STADTGEMEINDE · NIEDERÖSTERREICH

Herzogenburg

Drei historische Siedlungsbereiche, ein barockes Chorherrenstift und wichtige Bahnverbindungen prägen die Stadt.

GEMEINDEKENNZIFFER31912
Ortsansicht von Herzogenburg
Ortsansicht von Herzogenburg · Foto: C.Stadler/Bwag · „Herzogenburg (2)“ · Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0 · Für regionalinfo.at verkleinert und als AVIF komprimiert; kein zusätzlicher Zuschnitt. Weitergabe unter derselben Bildlizenz.
Einwohner
7 961
01.01.2026
Fläche
46,09 km²
Bevölkerungsdichte
172,7
Einwohner je km²
PLZ des Gemeindeamtes
3130
Keine vollständige PLZ-Liste

Datenquelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026 · aufbereitet für regionalinfo.at.

HERZOGENBURG KENNENLERNEN

Herzogenburg zwischen Marktgeschichte und Stift

Herzogenburg ist eine Stadtgemeinde im Bezirk Sankt Pölten-Land. Am 1. Jänner 2026 zählte sie 7.961 Einwohnerinnen und Einwohner; das Gemeindegebiet umfasst 46,09 Quadratkilometer. Die Seehöhe beträgt laut Stadtgemeinde 229 Meter. Die Gemeinde liegt im Unteren Traisental. Die Stadtseite verortet Herzogenburg zentral zwischen St. Pölten und Krems; die Landeshauptstadt grenzt unmittelbar an das Gemeindegebiet. Die Stadtgemeinde ordnet Herzogenburg dem Zentralraum NÖ-Mitte zu.

Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Stadtgemeinde Herzogenburg | Stadtgeschichte · Stadtgemeinde Herzogenburg | Strategische Lage: Regional · Stadtgemeinde Herzogenburg | Daten und Fakten

Drei Siedlungsbereiche werden Stadt

Ur- und frühgeschichtliche Ausgrabungen weisen auf frühe Besiedlung hin. Die Stadtgemeinde nennt 1014 als erste urkundlich belegte Erwähnung des Namens Herzogenburg. Kaiser Heinrich II schenkte damals dem Bistum Passau Grund zur Errichtung einer Pfarre. Die Siedlung bestand aus drei Bereichen: Oberer Markt, Unterer Markt und Stiftsbereich. Ein gemeinsamer Erdwall schützte sie im 13. Jahrhundert; später umgab eine geschlossene Stadtmauer den Ort. 1506 erhielt der Untere Markt ein Wappen. Als die Märkte 1808 vereinigt wurden, übernahmen sie dieses Zeichen. Im Juni 1927 erhob der niederösterreichische Landtag den Markt zur Stadt. Herzogenburg zählte damals nach der städtischen Chronik ungefähr 2.700 Einwohner.

Quellen: Stadtgemeinde Herzogenburg | Stadtgeschichte

Vom Chorherrenstift zum barocken Ensemble

Das Augustiner-Chorherrenstift wurde 1112 in St. Georgen an der Traisenmündung gegründet. 1244 wurde das Stift nach Herzogenburg verlegt; seitdem ist die Pfarrkirche zugleich Stiftskirche. Teile des älteren Klosters und ein spitzbogiges Kirchenportal verweisen auf die frühe Bauzeit. Der barocke Neubau begann 1715. An den Plänen wirkten Jakob Prandtauer, Joseph Munggenast und Johann Bernhard Fischer von Erlach mit. Für die Stifts- und Stadtpfarrkirche nennt die Gemeinde einen barocken Umbau zwischen 1750 und 1785 unter Franz Munggenast; erhalten blieben auch zwei Turmgeschosse. Zur Stiftsanlage gehören nach der Stadtbeschreibung Prälatenstiege, Festsaal, Sammlungen, Chorkapelle, Schatzkammer und Bibliothek. Der Prälatengarten besitzt einen Springbrunnen; außerdem wird ein Rosengarten genannt. Die Kunstsammlungen reichen laut Gemeinde von der Gotik bis zur Moderne.

Quellen: Stadtgemeinde Herzogenburg | Sehenswertes: Augustiner-Chorherrenstift · Stadtgemeinde Herzogenburg | Pfarren: Pfarre Herzogenburg

Vierzehn Katastralgemeinden im Stadtgebiet

Die Stadtgemeinde gliedert sich in 14 Katastralgemeinden: Adletzberg, Angern, Ederding, Einöd, Gutenbrunn, Hameten, Herzogenburg, Oberndorf in der Ebene, Oberwinden, Ossarn, Pottschall, St. Andrä an der Traisen, Unterwinden und Wielandsthal. Diese Namen bezeichnen Katastralgemeinden, also Gebiete des Grundkatasters; sie sind nicht sämtlich eigenständige politische Gemeinden. Der Stadtgemeinde-Eintrag führt außerdem Ederding mit dem Zusatz Wiesing, Gutenbrunn mit Heiligenkreuz und Hameten mit Unter- und Oberhameten an.

Quellen: Stadtgemeinde Herzogenburg | Daten und Fakten · Stadtgemeinde Herzogenburg | Stadtgeschichte

Bahnknoten im Traisental

Am Bahnhof Herzogenburg treffen laut Stadtgemeinde die Bahnlinien aus St. Pölten, Krems und Tulln zusammen. Die Verbindungen stellen den Anschluss an Westbahn und Franz-Josefs-Bahn her. Die Tullnerfelder Bahn führt von St. Pölten über Herzogenburg nach Tulln; die Kremser Bahn zweigt in Herzogenburg ab und verläuft eingleisig weiter nach Krems. Auch auf der Straße ist die Stadt an die S33 angebunden. Die Gemeinde nennt drei Anschlussstellen: Herzogenburg Nord, Herzogenburg Stadt und Herzogenburg Süd.

Quellen: Stadtgemeinde Herzogenburg | Schiene · Stadtgemeinde Herzogenburg | Straße

Quellen und Belege

Stand der Angaben: 09.10.2026

GEOGRAFIE

Herzogenburg auf der Karte

Gemeindegebiet · Stand 01.01.2026

Rot: aus amtlichen Gemeindegrenzen abgeleitet und für die Anzeige vereinfacht. Kartenhintergrund: basemap.at. Quellen und Methodik

GEMEINDE IN ZAHLEN

Einwohner im Zeitvergleich

StichtagEinwohner
31.10.2011 · Registerzählung7 790
31.10.2021 · Registerzählung7 866
01.01.2026 · Bevölkerungsstand7 961

Die Abstände zwischen den Stichtagen sind unterschiedlich. Quelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026.

Gebäude · 31.10.2021
2 782
NUTS-3-Region
Sankt Pölten (AT123)

ÜBER DIE GEMEINDEGRENZE HINAUS

Nachbargemeinden von Herzogenburg

Nachbarschaft aus gemeinsamen Grenzabschnitten der amtlichen Geometrien abgeleitet. Reine Berührungspunkte und ausländische Gemeinden sind nicht enthalten.