BEHAMBERG KENNENLERNEN
Behamberg: Höhenort zwischen Enns und Steyr
Behamberg liegt auf den Höhen des westlichen Mostviertels, nahe der Stadt Steyr und der Enns. Die Gemeinde zählte am 1. Jänner 2026 3.439 Einwohner auf 20,26 Quadratkilometern. Ihre Geschichte ist von Grenzverschiebungen und Verkehrswegen geprägt.
Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Geschichte – Gemeinde Behamberg · Behamberg – Gedächtnis des Landes
Ein Ortsname mit wechselnder Landeszugehörigkeit
Der Name Behamberg ist seit 1082 urkundlich belegt. Um 1254 wurde das Gebiet bei einer Neuordnung der Länder Oberösterreich zugeschlagen. Im späten 15. Jahrhundert geriet die Gegend unter ungarische Herrschaft; nach deren Ende blieb Behamberg bei Niederösterreich. Die Deutung des Ortsnamens verweist auf eine slawische Ansiedlung des 9. oder 10. Jahrhunderts; das Gemeindewappen greift die Namensdeutung mit einem Löwen auf einem grünen Dreiberg auf. Die hügelige Landschaft liegt im Alpenvorland und bildet einen Übergang zum oberösterreichischen Raum um Steyr. Bereits 1577 wird ein Schulmeister namentlich erwähnt, ein Hinweis auf frühe örtliche Bildungsorganisation.
Quellen: Geschichte – Gemeinde Behamberg · Behamberg – Gedächtnis des Landes · Behamberg – Wikipedia, feste Artikelversion
Pfarrkirche und Herrschaftssitze
Die Pfarrkirche zum heiligen Martin steht im Zentrum des Orts Behamberg. Eine ältere Bauphase ist spätgotisch; der spätgotische Speicherbau am Kirchenzugang dient heute als Vorraum. Das Gotteshaus bildet einen historischen Bezugspunkt des Ortskerns und wurde über die Jahrhunderte erneuert. Behamberg verfügt außerdem über das Schloss Ramingdorf, das in einem Ortsteil nahe Steyr liegt. Ein weiteres ehemaliges Schloss in Steinbach war bereits um 1800 verfallen. Solche Orte verweisen auf die früheren Herrschaftssitze in der Gegend. Das Landesportal hält für Behamberg mindestens zwei Ansitze seit dem Hochmittelalter fest, einen in der Rotte Strass-Steinbach und einen in Ramingdorf.
Quellen: Pfarrkirche Behamberg – Pfarrverband St. Severin an der Enns · Behamberg – Gedächtnis des Landes
Anschluss an die Rudolfsbahn
Mit der Eröffnung des Personen- und Güterverkehrs zwischen St. Valentin und Steyr im Jahr 1868 erhielt Behamberg über die Station Ramingdorf einen Eisenbahnanschluss. Die Rudolfsbahn verbindet das Gebiet mit einem größeren Verkehrsnetz; die Haltestelle Ramingdorf-Haidershofen liegt in der Nachbarschaft des Orts. 1880 gründeten Bewohner einen Musikverein. Im 20. Jahrhundert kamen Gemeindeeinrichtungen schrittweise hinzu: Ein Wasserleitungsnetz mit 25 Kilometern Hauptleitungen entstand zwischen 1973 und 1975, das Kanalnetz wurde ab 1988 gebaut. 1994 wurde ein Seniorenwohnhaus errichtet. Die Gemeinde übernahm 1996 den Friedhof von der Pfarre; 2007 wurde der Kirchen- und Dorfplatz eingeweiht. Diese Entwicklung lässt sich auch anhand der gemeindeeigenen Topothek nachvollziehen, die historische Fotos sammelt.
Quellen: Geschichte – Gemeinde Behamberg · Behamberg – Wikipedia, feste Artikelversion
Ausstattung der Martinskirche
Die Pfarrkirche St. Martin ist eine dreischiffige Hallenkirche. Der viergeschossige Turm sitzt nördlich am Chor und ist schon von weitem sichtbar. Hochaltar und beide Seitenaltäre stammen aus der Linzer Werkstatt Engelbert Westreichers; im Hochaltar steht der Kirchenpatron lebensgroß im Bischofsornat. Westreicher schuf auch die Kanzel der Stadtpfarrkirche Steyr. Der Kirchenraum öffnet sich unter der Chorempore zum Langhaus. Der spätgotische Speicherbau liegt westlich der Kirche. Der Pfarrhof steht nördlich vom Kirchenbau; ein Pfarrheim ergänzt die Baugruppe am erhöhten Ortszentrum.
Quellen: Pfarrkirche Behamberg – Pfarrverband St. Severin an der Enns
Quellen und Belege
Stand der Angaben: 08.10.2026
