GEMEINDE · BURGENLAND

Wiesfleck

Vom historischen Wiesfleck zur Großgemeinde mit evangelischen Bauwerken

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Evangelisches Bethaus in Wiesfleck
Evangelisches Bethaus in Wiesfleck · Foto: Ueb-at · „Bethaus wiesfleck“ · Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0 · Für regionalinfo.at verkleinert und als AVIF komprimiert; kein zusätzlicher Zuschnitt. Weitergabe unter derselben Bildlizenz.
Einwohner
1 197
01.01.2026
Fläche
20,08 km²
Bevölkerungsdichte
59,6
Einwohner je km²
PLZ des Gemeindeamtes
7425
Keine vollständige PLZ-Liste

Datenquelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026 · aufbereitet für regionalinfo.at.

WIESFLECK KENNENLERNEN

Wiesfleck: vier Dörfer, eine Gemeinde

Wiesfleck liegt im Bezirk Oberwart und umfasst vier Ortschaften: Schönherrn, Schreibersdorf, Weinberg im Burgenland und Wiesfleck. Die Gemeinde ist 20,08 Quadratkilometer groß und zählt am 1. Jänner 2026 1.197 Einwohnerinnen und Einwohner.

Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Wiesfleck – Wikipedia, feste Artikelversion

Vier Gemeinden werden eine

Die heutige Großgemeinde entstand am 1. Jänner 1971. Mit dem Gemeindestrukturverbesserungsgesetz wurden die zuvor selbständigen Gemeinden Schönherrn, Schreibersdorf, Weinberg im Burgenland und Wiesfleck vereinigt. Die vier Ortschaften sind zugleich gleichnamige Katastralgemeinden. Wiesfleck selbst ist bereits 1388 urkundlich erwähnt. Das Gebiet gehörte bis 1920/21 zu Ungarn und wurde ab 1898 im Zuge der Magyarisierung mit dem ungarischen Namen Újrétfalu bezeichnet. Seit 1921 gehört es zum Bundesland Burgenland.

Quellen: Wiesfleck – Wikipedia, feste Artikelversion · Wiesfleck – Gemeindeinformation

Die Turmschule in Schreibersdorf

Schreibersdorf besitzt ein evangelisches Schul- und Bethaus, das als Turmschule bekannt ist. Ein Haus für die Schule wurde 1861 angekauft; nach einem Brand entstand 1878 ein Neubau mit mittigem Fassadenturm. Unterricht und Gottesdienst fanden in demselben Gebäude statt. Heute sind drei Mittelachsen mit Giebel und Turm mit Spitzhelm erhalten; der Turm steht über der Mittelachse an der Straßenseite. Das Bundesdenkmalamt führt das ehemalige Schul- und Bethaus unter der Adresse Schreibersdorf 18 als denkmalgeschütztes Objekt. Die erhaltene Fassade zeigt, wie evangelische Gemeinden im Burgenland Schul- und Gebetsräume architektonisch miteinander verbanden.

Quellen: Denkmalverzeichnis Burgenland 2025 – Bundesdenkmalamt · Burgenländische Heimatblätter – Evangelische Turmschulen

Kirchen und Glockenturm

Die Filialkirche zum heiligen Erhard steht oberhalb von Wiesfleck im ummauerten Friedhof. Sie ist das älteste Gotteshaus der Pfarre Pinkafeld. Ihr frühgotischer Altarraum dürfte zuvor als Friedhofskapelle gedient haben; die Erweiterung zur heutigen Form erfolgte vermutlich im 15. Jahrhundert. Das Gotteshaus wurde 1697 erstmals erwähnt. Ein Visitationsbericht von 1813 zählte in Wiesfleck 300 Einwohner, darunter 50 Katholiken. Das rechteckige Schiff wird von einem dreiseitig geschlossenen Chor ergänzt; über der Westfassade sitzt ein Dachreiter mit Zwiebelhelm. 1808 wurde die Kirche renoviert, 1818 erhielt sie einen neuen Altar, dessen Erhard-Bild erhalten blieb. 1812 entstand außerhalb des Ortes ein Friedhof für beide Konfessionen. In Weinberg im Burgenland steht eine evangelische Filialkirche. Schönherrn besitzt an der Adresse Schönherrn 22 einen denkmalgeschützten Glockenturm. Das Bundesdenkmalamt führt außerdem die Turmschule in Schreibersdorf und ein Bauernhaus in Weinberg als geschützte Objekte. Dieses 1819 errichtete Bauernhaus am Kastanienweg 2 bewahrt nahezu unverändert die für seine Entstehungszeit charakteristische Putzschnitt-Technik an Eingangs- und Giebelfassade.

Quellen: Wiesfleck – Wikipedia, feste Artikelversion · Denkmalverzeichnis Burgenland 2025 – Bundesdenkmalamt · Die Kirche in Wiesfleck ist die älteste der Pfarre – Pfarre Pinkafeld

Gemeinsame Einrichtungen heute

In Wiesfleck unterrichtet die Volksschule Kinder aus allen vier Ortschaften. Ein Beitrag des Landesarchivs dokumentiert das frühere evangelische Schulhaus im Ort Wiesfleck: Es wurde 1873 errichtet, 1909 kam ein weiteres Schulhaus hinzu. 1974 wurde das ältere Gebäude bis auf den Turm abgetragen beziehungsweise verkauft. Beide Schulhäuser sind vom Schul- und Bethaus in Schreibersdorf zu unterscheiden. Die Gemeinde veröffentlicht außerdem ein Magazin mit Nachrichten zu Projekten, Veranstaltungen und Vereinen aus den vier Orten.

Quellen: Volksschule Wiesfleck – Bildungsserver · Wiesfleck – Wikipedia, feste Artikelversion · Burgenländische Heimatblätter – Evangelische Turmschulen

Quellen und Belege

Stand der Angaben: 08.10.2026

GEOGRAFIE

Wiesfleck auf der Karte

Gemeindegebiet · Stand 01.01.2026

Rot: aus amtlichen Gemeindegrenzen abgeleitet und für die Anzeige vereinfacht. Kartenhintergrund: basemap.at. Quellen und Methodik

GEMEINDE IN ZAHLEN

Einwohner im Zeitvergleich

StichtagEinwohner
31.10.2011 · Registerzählung1 111
31.10.2021 · Registerzählung1 155
01.01.2026 · Bevölkerungsstand1 197

Die Abstände zwischen den Stichtagen sind unterschiedlich. Quelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026.

Gebäude · 31.10.2021
491
NUTS-3-Region
Südburgenland (AT113)

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