Höfe und bewaldete Höhen.
Quellen: Informationen – Gemeinde Loich · Loich – Niederösterreich
Erwähnung und Pfarrgeschichte
1307 wurde Loich in einer Urkunde des Stiftes Lilienfeld als „Levch“ erwähnt. Das Land Niederösterreich verbindet den Namen mit dem Loichbach und deutet „leuk“ als hell oder weiß glänzend. 1784 wurde Loich zur eigenen Pfarre erhoben. Die Mariazellerbahn wurde etappenweise gebaut und erschloss das Tal für Reiseverkehr und Wirtschaft. 1990 erhielt die Gemeinde ein eigenes Wappen: Mitra und Wellenbalken verweisen auf den Pfarrpatron Nikolaus und den Loichbach, Hammer und Schlegel auf den früheren Kohlebergbau. Dieser bestand von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis nach dem Ersten Weltkrieg.
Bäuerliches Wissen im Heimatmuseum
Das Heimatmuseum zeigt Werkzeuge und Gebäude aus dem bäuerlichen Alltag. Zur Anlage gehören die Heimatstube, ein Dörrhaus, ein Presshaus und die Pichl-Mühle. Dort kann der Mahlvorgang vom Korn bis zum Mehl vorgeführt werden. Weitere Exponate dokumentieren die Verarbeitung von Obst, Wolle, Hanf und Flachs sowie Bergbau und Mineralien. Eine private Sammlung von Franz Maresch bildete den Ausgangspunkt. 1986 wurde die Heimatstube öffentlich zugänglich; seitdem trägt der Kultur- und Heimatverein die Sammlung weiter. Die Pichl-Mühle ging 1899 in Betrieb und ist die einzige erhaltene von einst neun Getreidemühlen in Loich. Die Ausstellung umfasst auch ein historisches Klassenzimmer und eine Bauernstube. Die rund 4.000 Stück umfassende Sammlung enthält Werkzeuge aus Tischlerei, Schusterei, Schneiderei, Zimmerei, Wagnerei, Schlosserei, Schmied und Waldwirtschaft.
Quellen: Heimatmuseum – Kultur- und Heimatverein Loich · Gemeinde Loich feiert 700-Jahr-Jubiläum
Bahn, Radweg und Dorfziele
Die Mariazellerbahn führt entlang der Pielach; der Bahnhof Loich liegt in Dobersnigg. Dort beginnt der Pielachtaler Radweg, der den Fluss und die Bahnstrecke begleitet. Von der Bahnstation führt außerdem ein kurzer Mühlenweg am Loichbach entlang zum Ortszentrum. Kirche, Museum und Brunnen liegen an unterschiedlichen Punkten und machen die Geschichte beim Weg durch die Gemeinde sichtbar. Die Loicher Panoramarunde ist 23,5 Kilometer lang und überwindet insgesamt 860 Höhenmeter. Damit führt sie durch mehrere der verstreuten Ortslagen, während der Radweg im Tal nahe der Bahntrasse bleibt.
Quellen: Radfahren / Mountainbiken – Gemeinde Loich · Pielachtalradweg – Niederösterreich · Informationen – Gemeinde Loich
Quellen und Belege
- STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026
- Loich – Wikipedia, feste Artikelversion · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Versionsgeschichte
- Gemeinde Loich feiert 700-Jahr-Jubiläum
- Informationen – Gemeinde Loich
- Loich – Niederösterreich
- Heimatmuseum – Kultur- und Heimatverein Loich
- Radfahren / Mountainbiken – Gemeinde Loich
- Pielachtalradweg – Niederösterreich
Stand der Angaben: 09.10.2026
