MANNSDORF AN DER DONAU KENNENLERNEN
Mannsdorf an der Donau: Au, Damm und Dorfkirche
Mannsdorf an der Donau ist eine Gemeinde im Bezirk Gänserndorf. Das Gebiet umfasst 10,31 Quadratkilometer; am 1. Jänner 2026 lebten 340 Menschen hier. Das Dorf liegt am Südrand des Marchfelds.
Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Geschichte – Gemeinde Mannsdorf an der Donau
Donau, Altarm und Hubertusdamm
Am Stromkilometer 1907 berührt das Gemeindegebiet die Donau. Ein Altarm bildet mit dem Hauptstrom die markante Landzunge, die die Gemeinde „Haufen“ nennt. Die Wasserstände wechseln zwischen Niedrig-, Mittel- und Hochwasser; besonders hohe Pegel bedrohten Ufer und Siedlung. Der 1884 errichtete Hochwasserschutzdamm führt zugleich den Donauradweg. Die Radroute führt hier als Teil der EuroVelo 6 durch die Auenlandschaft. Südlich des Dorfs begrenzt der Strom die direkte Straßenverbindung; die Donau Straße B3 führt Richtung Wien oder Hainburg.
Quellen: Sehenswertes – Gemeinde Mannsdorf an der Donau · Geschichte – Gemeinde Mannsdorf an der Donau · Mannsdorf an der Donau – Wikipedia, feste Artikelversion
Siedlung am wechselnden Ufer
Die Gemeinde besteht aus einer einzigen Katastralgemeinde. Ältere Siedlungsspuren reichen bis in die Bronzezeit; urkundlich erscheint der Ort 1377 als „Mannersdorf bei Orth“, 1417 als „Mènsdorf“. Der ältere Siedlungsteil heißt Untermannsdorf. Wegen wiederkehrender Überschwemmungen siedelten die Bewohner später im etwa 1,5 Meter höher gelegenen Obermannsdorf. Im 16. Jahrhundert ließen sich Kroaten in der Gegend nieder. 1601 wurde Laurentius Ugmair Pfarrer in Probstdorf, zu dessen Seelsorgegebiet Mannsdorf gehörte; er beherrschte die „crabatische Sprache“. Grundbesitz hatten unter anderem die Herrschaften Esslingen und Orth sowie die Veste Sachsengang. In seiner heutigen Form wurde Mannsdorf am 1. September 1954 wieder eigenständig. Von 1938 bis 1954 war es Teil der Stadt Wien.
Quellen: Mannsdorf an der Donau – Wikipedia, feste Artikelversion · Geschichte – Gemeinde Mannsdorf an der Donau · Region Marchfeld – Mannsdorf an der Donau
Franz Xaver und ein Wiener Hochaltar
Die Filialkirche in der Kirchengasse ist dem heiligen Franz Xaver geweiht und steht unter Denkmalschutz. Die Gemeinde nennt den 25. Juni 1769 als Weihetag; 2019 wurde das 250-Jahr-Jubiläum begangen. Der Hochaltar kam 1785 aus der Kirche in der Himmelpfortgasse in Wien nach Mannsdorf. 1955 und 1957 wurde das ursprünglich barocke Gotteshaus umgebaut und erweitert. Es ist Eigentum der Gemeinde und wird vom Pfarrer in Orth betreut. Auf der Straße nach Schönau steht eine Statue des heiligen Johannes Nepomuk: Die Gemeinde unterstützte 2024 ihre Renovierung; Pfarrer Erich Neidhart segnete die Statue am 5. Oktober desselben Jahres erneut.
Quellen: Sehenswertes – Gemeinde Mannsdorf an der Donau · Unbewegliche Denkmale – Filialkirche hl. Franz Xaver, Bundesdenkmalamt · Pfarrverband Orth an der Donau · Mannsdorf an der Donau – Wikipedia, feste Artikelversion · Segnung der Statue Johannes Nepomuk – Pfarrverband Orth/Donau–Engelhartstetten
Landwirtschaft, Gewerbe und Pendelwege
Die Gemeinde nennt neben der Landwirtschaft Gewerbebetriebe, die vor allem im Gewerbegebiet an der B3 liegen. Die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe sank zwischen 1999 und 2010 von 24 auf 18; 14 davon wurden 2010 im Haupterwerb geführt. Im Jahr 2011 arbeiteten 56 der 197 in Mannsdorf lebenden Erwerbstätigen in der Gemeinde, mehr als 70 Prozent pendelten aus. Handel stellte damals mit 39 Beschäftigten den größten Dienstleistungsbereich; Beherbergung und Gastronomie beschäftigten 15, der Verkehr zwölf Personen. Das Adressbuch von 1938 verzeichnete neben Landwirten einen Fleischer, zwei Gastwirte, zwei Gemischtwarenhändler, einen Sattler, zwei Schmiede, einen Schuster, zwei Trafikanten und einen Tischler.
Quellen: Geschichte – Gemeinde Mannsdorf an der Donau · Mannsdorf an der Donau – Wikipedia, feste Artikelversion
Quellen und Belege
- STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026
- Mannsdorf an der Donau – Wikipedia, feste Artikelversion · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Versionsgeschichte
- Geschichte – Gemeinde Mannsdorf an der Donau
- Sehenswertes – Gemeinde Mannsdorf an der Donau
- Unbewegliche Denkmale – Filialkirche hl. Franz Xaver, Bundesdenkmalamt
- Pfarrverband Orth an der Donau
- Segnung der Statue Johannes Nepomuk – Pfarrverband Orth/Donau–Engelhartstetten
- Region Marchfeld – Mannsdorf an der Donau
Stand der Angaben: 08.10.2026
