KARLSTETTEN KENNENLERNEN
Karlstetten: Am Rand des Dunkelsteinerwaldes
Karlstetten liegt im Bezirk Sankt Pölten-Land am südöstlichen Rand des Dunkelsteinerwaldes. Die Marktgemeinde zählt 2.254 Einwohnerinnen und Einwohner (Stand 1. Jänner 2026) und erstreckt sich über 28,26 Quadratkilometer. Der gleichnamige Hauptort ist Teil eines größeren Verwaltungsgebiets.
Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Karlstetten – Wikipedia, feste Artikelversion
Von der Fladnitz zum Wald
Karlstetten liegt am südöstlichen Rand des Dunkelsteinerwaldes. Die Fladnitz entwässert das Gemeindegebiet. Der Hauptort liegt auf 375 Metern Seehöhe. Die Katasterfläche beträgt 2.825,31 Hektar; 43,13 Prozent davon sind Wald. Acht Katastralgemeinden – Hausenbach, Heitzing, Karlstetten, Lauterbach, Obermamau, Schaubing, Untermamau und Weyersdorf – sind von den elf Ortschaften zu unterscheiden. Die regionale Tourismusbeschreibung nennt Wanderwege im Fladnitztal und verknüpft sie mit mehreren Zielen im Gemeindegebiet. Markierte Wanderwege erschließen den Waldraum.
Quellen: Karlstetten – Landesdaten · Karlstetten – Marktgemeinde
Erstnennung im Jahr 1083
Die Marktgemeinde nennt den 9. September 1083 als erste urkundliche Erwähnung Karlstettens. 1126 erscheint Gottschalk von Karlstetten in der Überlieferung. Um 1150 werden die Grafen Schala-Peilstein-Burghausen genannt; 1209 folgt ein Eintrag zu „Heinricus“. Danach besaßen die Doppler die Herrschaft bis 1459. Von 1459 bis 1813 hielten die Zinzendorfer den Besitz. Später folgten die Grafen Baudissin und 1913 Baron Candid. Zacharias Frank erwarb das Gut 1925. 1945 beschlagnahmte die sowjetische Besatzungsmacht das Gut als deutsches Eigentum. 1965 ging das Schloss in den Besitz der Gemeinde über.
Was vom Schloss Karlstetten blieb
Das ehemalige Schloss Karlstetten dient heute als Gemeindeamt. Die regionale Beschreibung führt außerdem die Hochburg Hausenbach und die Pfarrkirche zum heiligen Ulrich als Sehenswürdigkeiten an. Nördlich von Hausenbach liegt im Wald die Türkenschanze, ein prähistorischer Ringwall. Damit liegen historische Bauwerke und ein archäologischer Platz nahe beieinander, aber in verschiedenen Ortsteilen. Die Gemeinde verweist auf den Fladnitztal-Radweg. Die 30 Kilometer lange Rundstrecke führt durch Karlstetten, Obritzberg-Rust, Statzendorf und Oberwölbling. Der größte Teil ist asphaltiert, der Rest verläuft auf Schotter. Die Tourismusbeschreibung weist außerdem auf Wanderwege hin, die zu Fuß in den Wald- und Talraum führen. Entlang der Strecke nennt die Gemeinde Aussichtspunkte und Einkehrmöglichkeiten.
Quellen: Karlstetten – Marktgemeinde · Radwanderweg Karlstetten
Mamau wird Teil der Gemeinde
Die Gemeinde Mamau wurde mit Ende 1968 aufgelöst. Die Katastralgemeinden Obermamau und Untermamau kamen zu Karlstetten. Das Schloss ist heute der Verwaltungssitz der Marktgemeinde. Karlstetten verfügt über Volksschule, Mittelschule und Landeskindergarten. Die Volksschule liegt in der Neidlinger Straße 6, die Mittelschule am Schloßplatz 4 und der Kindergarten am Schloßplatz 2. Sportvereine gehören ebenfalls zum örtlichen Angebot. Die Gemeindeseite bezeichnet die Strecke als familienfreundlich und auch für weniger geübte Radfahrende geeignet. Von Karlstetten führt die beschriebene Etappe über Rosenthal; anschließend verläuft die Tour über Untermamau und Flinsdorf zurück nach Großhain. Die Route ist gut beschildert und bindet bei Statzendorf an den Traisental-Radweg sowie bei Neustift an den Donauradweg an.
Quellen: Geschichte der Marktgemeinde Karlstetten · Radwanderweg Karlstetten
Quellen und Belege
Stand der Angaben: 09.10.2026
