GERERSDORF KENNENLERNEN
Gerersdorf zwischen Pielachraum und eigener Geschichte
Gerersdorf liegt im Bezirk Sankt Pölten-Land im Mostviertel. Die Gemeinde umfasst 13,66 Quadratkilometer und zählt 1.081 Einwohnerinnen und Einwohner (Stand 1. Jänner 2026). Zwölf Katastralgemeinden gehören heute dazu. Der Name Gerersdorf ist seit Jahrhunderten in wechselnden Schreibweisen überliefert; die Ortsgeschichte reicht bis zu einer Nennung als Geroltestorff im Jahr 1040 zurück.
Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Gemeinde Gerersdorf | Geschichte Gerersdorf
Zwischen Pielach und Siedlungsorten
Das Gemeindegebiet liegt im Einzugsgebiet der Pielach. Zu den im Gemeindegebiet genannten Orten zählen Völlerndorf, Grillenhöfe, Hetzersdorf und Loipersdorf. Diese Bezeichnungen stehen für Ortsteile innerhalb der Gemeinde, nicht für eigenständige Gemeinden. Der leicht befahrbare Pielachtal-Radweg verläuft laut Niederösterreich Tourismus über mehr als zwanzig Kilometer durch Gerersdorf, Markersdorf und Prinzersdorf und führt weiter in Richtung Kirchberg. Damit verbindet die Strecke die Gemeinde mit dem Talraum und einer längeren Radroute. Ein älterer Landschaftswert beziffert den Waldanteil auf etwa drei Prozent; er beschreibt das gesamte Gemeindegebiet und stammt nicht aus dem Einwohnerstand 2026. Die Höhen reichen von 254 Metern in Hetzersdorf bis 312 Metern beim Pummersdorfer Kreuz; bei der Kirche sind es 290 Meter.
Quellen: Gerersdorf (Niederösterreich) – Wikipedia, feste Artikelversion · Niederösterreich Tourismus | Gerersdorf
Vom frühen Namen zur heutigen Gemeinde
Die Schreibweise Geroltestorff ist in frühen Belegen überliefert. In späteren Belegen erscheinen unter anderem Geroltsdorf, Gerolezsdorf und Gerestorf. Auch die Pfarre ist früh dokumentiert: 1313 wird sie erstmals urkundlich genannt. Eine Schule bestand bereits im 16. Jahrhundert; 1523 wird ein Mesner erwähnt, der zugleich als Schulmeister der Pfarrschule tätig war. Die heutige politische Gemeinde entstand nach Angaben der Gemeinde 1849 und umfasste zunächst vierzehn Katastralgemeinden. Das unterscheidet die damalige Verwaltungsstruktur von der heutigen Einteilung mit zwölf Katastralgemeinden.
Quellen: Gemeinde Gerersdorf | Geschichte Gerersdorf · Gerersdorf (Niederösterreich) – Wikipedia, feste Artikelversion
Aufteilung und Rückkehr zur Eigenständigkeit
Die Gemeindestruktur veränderte sich im 20. Jahrhundert mehrfach. 1950 wurden Prinzersdorf und Uttendorf eigenständig; Matzersdorf kam zur damaligen Gemeinde Pummersdorf. 1972 führte eine Gebietsreform zur Aufteilung Gerersdorfs: Neun Katastralgemeinden gingen an St. Pölten, drei an Prinzersdorf. Eine Gruppe von Bürgern setzte sich anschließend für die Wiederherstellung der Eigenständigkeit ein. Der Verfassungsgerichtshof gab der Beschwerde im September 1981 statt. Mit 1. Jänner 1982 wurde Gerersdorf wieder selbstständig. Laut Gemeinde wurde die gewonnene Eigenständigkeit in den folgenden Jahrzehnten für örtliche Vorhaben genutzt, darunter Kanalisation, Gasversorgung, Straßenumbauten und ein öffentliches Trinkwassernetz.
Kirche, Pfarrhof und Dorfleben
Die Pfarrkirche ist dem heiligen Johannes dem Täufer geweiht. Niederösterreich Tourismus beschreibt sie als Saalkirche mit gotischem Kern sowie nachgotischen und barocken Elementen. Ihr Kirchturm wurde 1945 zerstört und bis 1954 erneuert. Der alte Pfarrhof ergänzt dieses historische Ensemble; seine Bausubstanz stammt ursprünglich aus dem 16. und 17. Jahrhundert. Die Gemeinde nennt außerdem einen Kindergarten und eine Volksschule als Einrichtungen vor Ort. Bei diesen Angaben geht es um stabile örtliche Infrastruktur, nicht um tagesaktuelle Öffnungszeiten oder Angebote. Der Radweg und die historischen Gebäude geben zwei unterschiedliche Zugänge zu Gerersdorf: als Teil des Pielachraums und als gewachsene Pfarr- und Gemeindesiedlung.
Quellen: Niederösterreich Tourismus | Gerersdorf · Gerersdorf (Niederösterreich) – Wikipedia, feste Artikelversion
Quellen und Belege
Stand der Angaben: 09.10.2026
