KRUMAU AM KAMP KENNENLERNEN
Krumau am Kamp – Burgfelsen und Stauseen
Krumau am Kamp liegt im tief eingeschnittenen Tal des Kamp, östlich von Zwettl. Die Marktgemeinde hat 706 Einwohnerinnen und Einwohner (Stand 1. Jänner 2026) und eine Fläche von 26,84 Quadratkilometern. Burg, Marktrecht und Kraftwerksbau erzählen von drei sehr verschiedenen Etappen ihres Wandels.
Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Krumau am Kamp – Wikipedia, feste Artikelversion · Marktgemeinde Krumau am Kamp – Geschichte
Hochfläche und eingeschnittenes Tal
Der Kamp hat sich hier rund 130 bis 200 Meter in die wellige Hochfläche des Waldviertels eingeschnitten. Sieben Katastralgemeinden und acht Ortschaften gehören zur Gemeinde, darunter Eisenberg, Idolsberg, Preinreichs, Thurnberg und Tiefenbach. Seit 1. Jänner 1972 bilden Krumau, Idolsberg und Tiefenbach die heutige Marktgemeinde.
Quellen: Marktgemeinde Krumau am Kamp – Geschichte · Krumau am Kamp – Wikipedia, feste Artikelversion
Burg über dem Kamp
Die Kuenringer errichteten auf dem Felsen oberhalb des Ortes eine Burg. Als berühmteste Nutzerin nennt die Gemeinde Margareta von Österreich: Nach ihrer Scheidung von König Ottokar im Jahr 1261 nutzte sie die Burg wiederholt als Sommeraufenthalt. Krumau erhielt 1444 das Marktrecht und wurde zum Zentrum für Landwirtschaft, Handel und Gewerbe im Umland. Die Gemeinde dokumentiert wiederholte Erlebnisführungen mit der historischen Figur Margareta. Die Burg ist heute in Privatbesitz. Besichtigungen sind von außen möglich; der untere Burghof ist zugänglich, wenn er geöffnet ist.
Quellen: Marktgemeinde Krumau am Kamp – Geschichte von Krumau am Kamp · Marktgemeinde Krumau am Kamp – Burg Krumau · Marktgemeinde Krumau am Kamp – Erlebnisführung mit Margarete von Babenberg · Krumau am Kamp – Wikipedia, feste Artikelversion
Dörfer mit eigenen Geschichten
In Eisenberg übergab Heinrich II., Markgraf von Österreich, 1150 drei Berge an das Stift Zwettl. Ob dort tatsächlich Bergbau betrieben wurde, ist laut Gemeinde ungeklärt; belegt sind eine Burg und eine nach dem Ort benannte Ritterfamilie. Tiefenbach wird 1186 als babenbergischer Besitz erwähnt; sein Anger gibt dem Dorf ein charakteristisches Ortsbild. Früher boten eine Mühle und eine Zimmerei Erwerbsmöglichkeiten neben der Landwirtschaft. Die Burg von Thurnberg wurde 1450 zerstört; erhalten blieben Mauerreste des Turms, von dem sich wohl der Name ableitet. In Idolsberg wandelte sich die wehrhafte Burg zu einem kleinen Schloss, das 1664 in einer Beschreibung als schön ausgestatteter Viereckbau erscheint.
Quellen: Marktgemeinde Krumau am Kamp – Tiefenbach · Marktgemeinde Krumau am Kamp – Eisenberg · Marktgemeinde Krumau am Kamp – Thurnberg · Marktgemeinde Krumau am Kamp – Idolsberg
Kraftwerke verändern das Kamptal
Mit den Kraftwerksbauten der 1950er-Jahre änderte sich das Verhältnis zum Fluss. Der Stausee Thurnberg entstand im Zuge der Kampkraftwerke; das Kraftwerk Thurnberg-Wegscheid war 1952 das erste, das Bundeskanzler Leopold Figl feierlich in Betrieb nahm. Auch Dobra und Krumau wurden Teil einer gestauten Seenlandschaft. Die Gemeinde beschreibt den Ausbau als Beginn einer neuen Erholungsnutzung: Segeln, Baden, Angeln, Radfahren und Wandern prägen seither das Freizeitangebot. Am Stausee Thurnberg gibt es an der Talsperre eine frei zugängliche Liegewiese. In Thurnberg wurden außerdem ältere Wege wieder aktiviert und neue Rundwege erschlossen. Der Dorfteich in Idolsberg wurde 1989 angelegt und wird zum Fischen, Eislaufen und Baden genutzt.
Quellen: Marktgemeinde Krumau am Kamp – Geschichte von Krumau am Kamp · Marktgemeinde Krumau am Kamp – Thurnberg · Marktgemeinde Krumau am Kamp – Stausee Thurnberg
Dorfleben und Erinnerung
Preinreichs verbindet die lokale Geschichte mit einem Einblick in das Dorfleben des 19. Jahrhunderts. Eine Beschreibung von 1830 zählt dort 45 Häuser, 68 Familien und 315 Einwohner, außerdem eine Schule; kirchlich war der Ort der Pfarre Krumau zugewiesen. Die Gemeinde führt den Ortsnamen auf „Prunricus de Chrumpinowe“ zurück, der wahrscheinlich im 12. Jahrhundert als Burggraf in Krumau lebte. Das heutige Kinderparadies entstand 2006 und 2007 auf Initiative der Eltern; Kinder wirkten an der Planung mit.
Quellen und Belege
- STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026
- Krumau am Kamp – Wikipedia, feste Artikelversion · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Versionsgeschichte
- Marktgemeinde Krumau am Kamp – Geschichte von Krumau am Kamp
- Marktgemeinde Krumau am Kamp – Geschichte
- Marktgemeinde Krumau am Kamp – Tiefenbach
- Marktgemeinde Krumau am Kamp – Eisenberg
- Marktgemeinde Krumau am Kamp – Thurnberg
- Marktgemeinde Krumau am Kamp – Preinreichs
- Marktgemeinde Krumau am Kamp – Burg Krumau
- Marktgemeinde Krumau am Kamp – Erlebnisführung mit Margarete von Babenberg
- Marktgemeinde Krumau am Kamp – Idolsberg
- Marktgemeinde Krumau am Kamp – Stausee Thurnberg
Stand der Angaben: 08.10.2026
