GEMEINDE · KÄRNTEN

Ludmannsdorf

Bilčovs verbindet zweisprachiges Gemeindeleben mit historischen Kirchen und einem weiten Blick auf die Karawanken.

GEMEINDEKENNZIFFER20416
Pfarrkirche Sankt Jakob in Ludmannsdorf
Pfarrkirche Sankt Jakob in Ludmannsdorf · Foto: Michielverbeek · „Ludmannsdorf, Pfarrkirche St. Jakob foto5 2011-07-23 10.57“ · Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0 · Für regionalinfo.at verkleinert und als AVIF komprimiert; kein zusätzlicher Zuschnitt. Weitergabe unter derselben Bildlizenz.
Einwohner
1 801
01.01.2026
Fläche
26,20 km²
Bevölkerungsdichte
68,7
Einwohner je km²
PLZ des Gemeindeamtes
9072
Keine vollständige PLZ-Liste

Datenquelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026 · aufbereitet für regionalinfo.at.

LUDMANNSDORF KENNENLERNEN

Ludmannsdorf: Kirchen und Kultur am Rosentalhang

Ludmannsdorf, slowenisch Bilčovs, liegt auf einem sonnigen Hang über dem Rosental und dem Drau-Stausee. Die Gemeinde im Bezirk Klagenfurt-Land zählt am 1. Jänner 2026 1.801 Einwohner und umfasst 26,20 Quadratkilometer. Kirchen, zweisprachiges Vereinsleben und die bewaldete Hügellandschaft prägen den Ort.

Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Kirche und Religion – Gemeinde Ludmannsdorf

Hanglage über dem Rosental

Ludmannsdorf liegt nördlich der Drau auf dem bewaldeten Höhenzug der Sattnitz. Von den Hängen öffnet sich der Blick über das Rosental zu den Karawanken; Wald und landwirtschaftlich genutzte Flächen wechseln einander ab. Ludmannsdorf besteht aus fünf Katastralgemeinden und 17 Ortschaften, die auf dem Höhenrücken und in Seitentälern liegen. Die Siedlungslagen auf dem Höhenzug liegen zwischen 600 und 900 Metern. Landwirtschaftliche Kleinbetriebe haben das Gebiet seit Jahrhunderten geprägt.

Quellen: Willkommen – Gemeinde Ludmannsdorf · Ludmannsdorf – Wikipedia, feste Artikelversion

Die Pfarrkirche am Jakobsweg

Die Pfarrkirche ist dem heiligen Jakobus dem Älteren geweiht. Die Pfarre wurde im späten 18. Jahrhundert von Köttmannsdorf abgetrennt und selbständig. Ihr Ursprung reicht in die Romanik zurück, der Bau erhielt später gotische Erweiterungen und eine barocke Ausstattung. Als Filialkirche von Köttmannsdorf ist sie 1370 belegt. Im Inneren gilt ein spätgotischer Christus an der Geißelsäule als älteste Skulptur. Die Kirche liegt an einem europäischen Jakobsweg nach Santiago de Compostela. Die Pfarrgrenzen umfassen außerdem Kirchen in Wellersdorf, Großkleinberg und Selkach, die eigene Baugeschichten besitzen.

Quellen: Kirche und Religion – Gemeinde Ludmannsdorf

Filialkirchen mit eigenen Geschichten

Die Filialkirche St. Helena in Großkleinberg wird 1541 erstmals erwähnt. Der geräumige, einschiffige Bau stammt aus der Spätgotik und gehörte möglicherweise früher dem Zisterzienserkloster Viktring. In Selkach steht die Leonhardskirche, deren heutiger Bau 1638 errichtet wurde; ein Vorgänger südlich der Drau ist 1567 bezeugt. Außen zeigt sich ein Christophorus-Wandbild von Franc Jerina aus dem Jahr 1950. Die Kirche Peter und Paul in Wellersdorf ist seit 1469 schriftlich bekannt. Ihr mächtiger Vorhallenturm kam 1889 dazu; im Inneren fallen eine spätgotische Petrusfigur und eine eigenwillige Bemalung auf. Die Kirche am Rupertiberg gehört hingegen zur Pfarre St. Egyden.

Quellen: Kirche und Religion – Gemeinde Ludmannsdorf

Zweisprachige Kultur und Kunst

Ludmannsdorf pflegt Kultur in slowenischer und deutscher Sprache. Die Vereine fördern laut Gemeinde sowohl traditionelle als auch zeitgenössische Ausdrucksformen; das gemeinsame Singen gilt dabei als wichtiger Ort der Begegnung. Die Kulturwerkstatt Holzbau Gasser befindet sich in Edling und verbindet den Werkstoff Holz mit kulturellen Angeboten. Die bildende Künstlerin Meina Schellander verbrachte ihre Kindheit in Ludmannsdorf/Bilčovs und arbeitet vorwiegend in Wien, zeitweise auch in ihrer Heimatgemeinde. Ihre Tätigkeitsfelder reichen von Zeichnung und Fotografie bis zu Skulptur, Rauminstallation und Kunst im öffentlichen Raum. Auch die Schriftstellerin Theresia Köfer wuchs in Lukowitz bei Ludmannsdorf auf. An der Bucht bei Selkach gestalteten die Künstler Edmund und Tomas Hoke sowie Armin Guerino das Land-Art-Projekt „Drau-Art“: Schnecke, Strudel und Walze formen die Wasserlandschaft am Stausee.

Quellen: Kultur, Vereine, Tourismus – Gemeinde Ludmannsdorf · Ludmannsdorf – Wikipedia, feste Artikelversion · Ludmannsdorf – Wikipedia, feste Artikelversion

Quellen und Belege

Stand der Angaben: 08.10.2026

GEOGRAFIE

Ludmannsdorf auf der Karte

Gemeindegebiet · Stand 01.01.2026

Rot: aus amtlichen Gemeindegrenzen abgeleitet und für die Anzeige vereinfacht. Kartenhintergrund: basemap.at. Quellen und Methodik

GEMEINDE IN ZAHLEN

Einwohner im Zeitvergleich

StichtagEinwohner
31.10.2011 · Registerzählung1 821
31.10.2021 · Registerzählung1 820
01.01.2026 · Bevölkerungsstand1 801

Die Abstände zwischen den Stichtagen sind unterschiedlich. Quelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026.

Gebäude · 31.10.2021
760
NUTS-3-Region
Klagenfurt-Villach (AT211)

ÜBER DIE GEMEINDEGRENZE HINAUS

Nachbargemeinden von Ludmannsdorf

Nachbarschaft aus gemeinsamen Grenzabschnitten der amtlichen Geometrien abgeleitet. Reine Berührungspunkte und ausländische Gemeinden sind nicht enthalten.